Freitag, 20. Oktober 2017

Herbstregatta Romanshorn 2017

Die Herbstregatta in Romanshorn bot einen ausgezeichneten Abschluß des Bodensee-Cups 2017.

Immerhin 13 Boote aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland kamen zum herbstlichen Finale der Finn-Regattasaison am Bodensee nach Romanshorn. Die Regatta, bei der diesjährig zum 2. Mal für die Finns teilnahmen, wird sich sicherlich fest in den Regattaplan der Klasse etablieren, ein sehr guter Zeitpunkt (nach dem Gardasee), eine hervorragende Clubanlage, sehr guter Service und Freundlichkeit des Clubs und natürlich eine um diese Jahreszeit an unserem See perfekte Kulisse, mit bereits schneebedecktem Säntis und Arlberg im Hintergrund bieten einen würdigen Ausklang.

Das Süd-Ost Ufer des Bodensees ist seglerisch nicht ganz unproblematisch, der West-Ost Gradient wird hier schon häufig durch den Alpeneinfluss gestört, so auch am Samstag: Bereits beim zünftigen Weißwurstfrühstück (danke an die Sponsoren) bei strahlendem Sonnenschein „kam der Säntis immer näher“ – das bedeutet Föhndruck aus Süd/Südost der gegen den Westwind drückte, der sonst am Bodensee herrschte.

Trotzdem gab das Team um Wettfahrtleiterin Susanne Schulze Ihr bestes um noch 2 Wettfahrten herauszuquetschen. „kurze und knackige“ Wettfahrten kündigte die Wettfahrtleitung bei der Steuermanns-Besprechung an – kurz waren die Kurse der beiden gestarteten Wettfahrten wahrhaftig, - einige der Finnisti schauten sich um und suchten nach den Opti-B lern für die der Kurs schon recht klein gewesen wäre – aber knackig waren die beiden bei fast 0 Wind gestarteten Wettfahrten ganz und gar nicht. Waren in der ersten Wettfahrt noch „spuren von Wind“ enthalten waren diese in der zweiten nur in ganz homöopathischen Dosen an einigen Stellen vorhanden.
 
Nichtsdestotrotz hatte der Lokalmatador Hans bei beiden Wettfahrten die Nase zuerst im Ziel (wobei die Nase bei der Hans eigenen Kamasutra-Leichtwind-Haltung an Bord nicht unbedingt immer das Körperteil ist, das nach vorne zeigt). Im ersten Lauf legten SUI 32 (Urs Huber) und GER 19 (Bollo) einen Frühstart hin, dieses zu erkennen fiel den beiden nicht schwer. Dank Transparenz-Offensive auf dem Startschiff wurde die Position der Boote in den letzten 30 Sekunden vor dem Start lauthals der Wettfahrt-Crew durchgegeben, sodass alle Teilnehmer stets wussten ob Sie klar waren oder nicht. Bernd Rimmele nutzte dies um nochmals einzutauchen - vom Schiff kam „277 KLAR !“ und jeder wusste was er zu tun hatte (falls er etwas tun konnte, da ja die Windkraft sehr überschaubar war und eine nicht zu unterschätzende Wasserströmung wirkte).

Die 2. Wettfahrt war wie gesagt noch flauer als die erste, sodass der Autor nachdem er mehrmals versucht hatte die Flautenrichtung zu identifizieren noch vor der Luvtonne den Hafen ansteuerte und daher die spannenden Details der 2. Wettfahrt verpasste (Zieltonnen wurden mitgenommen etc.).

Beim Einlaufbier und einer warmen Suppe (Hut ab für eine Regatta in Helvetica !) wurden die Heldentaten dann natürlich noch etwas ausgeschmückt und es folgte ein plauschiger Abend mit ausgezeichneten Spaghetti und vielen Geschichten.

Am Sonntag dann anderes Wetter – Regen anstatt Sonne – aber trotzdem noch kein Wind. Die Wettfahrtleitung entschied trotzdem um 10:00 Uhr aufs Wasser zu gehen und Tatsächlich, gegen 12:00 Uhr kam der Westwind mit 2-3 böigen Beaufort durch. Sehr zur Überraschung der Wettfahrtleitung, die bereits vor dem Start auf dem wiederum sehr kurz gelegten Kurs die Flagge zur Bahnverkürzung aufhängten. So gelang dem Autor der kürzeste Lauf seiner Karriere – nach 8 Minuten und 40 Sekunden kam er als erster durchs Ziel, die Verfolger Hans SUI 1, Sepp FRA 40 und Michael SUI 95 lieferten sich einen lustigen Pump und damit verbundenen Kringel-Kampf um die Leetonne und Thomas SUI 63 konnte profitieren und als 2. Ins Ziel rutschen.

Die nächsten Wettfahrten auf „normalem“ Kurs waren dann halt doppelt so lang aber immer noch in Sprintlänge. Michal Good SUI 95 gewann die 2. vor dem Autor und der Autor wiederum die 3. Im Foto-Finnisch mit Thomas Gautschi SUI 63. So dass insgesamt Michael Good SUI 95, der auch am ersten Tag wenig Punkte kassierte, vor dem Autor (Bollo) und Hans Fatzer landete.

Insgesamt war es eine tolle Regatta, die Wettfahrtleitung war „stets bemüht“ aber lernfähig und wird sicherlich beim nächsten Mal noch besser agieren. Der YCRo ist ein toller Club mit sympathischen Menschen, die sich alle Mühe geben, dass es dem Segler gut geht. Bericht: Bollo GER 19.

Ergebnisse
Herbstregatta Romanshorn 2017, Foto: © M. Villiger/YCRo

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Motorbootverband ernennt Ehrenhafenmeister

Seedienst des Verbandes leistete 3200 Stunden ehrenamtliche Arbeit auf dem Wasser.

Bregenz (IBMV) - Grund zur Freude bei der Generalversammlung des Internationalen Motorboot Verbandes (IBMV) in Bregenz: Präsident Paul Minz ernannten den altgedienten Wolfgang Werner zum Ehrenhafenmeister. Der 84-jährige Werner war 25 Jahre lang Hafenmeister und wegen seiner resoluten Art nicht nur respektiert, sondern gelegentlich auch ein bisschen gefürchtet. Oder wie es ein Mitglied auf den Punkt brachte: „Wolfgang Werner ist der netteste Grantler den ich kenne.“

In seinem Vortrag berichtete Paul Minz von der Wiederbelebung einer alten Tradition, dem Skipper-Treffen. „14 Boote sind dem Aufruf gefolgt, um in Kreuzlingen gemeinsam zu feiern.“ Die positive Resonanz nimmt der Verband zum Anlass, auch 2018 wieder ein Skipper-Treffen zu initiieren. Minz erinnerte außerdem an die Teilnahme an der Interboot, die nach zwei Jahren Pause positiven Anklang gefunden habe, sodass eine erneute Teilnahme 2018 wieder im Raum steht. Außerdem wurde Minz nicht müde zu betonen, wie essentiell die Einhaltung der Vorschriften auf dem Wasser sei, um die „Freiheit in Ordnung“, so das Motto des Verbands, ohne strengere Kontrollen oder neue Reglementierungen sicher zu stellen. Explizit nannte er dabei die Respektierung der Uferbereiche sowie moderate Lautstärke.

Die sich langsam formierenden Ansätze, im Bodensee Aquakulturen zu installieren, um der zunehmenden Nachfrage nach Bodenseefisch besser gerecht zu werden, will der Verband laut Minz „sehr genau“ beobachten. Auch hier sei das Ziel, Einschränkungen der Freiheit auf Wasser entgegen zu wirken.

Wie wichtig die Aufgaben des Verbands – insbesondere des Seedienstes sei – machte Seedienstleiter Martin Lepple in seinem Bericht deutlich. Insgesamt leisteten Mitglieder knapp 3200 Stunden ehrenamtliche Arbeit auf dem Wasser, in dem sie Bootsfahrer auf die Einhaltung von Regeln hinwiesen, in Seenot geratenen Booten zu Hilfe kamen und Unmengen von Treibgut und Müll aus dem See fischten. „Mein Dank gilt allen Beteiligten der Mitgliedervereine“, sagte Lepple.

Der Vereinsvorstand konnte neben stabilen Finanzen einen Überschuss von rund 8000 Euro für die abgelaufenen Berichtssaison vermelden.

INFO
Der IBNV vertritt als internationaler Verband die Interessen von rund 3600 motorisierten Bootsfahrern am Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Paul Minz gratuliert Wolfgang Werner mit Werner Neyer
IBMV Vorstand

Volvo Ocean Race 2017/18

Am kommenden Sonntag 22. Oktober startet das Volvo Ocean Race mit 7 Teams in Alicante. Die Teams "AkzoNobel", "MAPFRE", "Vestas 11th Hour Racing", "Sun Hung Kai/Scallywag", "Turn the Tide on Plastic" und "Team Brunel" wollen den Sieg in 11. Etappen holen.

Bereits hat sich das spanische Team "MAPFRE" mit Skipper Xabi Fernández im In-port Race Alicante mit einem Sieg die ersten 7 Punke abgeholt. Mit diesen Race werden die Wartezeiten an den Etappenorten verkürzt und es können zusätzliche Punke geholt werden.

Als erstes Etappenort ist Lissabon, bevor es dann auf die Reise um die Welt weitergeht.

Foto: © Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race
Route des Volvo Ocean Race 2017/18

Montag, 16. Oktober 2017

40 Jahre Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen e.V.

Am Sonntag wurde der Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ein guter Grund, um am Vorabend auf die Vereinsgeschichte zurückzublicken und in die Nacht zu feiern.

SMCF Präsident Ralf Steck musste die Feierlichkeit am Samstag Abend mit der traurigen Nachricht vom Tod des Gründungsmitglieds Karla Bevoli beginnen. Nach einem kurzen Gedenken begrüßte er die zahlreich erschienen Gäste im Vereinsheim Schussen und gab einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Mehrere Mitglieder erzählten heitere Anekdoten aus den Anfängen des Vereins.

Stadträtin Magda Krom überbrachte Grußworte der Stadt Friedrichshafen und berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Wassersport. Jochen Rompel und Robert Schwarz gratulierten im Namen der benachbarten Vereine ESV Friedrichshafen und Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach zum Jubiläum.

Nach dem Abendessen zeigte Julian Sobott aus der Jugendabteilung des Vereins einen mitreißenden Film mit Ausschnitten von Regatten im In- und Ausland auf dem 420er. Werner Rau ließ die Anwesenden Foto-Puzzles erraten. Am späten Abend ging es dann auf das Oberdeck der Schussen, wo noch bis in die Nacht getanzt und in Erinnerungen geschwelgt wurde. Martin Händler, Pressearbeit des SMCF.

Stadträtin Magda Krom, SMCF Präsident Ralf Steck, Erich Feiler vom ESV,
Robert Schwarz vom Wassersportverein Fischbach und Jochen Rompel vom ESV
BildStadträtin Magda Krom überbrachte den anwesenden Vereinsmitgliedern
Glückwünsche und ein Präsent der Stadt Friedricht
Stadträtin Magda Krom überbrachte den anwesenden Vereinsmitgliedern
Glückwünsche und ein Präsent der Stadt Friedrich
Der packende Film der Jugendabteilung begeisterte alle Anwesenden

Flensburger Segel-Club gewinnt DSL-Pokal

30 Clubs aus ganz Deutschland kämpften an diesem Wochenende (14./15. November) vor Glücksburg beim DSL-Pokals um den Sieg. Erstmals konnten sich ambitionierte Clubs aus der Deutschen Junioren Segel-Liga und den vier Regionalligen mit den Top-Platzierten aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga messen. Pokalgewinner ist der Flensburger Segel-Club. Platz zwei belegt punktgleich der Verein Seglerhaus am Wannsee, vor dem Deutschen Touring Yacht-Club. Die Seglergemeinschaft Lohheider See und der Lübecker Segler-Verein können die Klasse halten, sie segeln auch 2018 in der 2. Segel-Bundesliga mit.

Der Flensburger Segel-Club (FSC) zeigte an Tag eins eindrucksvoll, wie man der Konkurrenz davonfahren kann: Sieben Siege in sieben Rennen, machten deutlich wie stark das Team um Steuermann Jan Hauke Erichsen Zuhause ist.

„Heute an Tag zwei waren wir - im Gegensatz zu gestern - nicht ganz so stark. Die Bedingungen waren heute sehr schwierig und so haben wir wertvolle Punkte zu unserem Verfolger, dem VSaW verloren. Am Ende hat es aber dennoch zum Sieg gereicht. Wir freuen uns sehr den Pokal auf unserem Heimatrevier gewonnen zu haben“, freut sich FSC-Steuermann Jan Hauke Erichsen. Mit ihm segelten Cedric Menzel, Jan Frigge und Nils Carstensen.

Die Anspannung aller Teilnehmer war durchgängig zu spüren, denn jedes der Teams wollte ganz vorne mitfahren und den 2017 neu eingeführten DSL-Pokal 2017 gewinnen. Zudem entschied sich an diesem Wochenende, wer einen der zwei Startplätze für die kommende Saison ergattert. Die Seglergemeinschaft Lohheider See und der Lübecker Segler-Verein konnten die Klasse sichern; sie bleiben auch 2018 in der 2. Segel-Bundesliga vertreten.

Vier der insgesamt sechs Zweitligisten aus dieser Saison konnten ihre Stellung in der 2. Segel-Bundesliga hingegen nicht behaupten; sie steigen ab: Entdecker- und Seefahrer Fördervereinigung, Segler-Verein Stade, Segel-Club Ville, Duisburger Yacht-Club (nahm nicht am DSL-Pokal teil).

Der 2017 neu ausgeschriebene Deutsche Segel-Liga-Pokal (DSL-Pokal) ersetzte erstmals die bisherige Qualifikation für die 2. Segel-Bundesliga. Denn neben dem Pokalgewinn ging es für die teilnehmenden Teams, die aktuell noch nicht in der 1. oder 2. Liga vertreten, um zwei Startplätze für die 2. Segel-Bundesliga 2018. Im Vorfeld qualifiziert hatten sich die besten drei Clubs aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga, die letzten sechs Clubs der 2. Liga, sowie die besten Clubs der Junioren Segel-Liga und den Regionalligen (Nord, Ost, Süd, West). Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

Die Ergebnisse des DSL-Pokals finden Sie hier

Flensburger Segel-Club, Platz 1 © DSBL/Lars Wehrmann
Die Flotte vor Glücksburg © DSBL/Lars Wehrmann
Siegerehrung © DSBL/Lars Wehrmann
Lübecker Segler-Verein © DSBL/Lars Wehrmann
Deutscher Touring Yacht-Club, Platz 3 © DSBL/Lars Wehrmann
Verein Seglerhaus am Wannsee, Platz 2 © DSBL/Lars Wehrmann
Seglergemeinschaft Lohheider See © DSBL/Lars Wehrmann
© DSBL/Lars Wehrmann

Freitag, 13. Oktober 2017

Simon Koster sechster in der ersten Etappe

Der Zürcher Simon Koster landet bei der ersten Etappe der Mini Transat Regatta La Boulangère auf dem sechsten Platz. Ein ausgezeichnetes Ergebnis angesichts der Bedingungen auf dieser sehr langen Etappe, denn der Wind flaute auf halber Strecke ab. Die Einhandsegler rechneten zwar nur mit 7-8 Tagen für die Strecke, doch brauchten sie letztendlich 10 Tage, um von La Rochelle Las Palmas de Gran Canaria zu gelangen. Simon und sein Eight Cube Sersa trafen 7Std.47 nach dem Sieger, Ian Lipinski ein; aber es geht weiter, es bleibt noch die zweite Etappe.

Simon Koster und sein spitzentechnologischer Prototyp Eight Cube Sersa landen auf dem sechsten Platz bei der ersten Etappe der Mini Transat Regatta La Boulangère. Er passierte die Ziellinie in Las Palmas de Gran Canaria (ESP) am Mittwoch, dem 11. Oktober um 23 Uhr, 9 Minuten, 30 Sekunden. Somit endet er 07Std. 47Min 18S nach dem Sieger, Ian Lipinski. Die Schlusswertung wird entsprechend der Gesamtzeit für die beiden Etappen berechnet; Die zweite Etappe ist also noch völlig offen. Wenn die Passatwinde wehen und Simon bessere Bedingungen vorfindet, hat er alle Chancen, auf dem Podium zu stehen! Die zweite Etappe startet Anfang November von Las Palmas de Gran Canaria zur Stadt des Seemanns, auf Martinique.

Diese erste Etappe wird in die Geschichte der Mini Transat Regatte als eine der längsten seit ihrem Bestehen eingehen. Der Startschuss wurde am Sonntag, dem 1. Oktober in La Rochelle (FRA) gegeben, die 81 Einhandsegler starteten mit starkem Gegenwind und hohem Seegang; Das waren für alle schwierige Bedingungen, vor allem für den Eight Cube Sersa und seinen runden Bug, denn starker Wind gefällt ihm gut, Gegenwind dagegen weniger. Die Segler passierten anschließend das Kap Finisterre mit tragendem Wind, für Simon war das ideal, er kam auf den dritten Platz der Gesamtbewertung. Daraufhin befanden sich die Wettkämpfer bis zum Ziel in einer windstillen Zone, wodurch diese erste Etappe mehrere Tage länger dauerte. Simon brauchte letztendlich zehn Tage bis zu den Kanarischen Inseln. Abgesehen von den klimatischen und sportlichen Widrigkeiten musste er auch seine Nahrung und das Wasser rationieren, um bis zum Ziel durchhalten zu können.

Simon erzählt sein Rennen: "Der Start war etwas schwierig, die Geschwindigkeit war nicht gerade umwerfend. Als dann aber der Wind aufkam, war ich gerettet; ich fuhr schnell, das war toll! Ich habe den Eindruck, dass meine Konkurrenten beim Kap Finisterre in der Defensive waren, so konnte ich gut aufholen. Aber wir hatten nur anderthalb Tage mit dem Wind, danach hatten wir nur noch schwachen Wind. Nach dem Kap bemerkte ich, dass ich eine Verschlussplatte im Boden der Verschalung verloren hatte, ich hatte eine Wasserfontäne, das war kein Geschenk. Aber letztendlich komme ich recht gut dabei weg! Ich konnte meine Position im Windloch beibehalten, denn unter den Wolken hatte ich eine gute Route. Aber die letzten beiden Tage waren am härtesten, geradeaus mit einem so schwachen Wind, man hatte da keine große Wahl; ich sah die ersten durchstarten, konnte ihnen aber nicht folgen.

Ich freue mich über die Veränderungen an meinem Boot seit der letzten Ausgabe, das geht in die richtige Richtung! Wenn ich immer noch meine Foils hätte, hätte ich sie wahrscheinlich über Bord geworfen", witzelt er. "Es wird ein wenig gebastelt werden müssen, aber insgesamt bin ich zufrieden!"

Der Start für die zweite Etappe ist für den 31. Oktober geplant.

Prototyp Bewertung erste Etappe:
1- Ian Lipinski (Griffon.fr): 15 Uhr 22Min 12S
2- Arthur Léopold-Léger (Antal XPO): 15 Uhr 24Min 05S
3- Erwan Le Méné (Rousseau Clôture): 21 Uhr 32 Min und 44S
4- Romain Bolzinger (Spicee.com): 22 Uhr, 29 Minuten und 57S
5 - Aurélien Poisson (Teamwork): 22 Uhr, 59 Minuten, 35S
6 - Simon Koster (Eight Cube Sersa): 23 Uhr, 9 Minuten, 30S
7- Jorg Riechers (Lillienthal): am Donnerstag 12. Oktober um 0 Uhr, 9 Minuten, 25S

Alle Ergebnisse

Langstrecken-Regatta in der Ostsee weckt Interesse

Neuaufgelegtes Nord Stream Race erfolgreich etabliert - Kungliga Svenska Segelsällskapet aus Schweden, Frederikshavn Sejlklub aus Dänemark und Åländska Segelsällskapet aus Finnland sind für das Nord Stream Race 2018 qualifiziert. Unter dem Motto „Connecting Baltics through Sports“ hat sich das Nord Stream Race mit Neuerungen erfolgreich als Langstrecken-Regatta durch die Ostsee etabliert. Die Vorbereitungen für das nächste Rennen 2018 laufen auf Hochtouren.

Erfolgreiche Neuauflage des Nord Stream Race
Beim Nord Stream Race 2017 segelten fünf Meister-Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland mit werftneuen ClubSwan-50-Rennyachten rund 1.000 Seemeilen von Kiel nach St. Petersburg. Jeder der fünf teilnehmenden Clubs hat für die Offshore-Regatta ein Team mit seinen besten zehn Seglern zusammengestellt. Unter ihnen waren viele junge Segler, drei Frauen sowie erfahrene Hochsee-Segler wie Gewinner des Volvo Ocean Race.

Das Rennen entlang der Nord-Stream-Pipeline führte von Kiel mit Zwischenstopps in Kopenhagen, Stockholm und Helsinki nach St. Petersburg zum Saint Petersburg Yacht Club, dem Organisator der Regatta.

Stärkerer und härterer sportlicher Wettkampf
Das Feedback der Seglerinnen, Segler und der gastgebenden Clubs fällt einstimmig positiv aus. „Die Teams sind begeistert von der Kombination aus Langstrecken-Etappen und kurzen Inshore-Races, wie sie es vom Liga-Segeln auf One-Design-Booten gewohnt sind“, erklärt der charismatische Skipper und Whitbread Race-Veteran Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben aus Finnland. „Die Mehrheit der Segler erlebte beim Nord Stream Race ihre Hochsee-Premiere an Bord einer 15 Meter Rennyacht – Nachtfahrten und Sturm inklusive. Sie haben es geliebt!“

Hohes Medieninteresse
Auch das öffentliche Interesse am Nord Stream Race ist im Vergleich zu den Vorjahren enorm gewachsen: Europaweit haben die Medien ausführlich über das Rennen und die teilnehmenden Clubs berichtet. Eine Gesamtreichweite von über 30 Millionen Kontakten wurde mit über 360 veröffentlichten Artikeln erreicht. „Durch die Einbeziehung der Sieger der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland haben wir auch in diesen Ländern viel Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen“, erklärt Vladimir Lubomirov, Kommodore vom Saint Petersburg Yacht Club, und ergänzt, „Jeder konnte seinem nationalen Meister folgen.“

Clubs aus Schweden, Dänemark und Finnland für 2018 qualifiziert
In Dänemark, Schweden und Finnland ist die Liga-Saison 2017 bereits beendet und die Teilnehmer für das Nord Stream Race 2018 stehen fest: In Schweden setzt sich die Kungliga Svenska Segelsällskapet aus Stockholm als bester Segelclub durch. In Dänemark verteidigt der Frederikshavn Sejlklub seinen Meistertitel und qualifiziert sich zum zweiten Mal für das NSR. Für Finnland startet im nächsten Jahr der Åländska Segelsällskapet von den Åland-Inseln.

Mehr Teilnehmer für 2018 im Gespräch
Es gibt bereits Anfragen von Clubs aus weiteren Ostsee-Ländern und ganz Europa, die 2018 beim NSR an den Start gehen wollen. Auch Eigner von ClubSwan-50-Yachten haben beim Veranstalter ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet.

Über das Nord Stream Race
Seit 2012 organisiert der Saint Petersburg Yacht Club die Langstrecken-Regatta Nord Stream Race in der Ostsee mit der Unterstützung von Gazprom und der Nord Stream AG. Das Rennen verbindet Russland, Deutschland, Finnland, Schweden und Dänemark.

Aus den nationalen Segel-Ligen qualifizierten sich für das Nord Stream Race 2017: Der Deutsche Touring Yacht-Club aus Deutschland, der Frederikshavn Sejlklub aus Dänemark, der Cape Crow Yacht Club aus Schweden, der Nyländska Jaktklubben aus Finnland und das Team von Lord of the Sail – Europe aus Russland. Skipper und Whitbread Race-Veteran Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben (Team Finland). „Die Mehrheit der Segler erlebte beim Nord Stream Race ihre Premiere an Bord einer 15 Meter Rennyacht – Nachtfahrten und Sturm inklusive. Sie fanden es großartig.“
Ergebnisse >

Der Deutsche Touring Yacht-Club während des Rennens © Nord Stream Race/ Lars Wehr
Laura Fischer vom Deutschen Touring Yacht-Club - eine der jüngsten Teilnehmerinnen
© Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Das Nord Stream Race 2017 verlief von Kiel nach St. Peterburg
Stürmische Bedingungen während der Rennen © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Harte Wetterbedingungen für die Segler © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Start des Nord Stream Race 2017 in Kiel © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Cape Crow Yacht Club - Gewinner des Nord Stream Race 2017 © Nord Stream Race/ Lars
Besonders enge Rennen bei den kurzen Inshore Rennen © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann