Mittwoch, 28. September 2016

Deutsche MustoSkiffs erfolgreich beim italienischen Euro-Cup

Bei traumhaften Bedingungen fand der diesjährige italienische Euro-Cup vom 10.-12. September 2016 statt. Gleich acht deutsche Teilnehmer waren in Dongo am Comer See vor Ort, um sich mit Teilnehmern aus der Schweiz, aus Kroatien und natürlich auch aus Italien zu messen. Insgesamt gingen 20 Boote an den Start, darunter die amtierenden Welt- und Europameister Andi Lachenschmid und Frithjof Schwerdt, beide aus Deutschand.
 

Der Comer See zeigt sich an allen drei Wettkampftagen von seiner besten Seite. Die Wettfahrleitung legte den Start täglich auf 13 Uhr, und an jedem Tag setzte pünktlich kurz vor Beginn die erwartete Thermik ein. Der Wind steigert sich an allen drei Tagen auf perfekte 15 bis 18kn. Lediglich am Samstag konnten aufgrund eines heftigen Gewitters nur zwei Wettfahrten gesegelt werden, am Sonntag und Montag wurden hingegen jeweils sieben Rennen gefahren.

Die Rennen waren sehr umkämpft, die Teilnehmer an der Spitze des Feldes wechselten sich regelmäßig in der Führungsposition ab. In der Gesamtwertung setzte sich am Ende Frithjof Schwerdt durch und belegte den ersten Platz gefolgt von Roger Oswald und Alexander Greil aus der Schweiz. Die weiteren Platzierungen der deutschen Teilnehmer waren: 4. Torsten Bendig, 6. Andi Lachenschmid, 7. Bernd Jahn, 10. Thomas Kübler, 15. Philip Stangelmaier, 16. Martin Sattelkau und 19. Gert Hanker.
Bericht: Jan Busch, Presseobmann Deutsche Musto Skiff KV.

Der Cup geht an den Regattaclub Bodensee

Der Schweizer Segelmeister kommt aus St.Gallen. Der Regattaclub Bodensee gewinnt den Swiss Sailing League Cup nach einer heiss umkämpften Saison vor der Société Nautique de Genève. Mit einem Exploit in der zweiten Saisonhälfte sichert sich die Société Nautique Rolloise zum Saisonschluss noch den dritten Podestplatz und damit den Einzug in die Sailing Championsleague 2017.
Der Regattaclub Bodensee gewinnt den Swiss Sailing League Cup 2016
Über 5 Spielrunden kämpften die 12 besten Schweizer Segelclubs um den Sieg in der Schweizer Segel-Nationalliga und um Meisterehren. Die erste Runde im April in Locarno (Act 1) ging an den Regattaclub Bodensee (RCB), der damit die Grundlage für den Meistertitel legte. Im Mai in Neuenburg (Act 2) siegten die Genfer und eröffneten das Kopf-an-Kopfrennen zwischen Bodensee und Genfersee. Am Act 3 bei der Société Nautique de Genève mussten sich die Gastgeber erneut den Rivalen vom Bodensee geschlagen geben. Auch der Sieg am Bodensee vor Kreuzlingen ging an den Regattaclub Bodensee, der damit in der Jahreswertung die Führung übernahm. Um das Blatt nochmals zu wenden, musste für die Genfer in der Finalrunde vom 23. - 25. September in Zürich ein Sieg her. Für den RCB hingegen reichte ein vierter Platz, um sich den Cup zu sichern.

Die St.Galler mit Massimo Soriano, Lea Rüegg, Stephan Zurfluh und Jonathan Rutishauser erfüllten mit einem vierten Platz in Zürich ihr Soll während die Genfer Crew Nerven zeigte und mit den anspruchsvollen Leichtwindverhältnissen am Zürichsee nicht zurecht kamen. So reichte es nur zum sechsten Rang in der Finalrunde und damit zum Vizemeistertitel der Swiss Sailing League 2017.

Das Duell um den dritten Platz, gleichzeitig auch um den dritten und letzten Startplatz der Schweiz in der Sailing Championsleague, spielte sich zwischen der Société Nautique Rolloise (SNR) und dem Vorjahressieger Regattaclub Oberhofen (RCO) ab. Punktgleich, sowohl in der Finalrunde als auch in der Jahreswertung aber mit einem zweiten Platz weniger in der Schlussabrechnung musste sich das RCO Team dem Team aus Rolle mit Skipper Olivier de Cocatrix geschlagen geben. Rolle gewinnt damit als Jahresdritter Bronze und schafft den Aufstieg in die Sailing Championsleague.

Das zweite dramatische Duell in Zürich fand zwischen dem Yachtclub Zug und dem Yachtclub Kreuzlingen statt. Punktgleich aber ohne Laufsieg wurden die Kreuzlinger in Zürich geschlagen. Der YC Kreuzlingen steigt damit zusammen mit dem SC Tribschenhorn/Luzern und dem Yachtclub Locarno in die Sailing Challenge League ab. Aus der Swiss Sailing Challenge League steigen der SV Kreuzlingen, die BT La Neuveville und der Zürcher Yachtclub in die Sailing Super League 2017 auf und komplettieren das Feld.

Am Wochenende vom 1./2. Oktober findet in Kreuzlingen noch die Aufstiegsrunde der Swiss Sailing League statt wonach dann auch die Sailing Challenge League 2017 wieder komplett ist. Bericht: Felix Somm. Bilder: SSL.

Die Saison 2017 startet vom 21. - 23. April 2017 beim YC Locarno im Tessin.
Swiss Sailing League Cup 2016

Montag, 26. September 2016

Deutscher Touring Yacht-Club gewinnt SAILING Champions League

Das Finale der SAILING Champions League (23. bis 25. September) in Porto Cervo forderte die 32 europäischen Clubs aus 13 Nationen mit Leichtwind und kabbeliger Welle. Nach insgesamt 34 Rennen gewinnt der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC), der amtierende Deutscher Meister der Deutschen Segel-Bundesliga, die Regatta beim Yacht Club Costa Smeralda auf Sardinien und die begehrte Silberschale von Robbe & Berking für den „Besten Yacht-Club des Jahres“. Die Schweizer Clubs, Regattaclub Bodensee und Regattaclub Oberhofen, werden Zweite und Dritte.
1. Platz: Deutscher Touring Yacht-Club, Max Weiß/Laura Fischer/Jonas Vogt/Luis Tarabochia © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi
„Wir können noch gar nicht glauben, was passiert ist. Es dauert sicherlich ein paar Tage, bis wir realisieren, dass wir tatsächlich die SAILING Champions League gewonnen haben. Wenn das Finale der Segel-Bundesliga in Hamburg Ende Oktober auch so läuft, wäre das perfekt“, sagt Laura Fischer vom DTYC. Teamkollege Jonas Vogt ergänzt: „Das ist der Höhepunkt unserer bisherigen Segelkarriere.“

Die konstanten, aber leichten Winde waren vorteilhaft für die Gewinner aus Süddeutschland und die beiden Schweizer Clubs, die die Podiumsplätze zwei und drei belegen. Die Clubs rund um die Alpen sind gewohnt auf Seen mit Leichtwind zu segeln. Somit spielten die untypischen Bedingungen für Sardinien im September und das geringere Crewgewicht den Top-Drei in die Karten. Steuermann Julian Flessati vom Regattaclub Bodensee: „Wir sind überrascht wie gut wir mit ‚dem Ozean’ zurecht gekommen sind. Wir freuen uns sehr, auf dem Podium zu stehen.“

Der Yacht Club Costa Smeralda (YCCS) organisierte das Finale der SAILING Champions League zum zweiten Mal und freute sich, die Clubs aus ganz Europa wieder willkommen zu heißen. „Die zweite Auflage der SAILING Champions League in Porto Cervo hat bestätigt, wie populär das Format ist: schnell, attraktiv und technisch anspruchsvoll. Die teilnehmenden Teams sind die besten ihrer nationalen Segel-Ligen, sodass das Niveau entsprechend hoch ist, sogar höher als im letzten Jahr. Ich möchte mich bei allen Teams bedanken, die aus Skandinavien, Russland und aus ganz Europa zu uns zum Segeln angereist sind”, erklärt Riccardo Bonadeo, der Kommodore vom YCCS. Ergebnis >
Bericht: Sophie-Karolin Wehner, SAILING Champions League.
1. Platz: Deutscher Touring Yacht-Club © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi

Regattaclub Bodensee auf dem 2. Platz!

BN / Sensationeller Auftritt der beiden Regattaclubs Bodensee und Oberhofen, die in der SAILING Champions League 2016 Act 2 in Porto Cervo punktgleich auf dem 2. und 3. Platz liegen! Auf dem ausgezeichneten 5. Platz klassierte sich der Yacht Club Bregenz.

Nicht so gut lief es Société Nautique de Genève, die mit dem vorletzten Platz  vorlieb nehmen mussten.

Der Regattaclub Bodensee holte sich zudem am gleichen Wochenende den Schweizer Meistertitel!

Bodensee-News gratuliert zu diesen tollen Ergebnissen. Spietzensegler kommen also auch vom Bodensee! Ergebnisse SCL >

Bild aus Sardinien: © SCL/YCCS / Francesco Nonnoi

Sensation – Platz 5 für Yacht Club Bregenz

Porto Cervo (ITA). Beim Showdown der besten Segelclubs Europas vor der Küste Sardiniens übertraf das Team vom Yacht Club Bregenz alle Erwartungen. Mit zwei Wettfahrtssiegen und einem zweiten Platz zeigte der YCB am Finaltag seine Stärke und kämpfte sich eindrucksvoll vom hinteren Tabellenfeld unter die Top 5. Nicht ganz nach Wunsch lief es bei den Landsleuten vom SCTWV Achensee, die sich am Ende mit Platz 23 zufrieden geben mussten. Den Sieg und damit den begehrten Pokal sicherte sich mit klarem Punktevorsprung der Deutsche Touring Yacht-Club.

180 Grad Wende zum Guten
Hieß es am Freitag zum Auftakt des Finales der Sailing Champions League noch für alle 32 teilnehmenden Clubs in Porto Cervo „no wind, no play“, forderte der gestrige Samstag mit insgesamt 20 Wettfahrten (5 pro Verein) den Teams alles ab. Die Bedingungen waren heikel, bei leichter Brise und kabbeligen Wellen wurden die taktischen Fähigkeiten und die Ausdauer der Crews auf die Probe gestellt. Und so konnten sich am Ende weder der Yacht Club Bregenz mit Platz 23 noch der SCTWV Achensee mit Platz 28 die erhofft gute Ausgangsposition für den heutigen Finaltag schaffen.

Doch bei erneut herausfordernden Bedingungen mit Leichtwind und abgehackten Wellen wendete sich heute das Blatt. Die Bregenzer mit Steuermann Max Trippolt starteten mit einem Wettfahrtssieg in den Tag, nur um im weiteren Verlauf souverän noch einen zweiten Platz und einen weiteren Wettfahrtssieg draufzulegen. Innerhalb von drei Wettfahrten machte der Yacht Club Bregenz damit nicht nur 18 Plätze gut, auch das selbst gesteckte Ziel der Top 10 war damit klar erreicht. Im Endklassement sicherten sich die Bregenzer Platz 5.

„Das was gestern an Taktik nicht geklappt hat, konnten wir heute bei gutem Speed optimal umsetzen. Wir haben nicht nur den nächsten, sondern gleich zwei Schritte vorausgedacht, das war entscheidend. Der Sieg in der ersten Wettfahrt hat den Knoten gelöst. Das war für uns der Beweis, dass wir trotz der starken Gegner an der Spitze mitfahren können. Ab da haben wir mit vollem Teamgeist um jeden Punkt gefightet. Es gab sehr viele Juryentscheidungen, jeder Fehler wurde geahndet, das war schwer, aber auch sehr fair. Wir sind sehr glücklich, dass wir nicht nur unser Ziel, die Top 10, mehr als erreicht haben, sondern uns in diesem extrem starken Starterfeld bewiesen haben und uns zu den besten Fünf zählen dürfen,“ resümiert Max Trippolt, Steuermann vom Yacht Club Bregenz.

Durchwachsen fiel das Fazit des zweiten österreichischen Clubs, dem SCTWV Achensee, aus.
„Zwei schwere Segeltage liegen hinter uns. Exzellente Gegner, eine perfekte Organisation und ein Ambiente der Extraklasse - die Champions League hat gehalten, was sie versprochen hat. Leider sind wir mit einem Frühstart und zwei schlechten Wettfahrten am Samstag denkbar ungünstig in das Event gestartet, doch die Stimmung im Team war trotzdem ausgezeichnet. Mit einem Wettfahrtsieg und drei weiteren Plätzen in der vorderen Hälfte am heutigen Tag ist uns schlussendlich ein deutlicher Sprung nach vorne und damit ein versöhnlicher Abschluss gelungen. Herzliche Gratulation an die Gewinner und an den Yacht Club Bregenz, der mit einem 5. Platz ein Spitzenergebnis eingefahren hat!“, so Stefan Warminger vom SCTWV Achensee. Mit Platz 23 konnten man sich gegenüber der Saison 2015 um drei Plätze verbessern.

Nach insgesamt 34 Wettfahrten in zwei Tagen sicherte sich der amtierende Deutsche Meister, der Deutsche Touring Yacht-Club, den Sieg der Champions League 2016 und darf nun die Trophäe für den „besten Segelclub Europas“ mit nach Hause nehmen. Auf Platz Zwei und Drei fanden sich mit dem Regattaclub Bodensee und dem Regattaclub Oberhofen, zwei Schweizer Clubs.

Einmal mehr zeigte das Champions League Finale, warum das Format so beliebt ist: schnelle Kurzstrecken-Rennen, die die Teams technisch fordern und gleichzeitig Spaß machen. Zudem konnte das Niveau gegenüber dem Vorjahr mit den 32 Top-Teams aus ganz Europa deutlich gesteigert werden.

Sämtliche Ergebnisse der SAILING CHAMPIONS LEAGUE 2016 im Überblick finden sie HIER. Bericht: Mag. Anna Sollereder.

Yachtclub Bregenz; Foto: © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi
SCTWV ACHENSEE, Foto: © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi
Flotte 2016, Foto: © SCL/YCCS/Francesco Nonnoi
BN / Bodensee-News gratuliert herzlich zu diesem tollen Erfolg des Yachtclub Bregenz. Den ausgezeichneten 2. Rang ersegelte sich der Regattaclub Bodensee vor dem punktgleichen Regattaclub Oberhofen - auch ihnen herzliche Gratulation.

Regattaclub Bodensee gewinnt die Swiss Sailing League 2016

An der Finalrunde der Swiss Sailing Super League in Zürich konnten dieses Wochenende nochmals 13 Regatten gesegelt werden. Der Sieg dieser Runde ging an den Thunersee Yachtclub vor der Société Nautique Rolloise und dem Regattaclub Oberhofen.

Dem Regattaclub Bodensee reichte der vierte Platz in der Finalrunde um sich den Gesamtsieg in der Schweizer Segel-Nationalliga 2016 zu sichern. Die Massimo Soriano, Lea Rüegg, Stephan Zurfluh und Jonathan Rutishauser durften den Swiss Sailing League Cup für den Regattaclub Bodensee, den Meister der Schweizer Segelclubs 2016 aus den Händen von Liga Präsident Patrick Zaugg und dem Vertreter des Swiss Sailing Zentralvorstandes Martin Strobel entgegennehmen. Auf dem zweiten Platz folge die Société Nautique de Genève for der Société Nautique Rolloise. Das Team aus Roll konnte dank ihres zweiten Platzes in der Finalrunde den Regattaclub Oberhofen noch überholen. Alle drei Clubs auf dem Podest gewinnen zusätzlich einen Startplatz an der internationalen Sailing Championsleague 2017. Rangliste >
Foto: © Felix Aeberli/SSL
BN / Bodensee-News gratuliert dem Regattaclub Bodensee zur Meisterschaft 2016 herzlich.

Interboot 2016: Neue Hallenaufteilung kommt an

Friedrichshafen – Mehr Ausstellungsfläche, mehr Boote, mehr Erlebnis, mehr Verkäufe – die 55. Interboot ging mit einem positiven Ergebnis zu Ende. 90 500 Besucher (2015: 90 700) heuerten in den vergangenen neun Tagen auf der internationalen Wassersport- Ausstellung an. 471 Aussteller aus 17 Nationen zeigten Neuheiten und Produkte der ganzen Bandbreite des Wassersports: „Die neue Hallenaufteilung mit einer zusätzlichen Halle mit Rundlauf wurde von Besuchern und Ausstellern sehr positiv angenommen und bewertet. Viele Aussteller meldeten uns zurück, dass dies die beste Veranstaltung seit 2008 für sie war“, erklärt Messechef Klaus Wellmann. Maritimes Flair erlebten die Besucher im Interboot-Hafen, wo 130 Boote getestet werden konnten. Zusätzlich verfolgten mehrere zehntausend Wassersport-Begeisterte die Shows an der Friedrichshafener Uferpromenade. Ebenfalls beliebt war die stehende Welle, die erstmals auf einer deutschen Wassersport-Messe dem Publikum das Indoor-Surfen ermöglichte. Mehr als 500 Anfänger und Fortgeschrittene schwangen sich aufs Brett.

Den Wassersport in all seinen Facetten – vom Motorboot, über das Segelboot bis hin zu Surfboards, Kanus und jeder Menge Zubehör – zelebrierte die Interboot auf dem Messegelände in Friedrichshafen. „Unsere neue Kampagne ‚Dein Moment‘ und die damit verbundenen Erweiterungen des Rahmenprogramms wie die stehende Welle oder unser neues Segel Kompetenz Center kamen bei Besuchern und Ausstellern sehr gut an. Unsere konzeptionellen Änderungen haben sich bewährt und wir sehen die Interboot gut aufgestellt und in gutem Fahrwasser. Unsere Aussteller haben über alle Sparten hinweg gut bis sehr gut verkauft“, freut sich Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Zufrieden zeigten sich auch die Aussteller: „Wir ziehen ein positives Fazit zur diesjährigen Messe. Insgesamt haben wir einige Abschlüsse machen können, das Ergebnis hat gestimmt.

Das neue Hallenkonzept finden wir sehr gut, der Rundlauf vergrößert die Messe vom Gefühl her noch zusätzlich. Dies bringt viel für die Messe, das haben uns auch unsere Kunden rückgemeldet“, bilanziert Bruno Hausammann, Geschäftsführer der Hausammann Caravans + Boote AG. Gute Bootsverkäufe bestätigt auch Mike Broemel, Sales Manager Bavaria Yachtbau GmbH: „Wir haben viele interessante Gespräche geführt und auch gute Verkäufe getätigt. Die Interboot 2016 war eine erfolgreiche Messe: Wir erwarten im Nachhinein noch diverse Geschäfte und haben unser Ziel quasi erreicht.“ Ähnlich positiv sieht dies Meik Lessig, Dufour Yachts: „Ich bin wie jedes Jahr mit der Interboot sehr zufrieden und für uns hat sie die Erwartungen übertroffen. Das erste Wochenende war sehr stark, während der Woche verzeichneten wir viele qualifizierte Gespräche und Besucher. Wir schauen jetzt in eine gute Messenachbereitung.“ Rolf Müller, Inhaber der Bootswerft Rolf Müller AG ergänzt: „Die Interboot war ein guter Erfolg und lief für uns besser als in den letzten Jahren. Im Allgemeinen ist die Kauffreudigkeit wieder größer, wir haben ein gutes Echo bekommen und sind zufrieden.“

Volles Programm bot auch der Interboot Hafen. Insbesondere am zweiten Wochenende bei sonnigem Spätsommerwetter war die Ausstellungsfläche direkt am Bodensee gut besucht und zehntausende Schaulustige säumten die Promenade, um die Wettfahrten der Liquid Quarter Mile zu verfolgen. „Seit es den Hafen gibt, sind wir dort mit einigen Booten vertreten, denn der Hafen ist für uns ein Punkt, der immer für die Interboot spricht. Viele Besucher melden uns zurück, dass unsere Boote zu schön sind, um sie im Wasser zu gebrauchen und deshalb ist es für uns wichtig, die Boote auch im See zu zeigen und erlebbar zu machen“, betont Markus Boesch, Mitglied der Geschäftsführung der Boesch Motorboote AG. Ausstellerstimmen >

Auf dem Messe-See testeten zahlreiche Wassersportfans Stand-Up Paddle-Boards, Wakeboards oder hissten auf dem Mini12er-Booten das erste Mal ihr Segel. Tricks auf dem Board zeigten die Teilnehmer des Wakeboard Wettbewerbs „Team up with a pro“. Die Profis Nico von Lerchenfeld, Yanneck Konda und Nadine Härtinger wählten am Freitag aus 19 Hobby-Boardern jeweils drei für ihr Team aus. Die Schützlinge traten am Sonntag beim Contest gegeneinander an. Wassersport-Erlebnisse verspricht die Interboot 2017 vom 23. September bis 1. Oktober. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de oder www.facebook.de/interboot. Bericht und Bilder: © Messe Friedrichshafen.

Sonntag, 25. September 2016

Der Thunersee Yachtclub übernimmt die Führung

Am Samstagmorgen lichtete sich der Nebel nur langsam über dem Zürichsee. Um 9.30 Uhr baute sich im Nebeldunst eine leichte Brise mit bis zu 8 Knoten Wind aus Westen auf. Kurz nach 10 Uhr erfolgte der erste Startschuss. Bis 13.00 Uhr konnten sechs Läufe bei optimalen Leichtwindverhältnissen und Sonnenschein gesegelt werden. Dem jungen Team vom Thunersee Yachtclub mit Skipper Patrick Zaugg lief es an diesem Morgen optimal. Mit zwei Laufsiegen und einem zweiten Platz eroberten sie sich die Führung im Zwischenklassement. Die Führenden vom Vortag, der Regattaclub Oberhofen und die Société Nautique Rolloise leisteten sich je einen Ausrutscher und mussten sich 5 bzw. 6 Punkte auf ihr Konto schreiben lassen. Für den gestern noch führenden Regattaclub Oberhofen wiegt der Ausrutscher schwer, läuft er doch nun Gefahr seinen Startplatz an der Sailing Championsleague an Rolle zu verlieren.

Der Regattaclub Bodensee und die Société Nautique de Genéve kamen am heutigen Tag ebenso nicht in Schwung und segelten mehrheitlich im Mittelfeld, auch wenn den Genfern noch ein Laufsieg gelang. Sie liegen in dieser Runde nun auf den Plätzen 4 (RCB) und 5 (SNG). Auf die Jahreswertung hat dies aber keine Auswirkungen. Weiterhin führen dort die St.Galler Segler vom RCB vor den Genfern (SNG).

Nach den schönen Regatten am Vormittag schlief der Wind zum Mittag hin ein. Nach einer ausgedehnten Mittagspause schien sich ein Südwind zu entwickeln, der allerdings schnell wieder zusammenbrach. Dann drehte der Wind auf Nord. Mit viel Mühe und vielen Drehern konnte mit diesem Wind noch die verflixte 13te Wettfahrt gesegelt werden, welche der Cercle Voile de Neuchâtel für sich entscheid. Anschliessend liess der Wind aber wegen Löchern und Drehern keine fairen Wettfahrten mehr zu.

Das Swiss Sailing League Finale ist mit den bislang gesegelten dreizehn Wettfahrten jedoch auf gutem Kurs und wir sind gespannt auf den heutigen Tag.

Die Rangliste der Finalrunde finden Sie im Anhang ebenso wie der Zwischenstand in der Jahreswertung. Bericht: Felix Somm.
Der Leader vom Thunersee, Foto: © ClaudiaSomm/SLL
Perfekte Leichwindbedinungen, Foto: © ClaudiaSomm/SLL

Samstag, 24. September 2016

Kommt der Schweizermeister vom Bodensee?

Der Regattaclub Oberhofen führt nach 6 Regatten das Finale der Swiss Sailing Super League an!

Der Zürichsee hat überrascht. Die Wetterprognosen verhiessen einen schönen aber windlosen Herbsttag und bei der Eröffnung war es auf dem See dann auch windstill. Kurz vor 15 Uhr spürte Wettfahrtleiter Rolf Frey den Wind und schickte die Flotte auf den See, wo sich ein schöner Südwestwind entwickelte der bis zu 8 Knoten Windgeschwindigkeit erreichte. Dieser erlaubte, dass eine Wettfahrt nach der anderen gestartet werden konnte. Bis 18 Uhr wurden 6 spannende Wettfahrten gesegelt.

Die Favoriten machten sofort klar, dass er Weg zum Sieg nur über sie führt. Mit zwei Laufsiegen liegt der Regattaclub Oberhofen mit Skipper Alain Stettler auf Rang 1. Punktegleich aber mit nur einem Laufsieg folgt die Société Nautique Rolloise auf Platz 2. Auf dem dritten Platz folgt der in der Gesamtwertung führende Regattaclub Bodensee aus St.Gallen. Die Verfolger um den Gesamtsieg in der Jahreswertung, die Société Nautique de Genéve fand nur langsam ins Rennen und liegen derzeit auf Platz 5. Nach zwei vierten Plätzen zeigten die Genfer in der sechsten Wettfahrt dann aber ihre Klasse und gewannen überlegen mit eine Vorsprung von 51 Sekunden auf das Team aus Rolle, welches dieses Rennen als Zweite beendete.

Der Kampf um den Finalsieg bleibt spannend. Alle Top Teams konnten Wettfahrten gewinnen. Die anspruchsvollen Windverhältnisse auf dem Zürichsee verlangen aber auch für die kommenden zwei Wettkampftage höchste Konzentration von den Teams. Schon ein kleiner Fehler entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Über unser Live Tracking (http://swiss-sailing-league.ch/race-tracking/ ) können die Regatten im Internet direkt mitverfolgt werden. Die heutigen Rennen sind als Wiederholung abrufen. Besonders spannend sind die Rennen direkt vom Race Village beim Lake Side Casino am Zürichhorn zu verfolgen. Auf dem Grossbildschirm können die Zuschauer das Tracking verfolgen und so jederzeit die aktuelle Platzierung, die Geschwindigkeit jedes Bootes und den Abstand zwischen den einzelnen Teams sehen. Parallel dazu sieht man die Regattaboote in Ufernähe im Wettkampf und natürlich hoffen die Teams auf engagierte Unterstützung durch die am Zürichhorn versammelten Fans.
Bericht: Felix Somm; Bilder: Claudia Somm.


Zwischenrangliste nach Tag 1 >

Freitag, 23. September 2016

Peter Gregor holt sich den Pokal der Feierabend-Serie

Mit beeindruckenden Zahlen wurde die diesjährige Serie von „Mittwochsregatten“ im Württembergischen Yacht-Club abgeschlossen. 17 solcher Feierabend-Wettfahrten wurden zwischen Mai und Ende August durchgeführt. 63 verschiedene Boote starteten insgesamt. Im Schnitt waren 29 Boote an jedem Mittwochabend auf dem See vor Friedrichshafen. Rund 1400 Seglerinnen und Segler aus dem WYC und den Nachbarvereinen machten bei diesen Wettfahrten mit.

Auch im 23sten Jahr ist die Mittwochsregatta bei den Seglern beliebt, weil alle auf ihre Kosten kommen: Erfahrene Regattierer frönen ihrem Hobby ohne Reiseaufwand, sportliche Fahrtensegler sowie Neulinge schnuppern Regattaluft und auch das WYC-Bundesligateam nutzt diesen wöchentlichen Event, um Handling und Material zu testen.

Bis auf zwei Langstrecken-Wettfahrten (die zweite Langstrecke war zugleich die Stadtmeisterschaft im Segeln) wurden alle Mittwochsregatten im Känguru-Verfahren gestartet: Das Boot mit dem geringsten Geschwindigkeits-Potenzial startet als erstes, das schnellste Boot zuletzt. Nutzen alle Segler das Potenzial ihres Bootes optimal, so müssten sie zur vereinbarten Zielzeit (jeweils um 20.15 Uhr) gleichauf sein. Das sind sie natürlich seltenst – und so schreibt jede Crew auf, welches Boot vor und hinter ihr gerade war. An Land werden die Zettel sortiert und schon steht jeden Mittwochabend die Ergebnisliste.

Um in die Jahreswertung zu kommen, genügen fünf Teilnahmen – respektive die besten fünf Ergebnisse. 38 Boote hatten diese fünf Ergebnisse in die Wertung einbringen können, obwohl die Monate Mai und Juni ziemlich verregnet waren. Die Saison 2016 verbuchte keine nennenswerten Schäden an Teilnehmer und Material. Einzig ein Seezeichen wurde verbogen, weil Strömung in diesem Bereich bei Flaute ein Schiff auf selbiges drückte. Mittwochsregatten wie in Friedrichshafen haben sich auch rund um den See etabliert, doch kein Verein kommt gleich auf 17 solcher Wettfahrten.

Zur Siegerehrung, einem beliebten Abschluss dieser Serie, waren über 50 Teilnehmer ins WYC-Clubhaus am Hafen gekommen. Für viele gab es neben den Siegerpokalen zahlreiche Sonderpreise, die von der Interboot, Marinesport Kösling und Pfeiffer-Segel in Meersburg gestiftet waren. Präsident Oswald Freivogel, der die Siegerehrung vornahm, dankte bei dieser Gelegenheit dem kompletten Regattateam und den Helfern für ihr Engagement bei dieser Regattaserie. Bericht: Max Rieger, WYC.

Jahreswertung Mittwochsregatta 2016:
(38 Boote haben an mindestens fünf Mittwochsregatten teilgenommen)

1. Peter Gregor mit der Dehler 28 „Pemanini“ (WYC)
2. Philip Wieland mit dem 45 qm Nationalen Kreuzer „Argo“ (WYC)
3. Willi Egger mit dem 806er „Strahl“ (WYC)
4. Walter Müller mit der Nissen 42 „Scylla“ (WYC)
5. Peter Veit mit der Diamant 3000 „Voila !“ (ESC)
6. Fam. Rütten mit der M1 „Erpel“ (WYC)
7. Gabriele Oberhanss-Decker u.a. mit der J80 „Anima Due“ (WYC)
8. Klaus Vonbach mit der Dynamic „Fun No. 1“ (WYC
... Rangliste >

Seit 22 Jahren begehrt: Der Pokal für die Mittwochsregatten des Württembergischen Yacht-Clubs. 2016 hat ihn wieder einmal Peter Gregor mit der Dehler 28 „Pemanini“ gewonnen.
Foto: © Ben Decker

Team Hazel gewinnt den Blu26 Cup Bayern

Alle Teams trafen sich am Freitag - nach einer Trainingssession am Nachmittag - im Bräustüberl in Tegernsee für mindestens ein gemeinsames Bier und ein typisch bayrisches Abendessen. Gekleidet in Lederhosen und Dirndl und guter Stimmung wurde der Start des diesjährigen Bayern Cups (und Oktoberfest) ausgiebig gefeiert.

Für das Wochenende haben sich 14 Boote mit Mannschaft gemeldet. Neu dabei war ein Team um Wolfgang Nemetz vom Wolfgangsee/AUT und eine Team um Petra Brendle vom Bodensee/GER. Bei dieser grossen Flotte konnte im Voraus ein spannender Wettkampf erwartet werden. Nach der offiziellen Begrüssung und dem Skippersmeeting machten sich die Teams segelbereit. Da es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, war der Regen soweit auch kein Problem.

Kurz nach Mittag konnte die erste Wettfahrt gestartet werden. Die Bedingungen waren nicht einfach. Bei schönen 2-3 Beaufort forderten die Winddreher volle Konzentration. Der erste Lauf über 3 Runden und einer Laufzeit von 57’ konnte das Team Hazel für sich entscheiden.

Leider wurde das Wetter nicht besser und der von SO nach SW drehende Wind erlaubte der Wettfahrtleitung nicht, gleich anschliessend eine zweite Wettfahrt zu starten. Eine Startverschiebung musste signalisiert werden. Diese Pause wurde genutzt um sich im Restaurant Seepferdchen aufzuwärmen und mit einem etwas verspäteten Mittagessen zu stärken.

Gegen 16 Uhr wurde das Signal zum Auslaufen gegeben. Bei einer Windstärke von 3 Beauforts wurde der zweite Lauf der Regatta ausgetragen, wieder über 3 Runden und herrlichen Segelbedingungen, welche ebenfalls Team Hazel für sich entschied. Die dritte Wettfahrt musste wegen den sich stark ändernden Windverhältnissen nach der ersten Luvtonne abgeschossen werden.

Am Abend traf man sich wieder bei ausgelassener Stimmung zum gemeinsamen Abendessen im Yacht Club. Der Sonntag kündigte sich mit vereinzelten Sonnenstrahlen an. Jedoch hatte der Wind stark nachgelassen. An diesem Tag konnte leider keine weitere Wettfahrt durchgeführt werden. Pünktlich zum Auswassern und der Siegerehrung erhöhte sich wieder die Luftfeuchtigkeit... Wir können auf ein leider verregnetes, aber trotzdem gelungenes Wochenende zurückblicken.

Herzlichen Dank an das Herzogliche Bayerische Brauhaus Tegernsee und den weiteren Preissponsoren für die tollen Preise, an die Wettfahrtleitung um Wolfgang Kordes, der Jury um Uli Gasch, dem Sailingcenter mit Stefan Eder, dem Präsidenten des YCBW Peter Kathan und allen Beteiligten, die einen tollen Event auf die Beine gestellt haben.

Der nächste Event ist der Saisonabschluss mit dem Blu26 Cup Zürich am 01/02 Oktober 2016.

Rangliste > 
Bild: © Sailingcenter & Andreas Leder; weitere Bilder >

Blick auf das zweite Interboot-Wochenende

Noch bis Sonntag, 25. September, kann in acht Messehallen die ganze Bandbreite des Wassersports erlebt werden.

Die Interboot ist noch bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Bus-Shuttles verkehren zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Sailing Champions League – Showdown in Sardinien

Zwei österreichische Teams im Kampf um Europas Krone.

Von 23. bis 25. September wird Porto Cervo (ITA) wieder das große Finale der Sailing Champions League hosten. Unter Europas Top-Segelclubs rittern auch zwei österreichische Teams um die begehrte Silber - Trophäe. Neben dem amtierenden Österreichischen Meister Yacht Club Bregenz qualifizierte sich der SCTWV Achensee über den CL-Event in St. Petersburg Ende August ebenfalls für das Finale. Insgesamt 32 Teams aus 12 Nationen gehen an diesem Wochenende an der Costa Smeralda an den Start.
Österreichischen Segel-Bundesliga run by SAP am Neusiedlersee, Foto © SBL/David Pichler
Ziel Top-Ten
Für Max Trippolt und seine Crew vom Yacht Club Bregenz ist es bereits die dritte Saison in der Sailing Champions League. Nach einer Wild-Card im Jahr 2014 reisten die Bregenzer letztes Jahr und auch heuer als amtierende Österreichische Meister nach Italien. Das Revier vor der Costa Smeralda ist damit kein neues für YCB-Steuermann Max und sein eingespieltes Team mit Lukas Mähr, Hanno Sohm und Benedikt Höss.

Trotzdem zeigt sich Trippolt zurückhaltend:
„Laut Wettervorhersage sind für das Wochenende thermische Winde prognostiziert, was am Wasser relativ große Wellen bedeutet. Naturgemäß können wir bei solchen Bedingungen mit unserem Bodensee als Flachwasserrevier auf wenig Erfahrung mit der J/70 zurückgreifen. Wir werden das Hauptaugenmerk auf den Start und gute Bojenmanöver legen, dies wird für den Wettfahrtsverlauf entscheidend sein.“

Es wird also keine leichte Aufgabe sein, den 8. Platz vom letzten Jahr zu verteidigen, ist man sich bei den Bregenzern bewusst: „Das Startfeld ist gegenüber 2015 größer und stärker geworden. Wie auch bei der Segel-Bundesliga hat sich die Konkurrenz gesteigert. Zudem fehlt uns heuer auch ein bisschen die Trainingspraxis auf der J/70. Lukas Mähr konnte verletzungsbedingt erst vor zwei Tagen das erste Mal wieder mit uns aufs Boot steigen. Da haben wir bei schönem Wind unsere einzige Trainingseinheit zu Viert absolviert.“

Nichtsdestotrotz blickt Max Trippolt positiv in Richtung erste Wettfahrten: „Wir sind voll motiviert und peilen definitiv wieder einen Top-Ten-Platz an!“

Insgesamt 32 Teams aus 12 Nationen, darunter Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien und Schweden gehen an diesem Wochenende vor Porto Cervo auf die Jagd. Das Startfeld setzt sich aus den jeweiligen Meistern 2015 aus den nationalen Ligen sowie den besten Mannschaften aus der CL-Vorrunde in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Teams können auf die Unterstützung durch Top-Segler verschiedener olympischer Klassen setzen.

Olympiareife Verstärkung
So auch das zweite österreichische Team, das in Sardinien an den Start geht. Der SCTWV Achensee, seines Zeichen auch frischgebackener Österreichischer Vizemeister 2016 , holte beim Qualifikationsevent in St. Petersburg Ende August den hervorragenden sechsten Platz und sicherte sich damit die Teilnahme am Finale in Porto Cervo. Dafür hat sich das Team rund um Steuermann Michael Meister mit Nico Delle Karth einen vierfachen Olympiateilnehmer an Bord geholt.

"Wir haben mittlerweile das für uns etwas enttäuschende SBL Finale in Bregenz verdaut und freuen uns jetzt auf ein tolles Champions League Finale in Porto Cervo. Im Unterschied zu Bregenz werden Stefan Warminger und ich durch Nico Delle Karth als Taktiker und Thomas Warminger am Vorschiff verstärkt. Speziell das Engagement von Nico freut uns sehr. Wir wollen die Möglichkeit nutzen von seiner umfassenden seglerischen Erfahrung sowohl hier in Porto Cervo als auch für unsere zukünftige seglerische Entwicklung zu profitieren,“ so Simon Meister über die Erwartungshaltung für Sardinien.

Die Sailing Champions League live erleben
Gejagter an diesem Wochenende ist Titelverteidiger „Royal Norwegian Yacht Club“, der sich beim Finale 2015 mit sieben Siegen in 10 Wettfahrten überlegen die Trophäe sicherte.

Gesegelt wird auf der Einheitsbootsklasse J/70, die der Yacht Club Costa Smeralda zur Verfügung stellt.
Die kurzen, schnellen Fleetraces sind von Freitag bis Sonntag angesetzt, heute Donnerstag stand für die Teams noch ein Trainingstag am Programm, um sich mit der renommierten Regattastrecke vor Porto Cervo vertraut zu machen.

SAP ist nicht nur Partner und Hauptsponsor der heimischen Segel-Bundesliga, sondern auch der Sailing Champions League. Der Startschuss für das erste Rennen ist für Freitag 11.30 Uhr geplant, die gesamte Regatta wird über SAP Sailing Analytics getracked und kann auf https://scl2016.sapsailing.com live mitverfolgt werden.
Bericht: Mag. Anna Sollereder SBL.

Alle Informationen und Ergebnisse auch unter sailing-championsleague.com

Sailing Champions League 23. – 25. September 2016
Yacht Club Smeralda, Porto Cervo, Italien

Aktuelle Startliste
Austria - SCTWV Achensee
Austria - Yacht Club Bregenz
Denmark - Skovshoved Sejlklub
Denmark - Hellerup Sejlklub
Finland - Wasa Segelförening
France - Centre de Voile de Saint Quentin
Germany - Berliner Yacht-Club
Germany - Deutscher Touring Yacht-Club
Germany - Münchner Yacht-Club
Germany - Norddeutscher Regatta Verein
Great Britain - Hayling Island Sailing Club
Italy - Club Canottieri Roggero Di Lauria
Italy - Società Velica di Barcola e Grignano
Italy - Yacht Club Costa Smeralda
Italy - Yacht Club Adriaco
Norway - Åsgårdstrand Seilforening
Norway - Arendals Seilforening
Norway - Royal Norwegian Yacht Club
Poland - Yacht Club Sopot
Russia - St. Petersburg Yacht Club
Russia - Yacht Club Navigator
Sweden - Halmstad Segelsällskapet
Sweden - Värmdö Jolleseglare
Switzerland - Regattaclub Bodensee
Switzerland - Regatta Club Oberhofen
Switzerland - Société Nautique de Genève
The Netherlands - RR & ZV Maas en Roer
The Netherlands - WV Uitdam

Mittwoch, 21. September 2016

Genfersee oder Bodensee?

Showdown am Zürichhorn: Genfersee oder Bodensee - wohin geht der Cup für den besten Schweizer Segelclub?

Mit hauchdünnen zwei Punkten Vorsprung auf die Société Nautique de Genève geht der Regattaclub Bodensee in die Finalrunde der Schweizer Segel-Nationalliga, welche vom 23. bis 25. September beim Zürcher Segel Club stattfindet. Um die Führung zu erobern, müssen die Genfer in der Finalrunde mindestens drei Plätze vor dem St.Galler Regattaclub Bodensee klassiert sein. Die Genfer haben sich für diese Mission u.a. das Nachwuchstalent Guillaume Rigot ins Boot geholt. Rigot gehört auch zum Schweizer Team Tilt, welches nächstes Jahr am Youth America’s Cup teilnimmt.

Um Platz 3 kämpft der Titelverteidiger Regattaclub Oberhofen (Thunersee) mit dem erfahrenen Match Race Segler Alain Stettler als Steuermann gegen die nachdrängenden Segler der Société Nautique Rolloise und des Yachtclubs Bielersee. Beim Yachtclub Bielersee sitzt mit Lorenz Müller ein weiterer Spitzen-Match-Race-Segler am Ruder. Beim Thunersee Yachtclub steuert Patrick Zaugg, der gerade eben Europameister in der Melges24 Bootsklasse geworden ist. Spannende Segelduelle zwischen den besten Seglern der Schweiz und den besten Schweizer Segelclubs sind also garantiert.

Sportinteressierte können die Regatten im Race Village am Zürichhorn mitverfolgen. Die Regatten werden dort auf einem Grossbildschirm live übertragen. Genauso können sich Interessierte die Regatten live auf’s Smartphone, Tablet oder den Computer holen. Neu gibt es einen interaktiven Chat direkt mit dem Startschiff und den anderen Zuschauern. So sind die Zuschauer interaktiv mit in die Regatten eingebunden -> http://swiss-sailing-league.ch/race-tracking/

Die Swiss Sailing Super League wurde dieses Jahr über fünf Spielrunden ausgetragen. Locarno, Neuenburg, Genf, Kreuzlingen waren die bisherigen Austragungsorte, und nun folgt das Finale in Zürich. Die zwölf Clubs der obersten Schweizer Segel-Nationalliga mussten sich mit den unterschiedlichsten Wind- und Wetterbedingungen auseinandersetzen - Flaute und Sturmböen, Wellen und Strömung, Regen und Sonnenschein. Am Saisonfinale in Zürich wird nun der beste Segelclub der Schweiz gekürt. Der Club, der über die ganze Saison die beste Leistung gezeigt hat, kann den begehrten Swiss Sailing League Cup für ein Jahr mit nach Hause nehmen. Die drei Topplatzierten der Swiss Sailing Super League werden die Schweiz zudem im kommenden Jahr an der Sailing Champions League repräsentieren.

Die drei letztplatzierten Clubs hingegen steigen in die zweite Liga, die Swiss Sailing Challenge League, ab und werden durch die Seglervereinigung Kreuzlingen, BT La Neuveville und den Zürcher Yachtclub ersetzt, welche das Podest der Sailing Challenge League 2016 gebildet und sich damit für die Super League 2017 qualifiziert haben.
Bericht: Felix Somm, SSL.
Foto: © Claudia Somm /SSL

Dienstag, 20. September 2016

Finale der SAILING Champions League auf Sardinien

Am Freitag starten die 32 besten Segelclubs Europas im Finale der SAILING Champions League in Porto Cervo/Sardinien. Es geht um die begehrte Silberschale von Robbe & Berking und den Titel des besten Segelclub Europas.

An der Costa Smeralda kommt es an diesem Wochenende erneut zum Stelldichein der besten Segelclubs Europas. Unter anderem aus Finnland, Italien, Großbritannien, Russland, Dänemark, Schweden und Deutschland kommen die 32 Clubs nach Sardinien, um dem amtierenden Champion, dem Königlich Norwegischen Yacht-Club, den Titel streitig zu machen.

Für das große Finale auf Sardinien haben sich die Sieger der nationalen Segel-Ligen qualifiziert sowie die besten Vereine aus der Vorrunde in St. Petersburg vor knapp vier Wochen (Act 1). Vier deutsche Clubs haben sich ebenfalls für das Finale qualifiziert: Der Deutsche Touring Yacht-Club als amtierender Deutscher Meister, der Berliner Yacht-Club, der Norddeutsche Regatta Verein und der Münchner Yacht-Club.

Zahlreiche Top-Segler aus verschiedenen olympischen und internationalen Klassen besetzen die Wettkampfboote in diesem international beachteten Wettkampf um die europäische Meisterschale. Darunter z.B. Petter Mørland Pedersen (Arendals Seilforening, Norwegen) vierter Platz bei den Olympischen Spielen in London 2012 im Starboot, Bo Petersen (Hellerup Yachtclub, Dänemark) Europameister im Dinghy 2016 oder Konrad Floryan (Hellerup Sejlklub, Dänemark) Weltmeister im Yngling 2015.

Der Startschuss für das erste Rennen fällt Freitag um 10.00 Uhr. Alle Wettfahrten inklusive der Ergebnisse können im SAP Live Center unter scl2016.sapsailing.com verfolgt werden. Am Samstag und Sonntag startet die Live-Berichterstattung jeweils um 12.00 Uhr. Die Rennen live und alle weiteren Informationen auf sailing-championsleague.com.
Bericht: Sophie-Karolin Wehner, SAILING Champions League.

Toni Wilhelm begeistert in Seemoos empfangen

Olympia-Surfer des WYC steigt nach Auszeichnung aufs Liga-Segeln um.

Begeistert empfangen wurde Toni Wilhelm am Freitagabend im Württembergischen Yacht-Club. Bis auf den letzten Stehplatz war das Clubhaus in Seemoos gefüllt, als WYC-Präsident Oswald Freivogel im Beisein auch von zahlreichen Vertretern von Stadt und Verbänden den Olympia-Surfer mit der „Großen Sportehrennadel mit Brillant“ auszeichnete.

„Bei Rückkehr Party“ hatte Freivogel schon bei der Verabschiedung des Olympioniken Anfang Juli versprochen. Doch nur Party würde der Leistung des Surfers, der in Rio Rang sechs unter 36 Teilnehmern aus ebenso vielen Ländern erreichte, nicht gerecht. „In Deutschland werden im Vergleich zu anderen Ländern solche Leistungen nur unzureichend gewürdigt“, sagte Freivogel. Nur das Podium zähle. „Die meisten Leute können sich kein Bild machen, was für eine Anstrengung und Willensstärke eine solche Karriere erfordert.“ Toni Wilhelm habe den WYC würdig in der Welt vertreten. Die Ehrung mit der Sportehrennadel erfolge nicht nur für diese Olympiateilnahme, sondern für „eine fast zwei Jahrzehnte andauernde Karriere mit drei Olympia-Teilnahmen und in Würdigung eines stets fairen Sportlers“, betonte der WYC-Präsident, der dem Athleten die Ehrennadel ans blütenweiße (und werbefreie) Hemd ansteckte.

Doch trotz des erklärten Rücktritts Wilhelms vom olympischen Surfen (hinter dem er aber ein kleines Fragezeichen hat stehen lassen) wird er künftig wohl auf größeren Segelbooten aktiv sein. Klaus Diesch, der Bundesliga-Teammanager des WYC, überreichte Wilhelm freudestrahlend die Liga-Teamkleidung des Vereins und nahm ihn im Vereinskader auf. Am 8. Oktober wird Toni Wilhelm dann zum ersten Mal mit dieser Mannschaft segeln, wenn sie zum Finale bei der Bodenseemeisterschaft in Überlingen antreten wird. Bei dieser Regattaserie wird mit den gleichen Booten wie in der Liga gesegelt, zahlreiche Liga-Teams vom Bodensee und auch aus Nachbarländern nutzen diese Events als Intensiv-Training.

Der Breitensport brauche Idole und Vorbilder, die andere mitnehmen und begeistern, lobte Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand. Er hob die Rolle Wilhelms als Botschafter der Stadt und des WYC in der Welt hervor. Dass er künftig für den Häfler Club auch in der Liga segeln will, freute das Stadtoberhaupt ganz besonders. Er lud Toni Wilhelm mit seiner Partnerin zu einem Zeppelinflug über das Heimatrevier ein.

Andreas Lochbrunner, Präsident des Deutschen Segler-Verbands, stellte die Willensstärke Toni Wilhelms heraus, der in Rio auch krank und geschwächt nicht aufgegeben habe.

„Du hast gezeigt, dass du ein großer Kämpfer bist, der immer wieder aufsteht“, sagte Lochbrunner mit Blick auf die nicht immer verletzungsfrei verlaufene Karriere des Surfers. Auch Reinhard Heinl, Vorsitzender des Landes-Segler-Verbands, reihte sich in die Schar der Gratulanten ein und fragte selbstkritisch, ob die Verbände genug tun, „um der ‚Randsportart Segeln’ den richtigen Stellenwert zu geben“.

Tief berührt von all dem Lob und den Reden zeigte sich die Hauptperson des Abends, Toni Wilhelm. Er dankte vor allem Eckart Diesch, dass ihn dieser vor etlichen Jahren als damaliger WYC-Präsident mit offenen Armen im Club aufgenommen habe. Oswald Freivogel habe die Förderung mit viel Herzblut im aktuellen Jahr fortgeführt. Materielle Unterstützung sei wichtig, so Wilhelm, aber ausschlaggebend sei in vielen Situationen die freundschaftliche und moralische Unterstützung, die er vom WYC bekommen habe. Er fühle sich hier zu Hause und freute sich, dass er in die Liga-Mannschaft aufgenommen wurde. Als Zeichen des Dankes überreichte er dem WYC die Originale der olympischen Urkunden (die es für die ersten sechs Plätze gibt) aus London und Rio.

Die anschließende Party mit Musik und Tanz habe in den früheren Morgenstunden nur deswegen ein Ende gefunden, weil sich einige der Hauptakteure noch zur Eröffnung der Interboot auffrischen mussten. Bericht: Max Rieger, WYC.
Bis auf den letzten Stehplatz war das Clubhaus des Württembergischen Yacht-Club in Seemoos gefüllt, als Präsident Oswald Freivogel (rechts) Olympia-Surfer Toni Wilhelm mit der „Großen Sportehrennadel mit Brillant“ auszeichnete. Nach zwei Jahrzehnten auf dem Surfbrett wird Wilhelm künftig dem Team des WYC in der Segel-Bundesliga angehören. Foto: Ben Decker / WYC

Alle „Fünfe“ bei der „Interboot-Trophy“ des WYC

Wieder einmal ausreichend Wind gab es bei der zwölften „Interboot-Trophy“ des Württembergischen Yacht-Clubs in Kooperation mit der Friedrichshafener Wassersportmesse an diesem Wochenende (17. und 18. September 2016). Bei rund zwei Windstärken und wechselhaftem Wetter gelang es Wettfahrtleiterin Alexa Schaufler, fünf Rennen für alle fünf Klassen durchzubringen.

Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß kam persönlich zur Siegerehrung ins Clubhaus des WYC am Hafen, um die von der Messe gestifteten Preise (Gutscheine im Wert von 25 bis 100 Euro für die jeweils ersten drei Plätze) zu übereichen. Die Sieger waren: Jonathan Koch (BYC Überlingen) im Laser Standard, Luca Mayer (Konstanzer YC) im Laser Radial, Julian Hoffmann (SC Alpsee Immenstadt) im Laser 4.7 (das kleinster Segler in der Laser-Reihe), Alfred Sulger (SV Dingelsdorf) im Contender und Anica Rimmele (YC Immenstaad) in der Europe. Die besten Ergebnisse für den WYC holten Klaus Diesch als Zweiter im Laser Standard und Amelie Zartl als Dritte im Laser-Radial.

Schon am Samstag wehte unter noch bedecktem Himmel ein leichter Westwind, mit dem Alexa Schaufler (mit 19 Jahren die jüngste Wettfahrtleiterin des WYC) gleich nach der Steuermannsbesprechung die Segler auf die Bahn unmittelbar vor dem WYC-Hafen in der Stadt schickte. „Die Europes und die Laser waren schon sehr nah an der Startlinie, so dass ich nachher die „black flag“ gezogen habe“, erklärte sie, warum sie nach dem ersten Startversuch mit verschärften Startregeln operierte. Vorher musste sie doch einige Frühstarter disqualifizieren. Bei den Europes traf es gleich drei Voreilige auf einmal – dann war das Drängeln an der Linie vorbei. Denn bei fünf Starts nacheinander auf einer Bahn ist Disziplin erforderlich.

Je mehr die Sonne am Samstag heraus kam, um so weniger wurde der Wind. Nach einer Pause an Land frischte es dann noch einmal aus Süd ein wenig auf: Die nächsten Wettfahrten wurden gesegelt. Nur für die kleineren Laser 4.7 und Radial reichte es nicht ganz. Alle anderen Klassen hatten abends vier Wettfahrten absolviert. Als gegen 17.30 Uhr eine Gewitterfront aufzog, kürzte Alexa Schaufler den Lauf ab und hatte rechtzeitig alle Rennen beendet.

Auch am Sonntag wehte wieder schöner Westwind. Bei zwei bis drei Windstärken wurden gleich die noch ausstehenden Wettfahrten gestartet, bis alle Klassen die geplanten fünf Läufe gesegelt hatten. „Regen und kalt, aber schöner Wind“, fasste Schaufler den Sonntag zusammen. Nach der Siegerehrung, die schon um 13 Uhr erfolgen konnte, waren alle Segler von der Messe auf die Interboot eingeladen.

Am Start waren insgesamt 69 Segler – ein paar hatten wohl angesichts der herbstlichen Verhältnisse kurzfristig auf ihre Teilnahme verzichtet, dafür aber eine schöne Regatta mit schönem Wind verpasst. Bericht: Max Rieger, WYC.

Ergebnisse:
Laser Standard >
Laser Radial >
Laser 4.7 >
Contender >
Europe >
Dunkle Wolken bringen Wind: Laser bei der Interboot-Trophy 2016 des Württembergischen Yacht-Clubs.
Foto: Ben Decker / WYC
Die Contender-Flotte der Interboot-Trophy 2016 vor der Stadt-Silhouette.
Foto: Ben Decker / WYC
Annica Rimmele (YCI) beherrschte ihre Konkurrenz in der Europe-Klasse bei der Interboot-Trophy 2016 des Württembergischen Yacht-Clubs nach Belieben. Foto: Ben Decker / WYC
Siegerehrung der Interboot-Trophy 2016: Die besten Segler aller fünf Klassen, von links Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß, Annica Rimmele (Europe), Alfred Sulger (Contender), Julian Hoffmann (Laser 4.7), Luca Mayer (Laser Radial), Jonathan Koch (Laser Standard) und Wettfahrtleiterin Alexa Schaufler (WYC). Foto: Ben Decker / WYC

WYC segelt in Kiel nur auf Rang 16

Der fünfte „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga 2016 (16. bis 18. September) auf der Ostsee in Kiel stand für den Württembergischen Yacht-Club unter keinem günstigen Stern. Das Team Yannick Hafner, Dennis und Kevin Mehlig sowie Christian Severens kam nur auf Rang 16.

Bei leichten, vor allem aber drehenden Winden auf der Kieler Innenförde wurde diesmal das volle Programm von 15 Wettfahrten pro Team plus zwei Finalrennen absolviert. Zu sehen waren viele sehr enge Wettfahrten. Wer nicht vom Start weg in Führung lag und das Feld der jeweils sechs Boote starken Flotte kontrollierte, hatte es schwer. Die Positionen zwei bis sechs wechselten in manchem Rennen so schnell wie die Windrichtung, die oft um 20, aber auch mal um 40 Grad schwankte. „Wir sind nicht so gut in den Event reingekommen. Das war dann wie eine Hypothek“, blickte Christian Severens zurück. „Da fahren alle top – und dann kommt es auf die taktischen Finessen an. Da waren wir offenbar nicht so drauf wie die anderen.“ Nur ein Sieg und drei zweite Plätze waren für das WYC-Team zu wenig, um wie erhofft in der vorderen Hälfte mitzumischen. In der Gesamt-Tabelle rutscht der WYC auf Rang acht zurück. ‎„Wir müssen zu Hause noch einmal gemeinsam analysieren, was nicht gut gelaufen ist“, kommentierte Teammanager Klaus Diesch das magere Ergebnis. „Wichtig für Hamburg ist es, dort den jetzigen Gesamtplatz abzusichern“, blickte er bereits auf den letzten Liga-Event Ende Oktober voraus.

Den Sieg in Kiel holte sich der amtierende Meister, der DTYC aus Tutzing am Starnberger See. Mit einer vor allem zum Schluss aufsteigenden Leistung konnte der DTYC den diesmal starken NRV aus Hamburg doch noch auf Rang zwei verweisen und baute zudem die Führung in der Tabelle aus.
Bericht: Max Rieger, WYC.
Lief es für das WYC-Team mit Yannick Hafner, Christian Severens, Kevin und Dennis Mehlig vor vier Wochen in Berlin noch prächtig, so kam das Quartett beim fünften Event der Segel-Bundesliga in Kiel nur auf Rang 16. Foto: Lars Wehrmann DSBL

Montag, 19. September 2016

Letzte Optiliga Regatta 2016 in Allensbach

Am Samstag fand die letzte Regatta zur Optiliga 2016 in Allensbach statt. Nach kurzem warten setzte ein schöner Westwind mit 2-3 bft ein. Für die Jollensegler Reichenau gingen 4 Optis an den Start. Amelie Wehrle konnte sich mit einem 4. und 3. Platz sehr gut in dem Feld mit 32 Optis behaupten.

Hannes Wehrle punktete an seiner 2. Regatta überhaupt mit den Plätzen 6 und 10. und war damit als jüngster Teilnehmer mehr als erfolgreich. Julia Keller und Linda Schäfler segelten ebenfalls konstant unter den ersten 10.

Gesamt Ergebnis aus Jollensegler Sicht:
4. Platz Amelie Wehrle
6. Platz Julia Keller
7. Platz Hannes Wehrle
13. Platz Linda Schäfler
Letzte Optiliga Regatta 2016 in Allensbach
Gratulation an Xaver Winterhalter von den Jollenseglern Reichenau zum Vize Meister der Optiliga Untersee 2016 !

Der Kampf um den Meistertitel geht weiter

Heiße Zweikämpfe, knappe Abstände und Segelbedingungen vom Feinsten, das war die Deutsche Segel-Bundesliga dieses Wochenende in Kiel. In der 1. Liga gewinnt der Deutsche Touring Yacht-Club vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club. Das Buhlen um den Meistertitel geht damit in die nächste Runde, denn es ist noch alles offen. Für die 2. Liga brachte Kiel bereits die Saison-Entscheidung: Die Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen", der Hamburger Segel-Club und der Schweriner Yacht-Club steigen direkt auf und segeln damit 2017 in der 1. Segel-Bundesliga.

1. Segel-Bundesliga (Leaderboard >)
Die Erstligisten lieferten sich in Kiel wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erneut zeigte der Deutsche Touring Yacht-Club seinen Verfolgern, wo der Hammer hängt. Das Team um Julian Stückl, Patrick Follmann, Jonas Vogt und Luis Tarabochia präsentierte sich gewohnt (nerven-) stark und überzeugte mit konstanten Leistungen und einem kühlen Kopf. Er gewinnt vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club.

„Wir sind super happy, dass es hier in Kiel wieder geklappt hat, denn es sah zwischenzeitlich nicht so aus. Wir haben ein großes starkes Team aus dem wir schöpfen können und sind vielleicht auch deshalb so stark“, so Jonas Vogt vom Deutschen Touring Yacht-Club.

Der Lindauer Segler-Club (aktuell Tabellendritter) schwächelte in Kiel und belegte nur Platz 14. In Sachen Meistertitel ist weiterhin alles offen, denn der Tabellenerste, der Deutsche Touring Yacht-Club, bleibt für seine Verfolger weiterhin einholbar (elf Punkte Vorsprung zu Platz zwei). Das verspricht ein Finale mit Nervenkitzel.

„Es ist ein gutes Signal für den Segelsport, dass mit der Deutschen Segel-Bundesliga ein weiterer Segelwettbewerb nach Kiel und dieses Mal sogar direkt in die Stadt geholt werden konnte. Wir freuen uns über das gute Abschneiden der Norddeutschen Clubs und würden es begrüßen wenn demnächst vielleicht einer dieser Clubs auf dem Podium steht“, so Minister für Inneres und Bundesangelegenheiten Stefan Studt. Der Lokalmatador, der Kieler Yacht-Club, belegt Platz sechs.

2. Segel-Bundesliga (Leaderboard >)
Es lag Hochspannung in der Luft. Denn es war das alles entscheidende Wochenende für die 2. Segel-Bundesliga. Die Tabelle war dermaßen eng, dass jeder Punkt zählte. Am Ende entschied die Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" das Wochenende haushoch für sich. Das Team um Gordon Nickel, Morten Nickel, Thomas Dehler und Nick Schlomka gewinnt in Kiel.

„Wir sind überglücklich, dass wir den direkten Aufstieg zurück in die 1. Liga gepackt haben. Wir hatten einfach einen guten Rhythmus hier in Kiel. Gepaart mit der guten Laune an Bord lief es einfach optimal“, so Gordon Nickel, Steuermann Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen".

Der große Showdown um den Meistertitel findet in gut einem Monat (27. bis 29. Oktober) in Hamburg auf der Außenalster statt. Bericht: Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

BN: Bodenseeclubs im Hintertreffen, einzig in der 2. Liga konnte sich der Konstanzer Yachtclub auf dem 7. Platz klassieren!
Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen" © DSBL/Lars Wehrmann
Kieler Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Deutscher Touring Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Flotte 1. Segel-Bundesliga © DSBL/Lars Wehrmann
Flotte 1. Segel-Bundesliga © DSBL/Lars Wehrmann

Neun Wettfahrten und kein Regen

Einen sportlich anspruchsvollen DEUTSCHE BANK EUROCUP und Lacustre Bodenseemeisterschaft der Lacustre-Klasse hat am Wochenende der Lindauer Segler-Club ausgetragen. „Insgesamt hatten wir neun Läufe,“ meinte Wettfahrtleiter Stefan Latzel. „Das ist das erste Mal in diesem Jahr im LSC, dass wir alle ausgeschriebenen Wettfahrten tatsächlich in die Wertung brachten. Und als Sahnehäubchen gab es so gut wie keinen Regen, obwohl Dauerniederschlag angekündigt war.“

Am Freitag, 16. 9. reichte es zu vier Wettfahrten, bei gut vier Windstärken wurde den Seglern einiges abverlangt. Der Samstag sollte auf der Rückseite eines Tiefs zuerst Regen und dann Wind bringen. Es gab aber unter Föhneinfluss Sonnenschein und Flaute. Es reichte nur zu einer abgekürzten Leichtwindwettfahrt, die noch dazu von Flautenlöchern und drehenden Winden bestimmt war.

Am Sonntag konnten dann erneut vier reelle Wettfahrten bei drei Beaufort gesegelt werden. Alle mit einem beständigen, trockenen Westwind. Der Regen setzte erst zur Preisverteilung ein.

Glücklicher Sieger der Lacustre-Bodenseemeisterschaft war Markus Bilgeri vom Yachtclub Hard mit Lukas Schobel und Hans Jörg Grutsch als Mannschaft. Vor dem letzten Tag lag er mit seiner „Tesoro mio“ nur auf Platz zwei, punktgleich mit den Gebrüdern Zobl. „Unser Glück war, dass wir gesagt haben, wir segeln ernsthaft – aber nicht verbissen,“ sagte Bilgeri zum Abschluss. „So sind uns ein paar Sachen geglückt, und wir konnten die Atlantide auf Abstand halten.“

Martin Zobl vom Zürcher Yacht Club hatte einen unglücklichen Tag, in der Endabrechnung rutschte er auf Rang drei. Zweiter wurde Gerhard Jahn vom Bregenzer Segel-Club, der am letzten Tag mit einem ersten und einem zweiten Platz in der Endabrechnung noch nach vorne fuhr. Bericht: Stephan Frank, Presse Lacustre. Ergebnis >
Dicht um die Tonne, Foto © Heine
Dichtgedrängter Start, Foto © Heine
Sieger Markus Bilgeri, Foto © Heine

Interboot legt guten Start hin

Friedrichshafen - ersten Interboot- „Leinen los“, hieß es am Wochenende. Die internationale Wassersport-Ausstellung befindet sich in gutem Fahrwasser: 34 000 Besucher ließen sich bei 471 Ausstellern von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten inspirieren. Noch bis Sonntag, 25. September, zeigt die Bootsmesse am Bodensee Neuheiten und Produkte aus der Wassersportbranche und lädt bei zahlreichen Event- und Mitmach- Aktionen zum Erlebnis im und auf dem Wasser ein.

„Wassersport macht Spaß – davon haben sich am ersten Interboot-Wochenende zahlreiche Besucher überzeugt. Wie wichtig das Thema Wassersport und das Testen von Booten ist, hat auch der gute Besuch des Interboot-Hafens gezeigt“, erklärt Messechef Klaus Wellmann. In den acht Messehallen wurden Boote inspiziert, Fachgespräche geführt und Bekleidung und Zubehör eingekauft. „Gerade am Sonntag war wetterbedingt großer Andrang in den Messe-Hallen. Ein besonderer Besucher-Magnet ist unsere neue stehende Welle in Halle B2“, berichtet Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Rund 130 Boote liegen direkt am Ufer des Bodensees zum Testen bereit. Am ersten Wochenende boten die Regatten und Sportveranstaltungen darunter die Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy und die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade Sporterlebnisse zum Mitfiebern.

Die Interboot ist noch bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Bus-Shuttles verkehren zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Bericht: Eleni Kapernekas, Referentin Kommunikation, MESSE FRIEDRICHSHAFEN GMBH.
Gut besucht: 34 000 Wassersportfans ließen sich am ersten Interboot-Wochenende inspirieren und beraten
Wegweisend: Internationale Wassersport-Ausstellung zeigt 97 Welt- und Messepremieren
Highspeed: Bei der Liquid Quarter Mile vor der Friedrichshafener Uferpromendae gibt auch Frau Gas
Freestyle: Auf dem Messe-See legen sich die Wakeboarder ins Zeug und mitunter quer

Donnerstag, 15. September 2016

Gemeinsam allein auf dem Boot

Friedrichshafen - Am vergangenen Samstag (10.09.16) stellten sich in Friedrichshafen Segler einer ganz besonderen Herausforderung: Sie meisterten „einhand“, also als einzige Person an Bord einer Yacht, eine Regatta.

Bereits zum zweiten Mal übernahm Jörg Droemer vom Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) die Leitung einer Wettfahrt. Bei der morgendlichen Steuermannsbesprechung konnte er alle acht Teilnehmer persönlich begrüßen.

Fünf Minuten nach 10 Uhr wurde das Feld von Friedrichshafen Richtung Immenstaad geschickt. Aufgrund des nur mäßigen Windes verzichtet Jörg Droemer auf den Weg über den See nach Uttwil und beorderte die Boote nach der Umrundung der Bahnmarke zurück nach Friedrichshafen. Adolf Schuldt auf der „Flipper“ musste technisch bedingt aufgeben und wurde von einem Begleitboot des SMCF zurück nach Fischbach geschleppt.

Nach gut drei Stunden kam Klaus Vonbach auf seiner Dynamic 35 „Fun No. 1“ als erstes über die Ziellinie und sicherte sich den Sieg in der Yardstick Gruppe 1. Roger Fackelmayer gewann mit der „Und Tschüss“ in der Yardstick Gruppe 2 und Willi Egger holte sich den ersten Preis in der Yardstick Gruppe 3 auf der „Strahl“.

Die Einhand-Segler messen sich am Bodensee über das Jahr verteilt bei mehreren Wettfahrten. Nach Bregenz und Sipplingen war die Regatta in Bottighofen dieses Jahr leider von den Veranstaltern abgesagt worden. Friedrichshafen setzte wie jedes Jahr den Schlusspunkt. In der Jahreswertung gewann Berd Strahl in der Yardstick Gruppe 1, Roger Fackelmayer in der Yardstick Gruppe 2 und Günter Samland sicherte sich mit der „Sverre“ knapp den ersten Platz in der Yardstick Gruppe 3 vor Willi Egger.

Der Bodensee-Einhand-Pokal ging an Günter Samland als Gesamtsieger der Einhand-Serie. Im Vereinsheim „Schussen“ ließen die Gewinner ihre Wanderpokale mit Sekt und Cuba Libre auffüllen und so feierte die eingeschworene Gemeinschaft der Einhand-Segler noch bis spät in die Nacht.
Bericht: Martin Händler, Pressearbeit des SMCF.

Bodensee-News: Die Ergebnisse werden hier noch aufschalten!
Jörg Droemer (Mitte) leitet die Regatta für den SMCF. Flankiert wird er vom erfah-renen Kollegen Timo Seifert (links) und von SMCF Präsident Carlo Bevoli.
Allein an Bord ist besondere Vorsicht geboten, das Tragen der Rettungsweste ist für Einhand-Segler selbstverständlich. Auf dem Bild birgt Klaus Vonbach auf der „Fun No. 1“ gerade den Spibaum.
Roger Fackelmayer sitzt entspannt auf seiner Dehler 34 „Und Tschüss“.
: Günter Samland freut sich über den Jahressieg in der Yardstick Gruppe 3. Noch weiß er nicht, dass er gleich den Bodensee-Einhand-Pokal überreicht bekommt.