Samstag, 11. November 2017

VolvoSuper40...... the next level in Sailracing

VolvoSuper40 Sailracing Catamaran - WOW - was für ein geniales Design. Das nächste Level für das Inshore Racing ist geboren. Durchdacht bis ins letzte Detail. Im Grunde war es ja auch die logische Konsequenz. Die Flugshow des AC vor Bermuda hat die Segelwelt begeistert. Dort wurde ein neues Zeitalter im Segelsport präsentiert. 100% Foiling Time. Konstant fliegen auf allen Kursen! Das muss doch irgendwie weiter gehen.

Jetzt wo der AC wieder mit Monos und Bleibomben zurück in dessen Tradition segelt, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit: Wann kommt das erste Konzept auf dem Markt, welches den Geist und Innovation des letzten ACs weiter leben lässt.

Nun ist einem Design-Team der große Wurf gelungen. Segeln wie der AC Gewinner Team Neuseeland ENTZ. Ähnlicher Technik. Aber alles zu einem bezahlbaren Preis und in einer kompakten Größe. Und man kann die 40fuss Rumpflänge einfach in einen Container stecken und weltweit zu den besten Locations und interessantesten Regatten schicken.

Im Grunde das Beste von allem. Von A bis Z alles durchdacht. Möglicherweise wird dieses Foiler beim nächsten Volvo Ocean Race für die Inshore Rennen benutzt. Und damit könnte spontan sogar eine Serie entstehen.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier: http://www.catsailingnews.com/2017/11/volvo-super-40-design-proposal.html. Diesen VolvoSuper40 kann im Grunde jeder kaufen und damit an vielen offenen Regatten weltweit teilnehmen. Wen die AC50 Flugshow vor Bermuda begeistert hat, der kann dieses ultimative Feeling jetzt eigenhändig mit dem VS40 erleben.

Wer Interesse am Kauf eines solchen neuen und innovativen Überflieger hat, sollte sich bei uns melden www.teamgaebler.de. Willkommen an Bord! Wir segeln die Zukunft.

Weitere Bilder >

Mittwoch, 8. November 2017

Regattasegler als Wasser-Schiedsrichter gesucht

Im modernen Regattasport sind die Schiedsrichter auf dem Schlauchboot an vorderster Front dabei. Regelverstösse werden sofort auf dem Wasser bestraft. Am Abend nach der Regatta soll fröhlich gefeiert und nicht am grünen Tisch gestritten werden.

Proteste sofort auf dem Wasser zu beurteilen und zu entscheiden ist anspruchsvoll. Mit einer guten Ausbildung aber auch eine spannende und sportliche Herausforderung. Deshalb organisiert die Swiss Sailing League zusammen mit Swiss Sailing vom 9. - 11. März 2018 einen Einsteiger-Workshop im Centro Sportivo Tenero mit viel praktischem Üben im Rahmen einer Regatta auf dem Lago Maggiore. Der Workshop wird von Zofia Truchanowicz, World Sailing Chief Instructor geleitet und die Teilnehmer werden auf dem Wasser von erfahrenen internationalen Schiedsrichtern gecoacht.

Der Workshop richtet sich an erfahrene Regattasegler. Vorkenntnisse als Schiedsrichter sind nicht erforderlich. Allerdings sind Sprachkenntnisse in Englisch und Erfahrung im Umgang mit einem Schlauchboot nötig.

Kosten:
Fr. 400.-- inkl. zwei Übernachtung und Verpflegung
Fr. 200.-- für Auszubildende / Studenten

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt! Weitere Informationen und Anmeldung unter:
http://swiss-sailing-league.ch/umpire/

Foto: © Urs Härdi / SSL

Montag, 6. November 2017

LSC siegt in Berlin

Der Lindauer Segler-Club hat das Finale der Segelbundesliga in Berlin gewonnen. Die Mannschaft mit Steuermann Veit Hemmeter, Taktiker Fabian Gielen, Martin Hostenkamp und Yannick Netzband eroberte mit acht Punkten Vorsprung auf dem Wannsee den ersten Platz. „Wir haben das Event gewonnen, das war für unser Team ein würdiger Abschluss“, fasst Veit Hemmeter die Regattaserie vom 2.-4. November zusammen. „Das lief heute sehr gut, wir sind nach der Führung an den beiden vergangenen Tagen nur noch konservativ gesegelt, und das wurde belohnt. Wir haben uns aus allem, was schief gehen könnte, herausgehalten.“ Das war die richtige Taktik, bestätigt Genua-Trimmer Yannick Netzband. „Die Stimmung war super, die Mannschaft hat einfach gut harmoniert und wir haben uns vor allem keinen richtigen Schnitzer erlaubt.“

Der Sieg in Berlin bedeutet für den Lindauer Segler-Club zugleich den Klassenerhalt in der ersten Segelbundesliga. In der abschließenden Gesamtrangliste liegt der LSC auf dem neunten Tabellenplatz, der Segel- und Motorboot Club Überlingen wurde in der Gesamttabelle dritter, der Württembergische Yacht-Club Friedrichshafen ist zwölfter.

Der LSC-Vorsitzende Karl-Christian Bay fuhr extra zum Finale nach Berlin, um die Mannschaft anzufeuern. „Das war schon unglaublich, auf welchem Niveau das Team um Veit Hemmeter hier gesegelt ist. Die haben einen Start nach dem anderen richtig rausgehauen und die anderen souverän auf Abstand gehalten. Das war eine tolle Leistung, diese Dichte ist nicht alltäglich. Und ganz besonders freut mich, dass der LSC dank dieser Mannschaft auch im nächsten Jahr erstklassig bleibt. Die vier haben sich den Dank und den Respekt des ganzen Vereins redlich verdient.“

Für den Lindauer Segler-Club starteten Veit Hemmeter, Fabian Gielen, Martin Hostenkamp und Yannick Netzband. „Diese Mannschaft ist in Berlin auf extrem hohem Niveau gefahren – vielen Dank, für die Zeit, die sie für den Verein aufgebracht haben“, so Bay. „Aber es sind in dieser Saison noch mehr für den Club gesegelt: Teresa Hemmeter, Annika Netzband. Naomie Dörr und Leonard Kubeth. Alle zusammen waren sie in diesem Jahr das Team des LSC.“ Stephan Frank, Presse LSC.

Gesamtergebnis 2017 > / Ergebnis Berlin > / Bilder Berlin >

© DSBL/Lars Wehrmann
Veit Hemmeter, Karl-Christian Bay, Martin Hostenkamp, Yannick Netzband, Fabian Gielen. Foto: Bay

WYC-Team segelt in Berlin auf Rang acht

Beim sechsten und letzten „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga in der Saison 2017 auf dem Wannsee in Berlin (vom 2. bis 4. November) segelte das Team des Württembergischen Yacht-Clubs – Max Rieger, Marvin Frisch, Thomas Stemmer und Felix Diesch – auf Rang acht. In der Abschlusstabelle der Saison 2017 landete der WYC damit auf Rang zwölf.

Das WYC-Team zeigte in Berlin die gleiche Leistungskurve wie schon Mitte August beim fünften Spieltag in Glücksburg. Einem soliden Auftakt folgten Spitzenergebnisse am zweiten Tag, ehe am dritten Tag erneut ein Einbruch zu verzeichnen war. „Zwei Tage ging es uns ganz gut von der Hand. Bei wenig Wind waren wir sogar schneller als die anderen“, analysiert Steuermann Max Rieger. Dabei war es fast durchweg sehr wenig Wind, „manchmal schon grenzwertig wenig“. Vor dem Einbruch am dritten Tag lag der WYC sogar an zweiter Stelle. „Am letzten Tag hatten wir im zweiten Rennen dann in einem Windloch geparkt, mussten erst drei Boote vorbei lassen und dann auch noch einen Strafkringel drehen“, so Rieger weiter. „Unruhe kam ins Team, wir ließen uns verunsichern – und fanden dann nicht mehr in den Rhythmus. Das müssen wir für kommendes Jahr abstellen. Am Ende haben wir uns aber riesig gefreut, den Klassenerhalt klar geschafft zu haben“, zieht Rieger einen Strich unter die Saison 2017.

„Das Team ist mit dem Druck gut zurecht gekommen, sie haben die Aufgabe super gelöst“, klopft Team-Manager Klaus Diesch den WYC-Seglern auf die Schulter, „auch wenn wir da offenbar ein Problem mit dem dritten Tag haben.“ Beeindruckt waren die WYC-Segler von den Trainingspartnern aus dem SMC Überlingen, die in Berlin nur knapp die Chance verpassten, noch besser als auf Rang drei in der Abschlusstabelle zu stehen. „Super Jahresleistung“, so Rieger. „Und einen herzlichen Glückwunsch an die Hamburger vom NRV, die verdient den Meistertitel gewonnen haben!“ Oswald Freivogel, Präsident WYC.

Gesamtergebnis 2017 > / Ergebnis Berlin > / Bilder Berlin >

Max Rieger, Thomas Stemmer, Marvin Frisch und Felix Diesch (von links) segelten für den Württembergischen Yacht-Club beim finalen Event der Segel-Bundesliga in Berlin auf Rang acht. Foto: Sven Jürgensen
Max Rieger, Thomas Stemmer, Marvin Frisch und Felix Diesch (von rechts) segelten für den Württembergischen Yacht-Club beim finalen Event der Segel-Bundesliga in Berlin auf Rang acht. Foto: Sven Jürge

Berliner Yacht-Club gewinnt Meistertitel der Junioren

Im Anschluss an das Finale der Deutschen Segel-Bundesliga kämpften gestern 12 Junioren-Teams in Berlin um ihren ganz eigenen Meistertitel. Nach 13 spannenden Rennen auf dem Wannsee gewann der Berliner Yacht-Club und sicherte sich den Sieg der Deutschen Junioren Segel-Liga 2017. Zweiter wurde ganz knapp der Bayerische Yacht-Club. Auf Platz drei folgt der Münchner Yacht-Club. Die Wettfahrten wurden im Modus der Deutschen Segel-Bundesliga und auf Booten der Klasse J/70 absolviert.

Es ging sehr eng zu am gestrigen Sonntag auf dem Wannsee: Der Berliner Yacht-Club, der Bayerische Yacht-Club und der Münchner Yacht-Club lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende konnte sich das Team aus Berlin mit drei Rennsiegen sehr knapp gegen die Konkurrenz aus Deutschland durchsetzen.

Insgesamt nahmen diese 12 Teams am Finale teil: Flensburger Segel Club, Verein Seglerhaus am Wannsee, Bayerischer Yacht-Club, Segel Club Münster, Mühlenberger Segel-Club, Berliner Yacht-Club, Bodensee Yacht-Club Überlingen, Westfälischer Yachtclub Delecke, Seglervereinigung Hüde, Verein Seglerhaus am Wannsee (zweites Team), Münchner Yacht-Club, Yacht-Club Lister. Alle hatten sich zuvor über mehrere Qualifikationsregatten in ihrer jeweiligen Region (NORD, OST, SÜD, WEST) qualifiziert. An der Junioren Segel-Liga teilnahmeberechtigt sind Segler und Seglerinnen der Altersklassen 16 bis 21. Die Qualifikationsevents für das Finale fanden 2017 je nach Möglichkeiten und Kapazitäten entweder als Auszugswertung innerhalb von Klassenvereinigungs-Regatten der J/70 Klasse statt (Region Süd und Ost) oder wurden als separate Events mit gestellten Booten im Ligamodus ausgetragen (Region Nord und West). Veranstalter und Ausrichter waren die jeweils durchführenden Vereine der betreffenden Regatten. Der DSL e.V. übernimmt die Schirmherrschaft der Deutschen Junioren Segel-Liga und sorgt für den notwendigen Know- How-Transfer. Ergebnisse >

Siegerehrung in Berlin © HNV
Die Flotte © HNV
Verein Seglerhaus am Wannsee © HNV
Seglervereinigung Hüde © HNV
Bayerischer Yacht-Club © HNV
Die Meisterschale der Junioren © HNV

Sonntag, 5. November 2017

NRV holt Meistertitel zum dritten Mal nach Hamburg

Die Deutsche Segel-Bundesliga hat seinen Meister 2017 gefunden: Der Norddeutsche Regatta Verein (Hamburg) gewinnt zum dritten Mal in der fünfjährigen Liga-Geschichte den Titel „Deutscher Meister der Segelvereine“. Zweiter wird der Vorjahressieger, der Deutsche Touring Yacht-Club (Tutzing). Platz drei belegt der Segel- und Motorbootclub Überlingen vom Bodensee. Das Finale der 1. Segel-Bundesliga fand vom 02. bis 04. November beim Verein Seglerhaus am Wannsee in Berlin statt.

Drei Tage Nervenkitzel für die 18 Clubs und Zuschauer auf dem Wannsee in Berlin: Leichtwindbedingungen, Startverschiebungen und Kälte verlangten den Seglerinnen und Seglern alles ab. Minütliche Führungswechsel in der Gesamtwertung sorgten für Hochspannung an Land und auf dem Wasser. Bis zum letzten Rennen war alles offen. Um 15.39 Uhr gab es endlich Gewissheit: Der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) ist nach den Titelgewinnen in den Jahren 2013 und 2014 zum dritten Mal Deutscher Meister!

„Diese Saison war so unglaublich spannend. Wir mussten bis zuletzt zittern und freuen uns deshalb umso mehr, dass wir hier und heute mit der Meisterschale in der Hand ganz oben stehen und sie wieder mit nach Hamburg bringen“, freut sich Klaas Höpcke vom NRV.

Das Team mit Steuermann Tobias Schadewaldt, David Heitzig, Klaas Höpcke und Malte Päsler behielt im entscheidenden letzten Rennen die Nerven und segelte an der Konkurrenz vorbei. Das Team aus Hamburg qualifiziert sich mit dem Sieg für die SAILING Champions League und das Nord Stream Race 2018.

Große Enttäuschung dagegen für den zweimaligen Meister aus 2015 und 2016. Der Deutsche Touring Yacht-Club ging als Führender in das Finale, verpasst aber seine Chance auf den Hattrick. Ihre bisher konstant gute Leistung konnte das Team nicht abrufen, fand nicht in die Regatta und patzte. Beim letzten Spieltag in Berlin reichte es lediglich für Platz 16.

Der Lindauer Segler-Club gewinnt die letzte Regatta der Saison auf dem Wannsee. Der Chiemsee Yacht Club und der Düsseldorfer Yacht-Club belegen die Plätze zwei und drei.

Die Clubs auf den Plätzen 15 bis 18 steigen in die 2. Segel-Bundesliga ab: der Lübecker Yacht-Club (Platz 15), der Potsdamer Yacht Club (Platz 16), der Hamburger Segel-Club (Platz 17) und der Schweriner Yacht-Club (Platz 18).

Morgen findet ab 9.30 Uhr das Finale der Deutschen Junioren Segel-Liga ebenfalls beim Verein Seglerhaus am Wannsee statt.

Ein großer Dank geht an Audi, Budweiser Budvar, BAY, Nord Stream AG, Gazprom, SAP, Mittelmann’s Werft, Marinepool, North Sails und Liros. Die fünfte Saison der Deutschen Segel-Bundesliga wäre ohne die Unterstützung dieser starken Partner nicht möglich gewesen.
Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

Gesamtergebnis 2017 > / Ergebnis Berlin > / Bilder Berlin >

© DSBL/Lars Wehrmann
© DSBL/Lars Wehrmann
© DSBL/Lars Wehrmann
Segel- und Motorbootclub Überlingen © DSBL/Lars Wehrmann
Norddeutscher Regatta Verein © DSBL/Lars Wehrmann
Norddeutscher Regatta Verein © DSBL/Lars Wehrmann
Deutsche Touring Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann

Mittwoch, 1. November 2017

Kampf um den Klassenerhalt

Um alles oder nichts geht es für den Lindauer Segler-Club in der ersten Segelbundesliga. In Berlin beginnt am Donnerstag der letzte Spieltag, der LSC steht momentan auf einem Abstiegsplatz. „Allerdings ist die Lage gar nicht so hoffnungslos“, so Steuermann Veit Hemmeter beim Blick auf die Tabelle. „Wir sind auf Platz 15, wenn wir nur einen Rang nach oben rutschen, bleiben wir in der ersten Liga“.

Vor allem die Punktabstände zwischen den Abstiegs- und Nichtabstiegsplätzen sind eng. Der Düsseldorfer Yacht-Club auf Platz 14 hat einen Punkt weniger als der LSC. Und bis Platz 11 fehlen nur drei Punkte. „Das ist alles machbar, wenn wir auf dem Wannsee mit seinen drehenden Winden ein wenig Glück haben“, sagt Veit Hemmeter. „Die anderen Vereine werden es uns aber nicht leicht machen. Die schicken ihre besten Segler, es geht um viel. Die ersten acht können noch einen Champions-League-Platz erreichen. Und ab Platz elf geht es gegen den Abstieg“. Die Mannschaft des LSC ist eingespielt von den vergangenen hochkarätigen Wettfahrten. "Viel trainieren mussten wir nicht, wir sind vom Champions-League-Finale in Porto Cervo noch ein ziemlich gutes Team“. Für den Lindauer Segler-Club startet Steuermann Veit Hemmeter, Taktik macht Fabian Gielen, dazu segeln Martin Hostenkamp und Yannick Netzband. Stephan Frank, Presse LSC.

Veit Hemmeter, Fabian Gielen, Yannick Netzband, Foto: Wehrmann/DSBL

Dienstag, 31. Oktober 2017

Schafft der Deutsche Touring Yacht-Club den Hattrick?

Ganz Segel-Deutschland fiebert dem großen Finale der Deutschen Segel-Bundesliga 2017 in Berlin entgegen (02. bis 04. November): Beim Verein Seglerhaus am Wannsee kämpfen ab Donnerstag drei Tage lang die führenden Clubs der 1. Liga um den Titel „Deutscher Meister der Segelvereine“. Der amtierende Meister, der Deutsche Touring Yacht-Club aus Bayern, führt aktuell die Tabelle an. Dicht gefolgt vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV, Hamburg) und dem Segel- und Motorboot Club Überlingen (SMCÜ, Baden-Württemberg). Kann er den Hattrick schaffen? Die Wettfahrten werden am Freitag und Samstag jeweils ab 12.00 Uhr live übertragen.

Kann der amtierende Deutsche Meister, der DTYC, seinen Erfolg wiederholen und sich den Titel „Deutscher Meister der Segelvereine“ zum dritten Mal in Folge sichern? Oder reißt der NRV, ebenfalls zweimaliger Meister (2013/2014) ihnen die Schale so kurz vor dem Ziel noch aus den Händen? Oder sind es gar die Jungen Wilden vom SMCÜ aus Überlingen, die den Überraschungssieg schaffen und die Meisterschale erstmalig an den Bodensee holen?

„Wir haben uns gut vorbereitet und sind aufeinander eingespielt. Dennoch gehen wir als Underdogs locker an die Sache ran. Ich denke, dass noch viel passieren kann. Mit unserem derzeitigen Stand in der Tabelle haben wir unser Saisonziel mehr als nur erreicht, denn wir wollten eigentlich nur den Klassenerhalt. Wir sind sehr gespannt und freuen uns riesig auf das Finale“, sagt Dominic Fritze Crewmitglied des SMCÜ.

Die beiden Verfolger sind dem Titelverteidiger dicht auf den Fersen: Es trennen sie lediglich vier (NRV) bzw. sechs Punkte (SMCÜ) zum Führenden. Damit ist noch alles offen und so wird die Entscheidung wohl wieder erst in allerletzter Minute am Samstag Nachmittag fallen.

Die Wettfahrten des Finales beginnen am Donnerstag (02. November) um 11.00 Uhr vor dem Verein Seglerhaus am Wannsee (Am Großen Wannsee 22-26 - 14109 Berlin). Am Freitag und Samstag können alle Segelinteressierten und Fans zu Hause den Live-Stream auf segelbundesliga.de verfolgen (jeweils ab 12.00 Uhr). Die feierliche Übergabe der silbernen Meisterschale findet im Rahmen der Siegerehrung am Samstag um ca. 16.45 Uhr beim VSaW statt. Alle Zuschauer sind herzlich eingeladen vorbeizukommen.
Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

Die aktuelle Tabelle der 1. Bundesliga >

Deutscher Touring Yacht-Club, amtierender Deutscher Meister, aktuell Platz 1 © DSBL/Lars Wehrmann
Deutscher Touring Yacht-Club, amtierender Deutscher Meister, aktuell Platz 1 © DSBL/Lars Wehrmann
Norddeutscher Regatta Verein, aktuell Platz 2 © DSBL/Lars Wehrmann
Norddeutscher Regatta Verein, aktuell Platz 2 © DSBL/Lars Wehrmann
Segel- und Motorboot Club Überlingen, aktuell Platz 3 © DSBL/Lars Wehrmann
Segel- und Motorboot Club Überlingen, aktuell Platz 3 © DSBL/Lars Wehrmann
Berliner Yacht-Club, ausrichtender Club © DSBL/Lars Wehrmann
Verein Seglerhaus am Wannsee, ausrichtender Club © DSBL/Lars Wehrmann

Freitag, 27. Oktober 2017

WYC-Team bereitet sich auf „Finale“ in Berlin vor

Große Spannung herrscht vor dem sechsten und letzten „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga in der Saison 2017 vom 2. bis 4. November (Donnerstag bis Samstag) in Berlin. Drei Teams können die Meisterschale noch holen: Titelverteidiger DTYC aus Tutzing, Ex-Meister NRV aus Hamburg und der SMC Überlingen liegen nur sechs Punkte auseinander an der Spitze. Rein rechnerisch können alle übrigen 15 Vereine ab Platz vier noch absteigen. Für den WYC (derzeit auf Rang zwölf) gilt es, einen Platz im Mittelfeld zu sichern. An den Wannsee fahren Max Rieger, Marvin Frisch, Thomas Stemmer und Felix Diesch.

„Es kommt sicher ein Liga-Wochenende auf die Jungs zu, an denen sie gute Nerven behalten müssen – auch wegen den teilweise schwierigen Windbedingungen, die am Wannsee dominieren. Aber sie sind gut vorbereitet“, so Team-Manager Klaus Diesch. Er schickt das gleiche Team nach Berlin, das sich schon im August in Glückburg bewährt hatte. Dort segelte das Quartett an den ersten beiden Tagen sogar in der Spitze mit, ehe eine Pechsträhne für einen verpatzten Abschlusstag sorgte.

Wir haben uns intensiv auf diesen wichtigen Wettkampf vorbereitet“, sagt Steuermann Max Rieger. An zwei Wochenenden wurden vor allem „knifflige Situationen“, wie sie für die kurzen Rennen in der Liga mit jeweils sechs Booten in einem Start typisch sind, trainiert. „Unser Ziel ist es, entspannt und zugleich fokussiert in den Event reinzugehen und alle Chancen zu nutzen“, fasst Rieger zusammen. Schon einen Tag vorher wird das Team in Berlin sein und mit einem weiteren Trainingstag auf dem Wannsee selbst die Vorbereitung abschließen. Für die Fahrt in die Bundeshauptstadt wird das WYC-Team wieder von Mobilitätspartner AMF Auto Müller mit einem Mercedes Vito unterstützt, der entsprechend gebrandet für Friedrichshafen Werbung in Berlin machen wird.

Per Tracking kann man die Rennen in Berlin auf www.segelbundesliga.de verfolgen, am Freitag und Samstag jeweils ab 12 Uhr auch als Live-Video. Oswald Freivogel, Präsident WYC.

Max Rieger, Marvin Frisch, Thomas Stemmer und Felix Diesch (v.l.) werden für den Württembergischen Yacht-Club
beim finalen Event der Segel-Bundesliga vom 2. bis 4. November in Berlin segeln. Foto: © Sven Jürgensen

Freitag, 20. Oktober 2017

Herbstregatta Romanshorn 2017

Die Herbstregatta in Romanshorn bot einen ausgezeichneten Abschluß des Bodensee-Cups 2017.

Immerhin 13 Boote aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland kamen zum herbstlichen Finale der Finn-Regattasaison am Bodensee nach Romanshorn. Die Regatta, bei der diesjährig zum 2. Mal für die Finns teilnahmen, wird sich sicherlich fest in den Regattaplan der Klasse etablieren, ein sehr guter Zeitpunkt (nach dem Gardasee), eine hervorragende Clubanlage, sehr guter Service und Freundlichkeit des Clubs und natürlich eine um diese Jahreszeit an unserem See perfekte Kulisse, mit bereits schneebedecktem Säntis und Arlberg im Hintergrund bieten einen würdigen Ausklang.

Das Süd-Ost Ufer des Bodensees ist seglerisch nicht ganz unproblematisch, der West-Ost Gradient wird hier schon häufig durch den Alpeneinfluss gestört, so auch am Samstag: Bereits beim zünftigen Weißwurstfrühstück (danke an die Sponsoren) bei strahlendem Sonnenschein „kam der Säntis immer näher“ – das bedeutet Föhndruck aus Süd/Südost der gegen den Westwind drückte, der sonst am Bodensee herrschte.

Trotzdem gab das Team um Wettfahrtleiterin Susanne Schulze Ihr bestes um noch 2 Wettfahrten herauszuquetschen. „kurze und knackige“ Wettfahrten kündigte die Wettfahrtleitung bei der Steuermanns-Besprechung an – kurz waren die Kurse der beiden gestarteten Wettfahrten wahrhaftig, - einige der Finnisti schauten sich um und suchten nach den Opti-B lern für die der Kurs schon recht klein gewesen wäre – aber knackig waren die beiden bei fast 0 Wind gestarteten Wettfahrten ganz und gar nicht. Waren in der ersten Wettfahrt noch „spuren von Wind“ enthalten waren diese in der zweiten nur in ganz homöopathischen Dosen an einigen Stellen vorhanden.
 
Nichtsdestotrotz hatte der Lokalmatador Hans bei beiden Wettfahrten die Nase zuerst im Ziel (wobei die Nase bei der Hans eigenen Kamasutra-Leichtwind-Haltung an Bord nicht unbedingt immer das Körperteil ist, das nach vorne zeigt). Im ersten Lauf legten SUI 32 (Urs Huber) und GER 19 (Bollo) einen Frühstart hin, dieses zu erkennen fiel den beiden nicht schwer. Dank Transparenz-Offensive auf dem Startschiff wurde die Position der Boote in den letzten 30 Sekunden vor dem Start lauthals der Wettfahrt-Crew durchgegeben, sodass alle Teilnehmer stets wussten ob Sie klar waren oder nicht. Bernd Rimmele nutzte dies um nochmals einzutauchen - vom Schiff kam „277 KLAR !“ und jeder wusste was er zu tun hatte (falls er etwas tun konnte, da ja die Windkraft sehr überschaubar war und eine nicht zu unterschätzende Wasserströmung wirkte).

Die 2. Wettfahrt war wie gesagt noch flauer als die erste, sodass der Autor nachdem er mehrmals versucht hatte die Flautenrichtung zu identifizieren noch vor der Luvtonne den Hafen ansteuerte und daher die spannenden Details der 2. Wettfahrt verpasste (Zieltonnen wurden mitgenommen etc.).

Beim Einlaufbier und einer warmen Suppe (Hut ab für eine Regatta in Helvetica !) wurden die Heldentaten dann natürlich noch etwas ausgeschmückt und es folgte ein plauschiger Abend mit ausgezeichneten Spaghetti und vielen Geschichten.

Am Sonntag dann anderes Wetter – Regen anstatt Sonne – aber trotzdem noch kein Wind. Die Wettfahrtleitung entschied trotzdem um 10:00 Uhr aufs Wasser zu gehen und Tatsächlich, gegen 12:00 Uhr kam der Westwind mit 2-3 böigen Beaufort durch. Sehr zur Überraschung der Wettfahrtleitung, die bereits vor dem Start auf dem wiederum sehr kurz gelegten Kurs die Flagge zur Bahnverkürzung aufhängten. So gelang dem Autor der kürzeste Lauf seiner Karriere – nach 8 Minuten und 40 Sekunden kam er als erster durchs Ziel, die Verfolger Hans SUI 1, Sepp FRA 40 und Michael SUI 95 lieferten sich einen lustigen Pump und damit verbundenen Kringel-Kampf um die Leetonne und Thomas SUI 63 konnte profitieren und als 2. Ins Ziel rutschen.

Die nächsten Wettfahrten auf „normalem“ Kurs waren dann halt doppelt so lang aber immer noch in Sprintlänge. Michal Good SUI 95 gewann die 2. vor dem Autor und der Autor wiederum die 3. Im Foto-Finnisch mit Thomas Gautschi SUI 63. So dass insgesamt Michael Good SUI 95, der auch am ersten Tag wenig Punkte kassierte, vor dem Autor (Bollo) und Hans Fatzer landete.

Insgesamt war es eine tolle Regatta, die Wettfahrtleitung war „stets bemüht“ aber lernfähig und wird sicherlich beim nächsten Mal noch besser agieren. Der YCRo ist ein toller Club mit sympathischen Menschen, die sich alle Mühe geben, dass es dem Segler gut geht. Bericht: Bollo GER 19.

Ergebnisse
Herbstregatta Romanshorn 2017, Foto: © M. Villiger/YCRo

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Motorbootverband ernennt Ehrenhafenmeister

Seedienst des Verbandes leistete 3200 Stunden ehrenamtliche Arbeit auf dem Wasser.

Bregenz (IBMV) - Grund zur Freude bei der Generalversammlung des Internationalen Motorboot Verbandes (IBMV) in Bregenz: Präsident Paul Minz ernannten den altgedienten Wolfgang Werner zum Ehrenhafenmeister. Der 84-jährige Werner war 25 Jahre lang Hafenmeister und wegen seiner resoluten Art nicht nur respektiert, sondern gelegentlich auch ein bisschen gefürchtet. Oder wie es ein Mitglied auf den Punkt brachte: „Wolfgang Werner ist der netteste Grantler den ich kenne.“

In seinem Vortrag berichtete Paul Minz von der Wiederbelebung einer alten Tradition, dem Skipper-Treffen. „14 Boote sind dem Aufruf gefolgt, um in Kreuzlingen gemeinsam zu feiern.“ Die positive Resonanz nimmt der Verband zum Anlass, auch 2018 wieder ein Skipper-Treffen zu initiieren. Minz erinnerte außerdem an die Teilnahme an der Interboot, die nach zwei Jahren Pause positiven Anklang gefunden habe, sodass eine erneute Teilnahme 2018 wieder im Raum steht. Außerdem wurde Minz nicht müde zu betonen, wie essentiell die Einhaltung der Vorschriften auf dem Wasser sei, um die „Freiheit in Ordnung“, so das Motto des Verbands, ohne strengere Kontrollen oder neue Reglementierungen sicher zu stellen. Explizit nannte er dabei die Respektierung der Uferbereiche sowie moderate Lautstärke.

Die sich langsam formierenden Ansätze, im Bodensee Aquakulturen zu installieren, um der zunehmenden Nachfrage nach Bodenseefisch besser gerecht zu werden, will der Verband laut Minz „sehr genau“ beobachten. Auch hier sei das Ziel, Einschränkungen der Freiheit auf Wasser entgegen zu wirken.

Wie wichtig die Aufgaben des Verbands – insbesondere des Seedienstes sei – machte Seedienstleiter Martin Lepple in seinem Bericht deutlich. Insgesamt leisteten Mitglieder knapp 3200 Stunden ehrenamtliche Arbeit auf dem Wasser, in dem sie Bootsfahrer auf die Einhaltung von Regeln hinwiesen, in Seenot geratenen Booten zu Hilfe kamen und Unmengen von Treibgut und Müll aus dem See fischten. „Mein Dank gilt allen Beteiligten der Mitgliedervereine“, sagte Lepple.

Der Vereinsvorstand konnte neben stabilen Finanzen einen Überschuss von rund 8000 Euro für die abgelaufenen Berichtssaison vermelden.

INFO
Der IBNV vertritt als internationaler Verband die Interessen von rund 3600 motorisierten Bootsfahrern am Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Paul Minz gratuliert Wolfgang Werner mit Werner Neyer
IBMV Vorstand

Volvo Ocean Race 2017/18

Am kommenden Sonntag 22. Oktober startet das Volvo Ocean Race mit 7 Teams in Alicante. Die Teams "AkzoNobel", "MAPFRE", "Vestas 11th Hour Racing", "Sun Hung Kai/Scallywag", "Turn the Tide on Plastic" und "Team Brunel" wollen den Sieg in 11. Etappen holen.

Bereits hat sich das spanische Team "MAPFRE" mit Skipper Xabi Fernández im In-port Race Alicante mit einem Sieg die ersten 7 Punke abgeholt. Mit diesen Race werden die Wartezeiten an den Etappenorten verkürzt und es können zusätzliche Punke geholt werden.

Als erstes Etappenort ist Lissabon, bevor es dann auf die Reise um die Welt weitergeht.

Foto: © Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race
Route des Volvo Ocean Race 2017/18

Montag, 16. Oktober 2017

40 Jahre Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen e.V.

Am Sonntag wurde der Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ein guter Grund, um am Vorabend auf die Vereinsgeschichte zurückzublicken und in die Nacht zu feiern.

SMCF Präsident Ralf Steck musste die Feierlichkeit am Samstag Abend mit der traurigen Nachricht vom Tod des Gründungsmitglieds Karla Bevoli beginnen. Nach einem kurzen Gedenken begrüßte er die zahlreich erschienen Gäste im Vereinsheim Schussen und gab einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Mehrere Mitglieder erzählten heitere Anekdoten aus den Anfängen des Vereins.

Stadträtin Magda Krom überbrachte Grußworte der Stadt Friedrichshafen und berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Wassersport. Jochen Rompel und Robert Schwarz gratulierten im Namen der benachbarten Vereine ESV Friedrichshafen und Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach zum Jubiläum.

Nach dem Abendessen zeigte Julian Sobott aus der Jugendabteilung des Vereins einen mitreißenden Film mit Ausschnitten von Regatten im In- und Ausland auf dem 420er. Werner Rau ließ die Anwesenden Foto-Puzzles erraten. Am späten Abend ging es dann auf das Oberdeck der Schussen, wo noch bis in die Nacht getanzt und in Erinnerungen geschwelgt wurde. Martin Händler, Pressearbeit des SMCF.

Stadträtin Magda Krom, SMCF Präsident Ralf Steck, Erich Feiler vom ESV,
Robert Schwarz vom Wassersportverein Fischbach und Jochen Rompel vom ESV
BildStadträtin Magda Krom überbrachte den anwesenden Vereinsmitgliedern
Glückwünsche und ein Präsent der Stadt Friedricht
Stadträtin Magda Krom überbrachte den anwesenden Vereinsmitgliedern
Glückwünsche und ein Präsent der Stadt Friedrich
Der packende Film der Jugendabteilung begeisterte alle Anwesenden

Flensburger Segel-Club gewinnt DSL-Pokal

30 Clubs aus ganz Deutschland kämpften an diesem Wochenende (14./15. November) vor Glücksburg beim DSL-Pokals um den Sieg. Erstmals konnten sich ambitionierte Clubs aus der Deutschen Junioren Segel-Liga und den vier Regionalligen mit den Top-Platzierten aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga messen. Pokalgewinner ist der Flensburger Segel-Club. Platz zwei belegt punktgleich der Verein Seglerhaus am Wannsee, vor dem Deutschen Touring Yacht-Club. Die Seglergemeinschaft Lohheider See und der Lübecker Segler-Verein können die Klasse halten, sie segeln auch 2018 in der 2. Segel-Bundesliga mit.

Der Flensburger Segel-Club (FSC) zeigte an Tag eins eindrucksvoll, wie man der Konkurrenz davonfahren kann: Sieben Siege in sieben Rennen, machten deutlich wie stark das Team um Steuermann Jan Hauke Erichsen Zuhause ist.

„Heute an Tag zwei waren wir - im Gegensatz zu gestern - nicht ganz so stark. Die Bedingungen waren heute sehr schwierig und so haben wir wertvolle Punkte zu unserem Verfolger, dem VSaW verloren. Am Ende hat es aber dennoch zum Sieg gereicht. Wir freuen uns sehr den Pokal auf unserem Heimatrevier gewonnen zu haben“, freut sich FSC-Steuermann Jan Hauke Erichsen. Mit ihm segelten Cedric Menzel, Jan Frigge und Nils Carstensen.

Die Anspannung aller Teilnehmer war durchgängig zu spüren, denn jedes der Teams wollte ganz vorne mitfahren und den 2017 neu eingeführten DSL-Pokal 2017 gewinnen. Zudem entschied sich an diesem Wochenende, wer einen der zwei Startplätze für die kommende Saison ergattert. Die Seglergemeinschaft Lohheider See und der Lübecker Segler-Verein konnten die Klasse sichern; sie bleiben auch 2018 in der 2. Segel-Bundesliga vertreten.

Vier der insgesamt sechs Zweitligisten aus dieser Saison konnten ihre Stellung in der 2. Segel-Bundesliga hingegen nicht behaupten; sie steigen ab: Entdecker- und Seefahrer Fördervereinigung, Segler-Verein Stade, Segel-Club Ville, Duisburger Yacht-Club (nahm nicht am DSL-Pokal teil).

Der 2017 neu ausgeschriebene Deutsche Segel-Liga-Pokal (DSL-Pokal) ersetzte erstmals die bisherige Qualifikation für die 2. Segel-Bundesliga. Denn neben dem Pokalgewinn ging es für die teilnehmenden Teams, die aktuell noch nicht in der 1. oder 2. Liga vertreten, um zwei Startplätze für die 2. Segel-Bundesliga 2018. Im Vorfeld qualifiziert hatten sich die besten drei Clubs aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga, die letzten sechs Clubs der 2. Liga, sowie die besten Clubs der Junioren Segel-Liga und den Regionalligen (Nord, Ost, Süd, West). Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

Die Ergebnisse des DSL-Pokals finden Sie hier

Flensburger Segel-Club, Platz 1 © DSBL/Lars Wehrmann
Die Flotte vor Glücksburg © DSBL/Lars Wehrmann
Siegerehrung © DSBL/Lars Wehrmann
Lübecker Segler-Verein © DSBL/Lars Wehrmann
Deutscher Touring Yacht-Club, Platz 3 © DSBL/Lars Wehrmann
Verein Seglerhaus am Wannsee, Platz 2 © DSBL/Lars Wehrmann
Seglergemeinschaft Lohheider See © DSBL/Lars Wehrmann
© DSBL/Lars Wehrmann

Freitag, 13. Oktober 2017

Simon Koster sechster in der ersten Etappe

Der Zürcher Simon Koster landet bei der ersten Etappe der Mini Transat Regatta La Boulangère auf dem sechsten Platz. Ein ausgezeichnetes Ergebnis angesichts der Bedingungen auf dieser sehr langen Etappe, denn der Wind flaute auf halber Strecke ab. Die Einhandsegler rechneten zwar nur mit 7-8 Tagen für die Strecke, doch brauchten sie letztendlich 10 Tage, um von La Rochelle Las Palmas de Gran Canaria zu gelangen. Simon und sein Eight Cube Sersa trafen 7Std.47 nach dem Sieger, Ian Lipinski ein; aber es geht weiter, es bleibt noch die zweite Etappe.

Simon Koster und sein spitzentechnologischer Prototyp Eight Cube Sersa landen auf dem sechsten Platz bei der ersten Etappe der Mini Transat Regatta La Boulangère. Er passierte die Ziellinie in Las Palmas de Gran Canaria (ESP) am Mittwoch, dem 11. Oktober um 23 Uhr, 9 Minuten, 30 Sekunden. Somit endet er 07Std. 47Min 18S nach dem Sieger, Ian Lipinski. Die Schlusswertung wird entsprechend der Gesamtzeit für die beiden Etappen berechnet; Die zweite Etappe ist also noch völlig offen. Wenn die Passatwinde wehen und Simon bessere Bedingungen vorfindet, hat er alle Chancen, auf dem Podium zu stehen! Die zweite Etappe startet Anfang November von Las Palmas de Gran Canaria zur Stadt des Seemanns, auf Martinique.

Diese erste Etappe wird in die Geschichte der Mini Transat Regatte als eine der längsten seit ihrem Bestehen eingehen. Der Startschuss wurde am Sonntag, dem 1. Oktober in La Rochelle (FRA) gegeben, die 81 Einhandsegler starteten mit starkem Gegenwind und hohem Seegang; Das waren für alle schwierige Bedingungen, vor allem für den Eight Cube Sersa und seinen runden Bug, denn starker Wind gefällt ihm gut, Gegenwind dagegen weniger. Die Segler passierten anschließend das Kap Finisterre mit tragendem Wind, für Simon war das ideal, er kam auf den dritten Platz der Gesamtbewertung. Daraufhin befanden sich die Wettkämpfer bis zum Ziel in einer windstillen Zone, wodurch diese erste Etappe mehrere Tage länger dauerte. Simon brauchte letztendlich zehn Tage bis zu den Kanarischen Inseln. Abgesehen von den klimatischen und sportlichen Widrigkeiten musste er auch seine Nahrung und das Wasser rationieren, um bis zum Ziel durchhalten zu können.

Simon erzählt sein Rennen: "Der Start war etwas schwierig, die Geschwindigkeit war nicht gerade umwerfend. Als dann aber der Wind aufkam, war ich gerettet; ich fuhr schnell, das war toll! Ich habe den Eindruck, dass meine Konkurrenten beim Kap Finisterre in der Defensive waren, so konnte ich gut aufholen. Aber wir hatten nur anderthalb Tage mit dem Wind, danach hatten wir nur noch schwachen Wind. Nach dem Kap bemerkte ich, dass ich eine Verschlussplatte im Boden der Verschalung verloren hatte, ich hatte eine Wasserfontäne, das war kein Geschenk. Aber letztendlich komme ich recht gut dabei weg! Ich konnte meine Position im Windloch beibehalten, denn unter den Wolken hatte ich eine gute Route. Aber die letzten beiden Tage waren am härtesten, geradeaus mit einem so schwachen Wind, man hatte da keine große Wahl; ich sah die ersten durchstarten, konnte ihnen aber nicht folgen.

Ich freue mich über die Veränderungen an meinem Boot seit der letzten Ausgabe, das geht in die richtige Richtung! Wenn ich immer noch meine Foils hätte, hätte ich sie wahrscheinlich über Bord geworfen", witzelt er. "Es wird ein wenig gebastelt werden müssen, aber insgesamt bin ich zufrieden!"

Der Start für die zweite Etappe ist für den 31. Oktober geplant.

Prototyp Bewertung erste Etappe:
1- Ian Lipinski (Griffon.fr): 15 Uhr 22Min 12S
2- Arthur Léopold-Léger (Antal XPO): 15 Uhr 24Min 05S
3- Erwan Le Méné (Rousseau Clôture): 21 Uhr 32 Min und 44S
4- Romain Bolzinger (Spicee.com): 22 Uhr, 29 Minuten und 57S
5 - Aurélien Poisson (Teamwork): 22 Uhr, 59 Minuten, 35S
6 - Simon Koster (Eight Cube Sersa): 23 Uhr, 9 Minuten, 30S
7- Jorg Riechers (Lillienthal): am Donnerstag 12. Oktober um 0 Uhr, 9 Minuten, 25S

Alle Ergebnisse

Langstrecken-Regatta in der Ostsee weckt Interesse

Neuaufgelegtes Nord Stream Race erfolgreich etabliert - Kungliga Svenska Segelsällskapet aus Schweden, Frederikshavn Sejlklub aus Dänemark und Åländska Segelsällskapet aus Finnland sind für das Nord Stream Race 2018 qualifiziert. Unter dem Motto „Connecting Baltics through Sports“ hat sich das Nord Stream Race mit Neuerungen erfolgreich als Langstrecken-Regatta durch die Ostsee etabliert. Die Vorbereitungen für das nächste Rennen 2018 laufen auf Hochtouren.

Erfolgreiche Neuauflage des Nord Stream Race
Beim Nord Stream Race 2017 segelten fünf Meister-Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland mit werftneuen ClubSwan-50-Rennyachten rund 1.000 Seemeilen von Kiel nach St. Petersburg. Jeder der fünf teilnehmenden Clubs hat für die Offshore-Regatta ein Team mit seinen besten zehn Seglern zusammengestellt. Unter ihnen waren viele junge Segler, drei Frauen sowie erfahrene Hochsee-Segler wie Gewinner des Volvo Ocean Race.

Das Rennen entlang der Nord-Stream-Pipeline führte von Kiel mit Zwischenstopps in Kopenhagen, Stockholm und Helsinki nach St. Petersburg zum Saint Petersburg Yacht Club, dem Organisator der Regatta.

Stärkerer und härterer sportlicher Wettkampf
Das Feedback der Seglerinnen, Segler und der gastgebenden Clubs fällt einstimmig positiv aus. „Die Teams sind begeistert von der Kombination aus Langstrecken-Etappen und kurzen Inshore-Races, wie sie es vom Liga-Segeln auf One-Design-Booten gewohnt sind“, erklärt der charismatische Skipper und Whitbread Race-Veteran Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben aus Finnland. „Die Mehrheit der Segler erlebte beim Nord Stream Race ihre Hochsee-Premiere an Bord einer 15 Meter Rennyacht – Nachtfahrten und Sturm inklusive. Sie haben es geliebt!“

Hohes Medieninteresse
Auch das öffentliche Interesse am Nord Stream Race ist im Vergleich zu den Vorjahren enorm gewachsen: Europaweit haben die Medien ausführlich über das Rennen und die teilnehmenden Clubs berichtet. Eine Gesamtreichweite von über 30 Millionen Kontakten wurde mit über 360 veröffentlichten Artikeln erreicht. „Durch die Einbeziehung der Sieger der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland haben wir auch in diesen Ländern viel Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen“, erklärt Vladimir Lubomirov, Kommodore vom Saint Petersburg Yacht Club, und ergänzt, „Jeder konnte seinem nationalen Meister folgen.“

Clubs aus Schweden, Dänemark und Finnland für 2018 qualifiziert
In Dänemark, Schweden und Finnland ist die Liga-Saison 2017 bereits beendet und die Teilnehmer für das Nord Stream Race 2018 stehen fest: In Schweden setzt sich die Kungliga Svenska Segelsällskapet aus Stockholm als bester Segelclub durch. In Dänemark verteidigt der Frederikshavn Sejlklub seinen Meistertitel und qualifiziert sich zum zweiten Mal für das NSR. Für Finnland startet im nächsten Jahr der Åländska Segelsällskapet von den Åland-Inseln.

Mehr Teilnehmer für 2018 im Gespräch
Es gibt bereits Anfragen von Clubs aus weiteren Ostsee-Ländern und ganz Europa, die 2018 beim NSR an den Start gehen wollen. Auch Eigner von ClubSwan-50-Yachten haben beim Veranstalter ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet.

Über das Nord Stream Race
Seit 2012 organisiert der Saint Petersburg Yacht Club die Langstrecken-Regatta Nord Stream Race in der Ostsee mit der Unterstützung von Gazprom und der Nord Stream AG. Das Rennen verbindet Russland, Deutschland, Finnland, Schweden und Dänemark.

Aus den nationalen Segel-Ligen qualifizierten sich für das Nord Stream Race 2017: Der Deutsche Touring Yacht-Club aus Deutschland, der Frederikshavn Sejlklub aus Dänemark, der Cape Crow Yacht Club aus Schweden, der Nyländska Jaktklubben aus Finnland und das Team von Lord of the Sail – Europe aus Russland. Skipper und Whitbread Race-Veteran Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben (Team Finland). „Die Mehrheit der Segler erlebte beim Nord Stream Race ihre Premiere an Bord einer 15 Meter Rennyacht – Nachtfahrten und Sturm inklusive. Sie fanden es großartig.“
Ergebnisse >

Der Deutsche Touring Yacht-Club während des Rennens © Nord Stream Race/ Lars Wehr
Laura Fischer vom Deutschen Touring Yacht-Club - eine der jüngsten Teilnehmerinnen
© Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Das Nord Stream Race 2017 verlief von Kiel nach St. Peterburg
Stürmische Bedingungen während der Rennen © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Kenneth Thelen vom Nyländska Jaktklubben © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Harte Wetterbedingungen für die Segler © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Start des Nord Stream Race 2017 in Kiel © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann
Cape Crow Yacht Club - Gewinner des Nord Stream Race 2017 © Nord Stream Race/ Lars
Besonders enge Rennen bei den kurzen Inshore Rennen © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann