Freitag, 30. Juni 2017

Ausgelassenes Fest auf der Schussen

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Segel-Motorboot-Clubs Friedrichshafen (SMCF) einfach nur um gemeinsam zu feiern. Am vergangenen Samstag gab es unter dem neuen Veranstaltungswart Werner Rau ein besonders ausgelassenes Fest mit starker Einbeziehung der Segler-Jugend.

Den Auftakt bildete am Nachmittag ein Wettkampf des SMCF Nachwuchses im Hafenbecken. Anstatt eines Segels hatten die sechs Jugendlichen allerdings jeweils einen Erwachsenen zum Paddeln an Bord ihrer kleinen Jollen. In einem kräftezehrenden Stechen schlugen Carla und Johannes als erste die Glocke im Ziel. Im spontanen Rennen unter der den Jugendlichen waren Jana und Julian am schnellsten.

Zurück an Land servierte die Jugend alkoholfreie Cocktails gegen eine Spende und Schussenwirt Naveed Malik versorgte alle mit einem ausladenden Buffet. Nach der Siegerehrung durch Timo Seifert (Vorstand Wettfahrtleitung), lud Katharina Kistner (Wassersportbeirat) die Mitglieder zu einer beschwingten Modenschau durch die Kollektion des Vereins. Zu aller Überraschung begleitete aber vorher noch Werner Rau (Vorstand Veranstaltungen) den singenden Präsidenten Ralf Steck am E-Piano. Christine Steck (Vorstand Kommunikation) und Katharina Kistner unterstützten ihn dabei gesanglich. Die Feier ging noch bis weit in die Nacht. Martin Händler, Pressearbeit des SMCF.
Hafenregatta mit gemischten Teams aus jugendlichen Steuermännern und erwach-senen Paddlern
Bei der letzten Wettfahrt bleiben die Erwachsenen an Land
Der SMCF Nachwuchs mixt alkoholfreie Cocktails
Ausgelassene Stimmung mit einem singenden Club-Präsidenten nach der Moden-schau

Donnerstag, 29. Juni 2017

Die 2. Segel-Bundesliga zu Gast in Warnemünde

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) wird ein Event vor Warnemünde ausgetragen (1. - 3. Juli). An drei Tagen kämpfen die 18 Clubs der 2. Segel-Bundesliga im Rahmen der Warnemünder Woche um wichtige Punkte. Wie immer geht es darum, sich den bestmöglichen Tabellenplatz zu sichern und seine Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Die Tabelle der 2. Segel-Bundesliga ist derzeit fest in norddeutscher Hand: Der Schlei-Segel-Club und die Seglervereinigung Itzehoe liegen punktgleich an der Spitze (6 Pkt.), dicht gefolgt vom Flensburger Segel-Club auf Platz drei (8 Pkt.).

Warnemünde hält für Segler, Zuschauer und Verantwortliche wieder besondere Spannung bereit: „Das spektakuläre Revier mit dem Regattagebiet direkt vor dem großartigen Strand, die perfekten Bedingungen bei fast jeder Windrichtung und die segelbegeisterten Menschen, machen Warnemünde so besonders. Wir freuen uns auf drei spannende Eventtage“, erklärt DSBL-Projektleiterin Laura Hatje.

Neben dem anspruchsvollen Revier und den optimalen Rahmenbedingungen, trumpfen auch die Teams wieder auf: Sie schicken ihre besten Seglerinnen und Segler ins Rennen. Vor allem der Lokalmatador, der Akademische SegelVerein Warnemünde will auf seinem Heimatrevier ganz vorne mitfahren. Es gehen Alexander Willsch, Jan Kudra, Ralf Butzlaff und Heinrich Hoder an den Start. Zuschauer können die Liga-Rennen vom Strand live verfolgen. Der Startschuss zur ersten Wettfahrt fällt Samstag um 11.00 Uhr vor der Sport Beach Arena. Alle Ergebnisse gibt es wie gewohnt auf www.segelbundesliga.de.
Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.
Schlei-Segel-Club, © DSBL/Lars Wehrmann
Seglervereinigung Itzehoe, © DSBL/Lars Wehrmann
Flensburger Segel-Club, © DSBL/Lars Wehrmann
DSBL, © DSBL/Lars Wehrmann
DSBL, © DSBL/Lars Wehrmann

Mittwoch, 28. Juni 2017

YCK erwartet 40 J/70 Sportboote zum Battle

Am 1./2. Juli werden ca. 40 Segelyachten vom Typ J/70 erwartet. Der Anlass zählt zum Swisscup, zur deutschen Segel-Regionalliga Süd und damit zur Qualifikation zur Deutschen Segel-Bundesliga und wird als Bodensee Battle für die Bodenseemeisterschaft gewertet. Mit dieser grenzüberschreitenden Bedeutung ist es nicht überraschend, dass sowohl die Spitzenteams der Schweizer Segel-Nationalliga als auch Top Teams aus der Deutschen Segel-Bundesliga in Kreuzlingen an den Start gehen.

Aus der Swiss Sailing League stehen gleich zwei Teams vom aktuell führenden Regattaclub Oberhofen vom Thunersee am Start. Für den Regattaclub Bodensee startet Julian Flessati. Mit seinem Team konnte er vor kurzem hier in Kreuzlingen die dritte Spielrunde der Schweizer Segel-Nationalliga gewinnen und liegt nun aktuell auf dem zweiten Platz in der Swiss Sailing League. Aus Österreich tritt Michael Quendler vom Yachtclub Hard an. Die Harder liegen im Moment auf Platz zwei der österreichischen Segel-Bundesliga. Aus der Deutschen Segel-Bundesliga nutzen gleich mehrere Top-Clubs die Regatta zu einem Leistungsvergleich. So startet der Münchner Yacht Club, der Bayrische Yachtclub und das Junioren Team des Deutschen Touring Yacht-Club.

Aber auch Teams aus der Region, vom Yachtclub Kreuzingen, von der Seglervereinigung Kreuzlingen und vom Konstanzer Yachtclub sind am Start.

Die Regatta wird vom Yachtclub Kreuzlingen organisiert, als Wettfahrtleiter ist Felix Somm im Einsatz. Die J/70-Flotte wird den Hafen Seegarten als Ausgangsbasis benutzen.

Der Yachtclub Kreuzlingen freut sich, diese Top-Segelteams in Kreuzlingen zu begrüssen und auf einen weiteren hochkarätigen Segelsportanlass in der Konstanzer Bucht.
Ulrich Dinkelacke, Medien YCK.
J/70 an der Startlinie; Foto: © Claudia Somm

Der Schweizerische Seglerverband Swiss Sailing mit neuer Führung

Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung von Swiss Sailing vom 24. Juni 2017 in Ittigen wurde eine neue Führungscrew unter Martin Vogler eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Zentralvorstand im Rahmen einer Statutenänderung reduziert. Damit ist der Weg frei für einen unbelasteten Neubeginn.

Hauptbehandlungspunkte der a.o. Generalversammlung waren die Statutenrevision und die damit verbundene Neubesetzung des strategischen Organs des Verbands. Der neugewählte Präsident des Zentralvorstands, Martin Vogler, zeigte sich über die Wahl erleichtert, meinte aber: „Mir ist nicht entgangen, dass die Meinungen und Ansichten der verschiedenen Sprachregionen ziemlich stark divergieren. Das Ziel der neuen Führungscrew muss sein, den verschiedenen Gruppen aufzuzeigen, dass das Verständnis für verschiedene Kulturen nicht von der Herkunft abhängt.“

Dem 65-jährigen Zürcher ist es ein grosses Anliegen, als Präsident für ALLE Seglerinnen und Segler wahrgenommen zu werden. „Dafür werde ich hart arbeiten und mit Präsenz vor Ort bei den Clubs und Klassen versuchen, einen offenen Dialog zwischen den Mitgliedern und der Führung von Swiss Sailing zu etablieren“, so der frischgewählte Präsident.

Statutenrevision macht Weg für Neubeginn frei
Die rund 90 anwesenden Präsidenten der Clubs und Klassen stimmten der vom ehemaligen Zentralvorstand vorgeschlagenen Statutenrevision nach einer sachlich geführten Diskussion mehrheitlich zu. Eine wichtige Änderung ist die Reduktion des Zentralvorstands von elf auf sieben Mitglieder. Unterschiedliche Ansichten wurden bei der Stimmrechtsverteilung offensichtlich. Der Artikel wurde in seiner ursprünglichen Form beibehalten, soll aber laut Martin Vogler zu einem späteren Zeitpunkt nochmals diskutiert werden, da sich gezeigt hat, dass der aktuelle Modus für viele grössere und aktivere Clubs und Klassen unbefriedigend ist.

Sämtliche Wahlen erfolgen im ersten Wahlgang
Obschon es im Vorfeld der Neuwahlen für den Zentralvorstand zahlreiche Diskussionen gegeben hatte, konnten der Präsident, die beiden Vize-Präsidenten sowie die vier ordentlichen Mitglieder bereits nach einem Wahldurchgang gewählt werden. Die sieben neuen Mitglieder des Zentralvorstands haben sich seit rund einem halben Jahr für die Aufgabe vorbereitet.
Die neue Führung von Swiss Sailing. v.l.n.r.: Marc Oliver Knöpfel, Bruno Rossini, Olivier Baudet,
Alberto Casco, Rolf Zwicky, Martin Vogler, Christoph Caviezel. Foto: © Lori Schüpbach
Der neue Zentralvorstand setzt sich für die kommenden drei Jahre wie folgt zusammen:
- Präsident Martin Vogler, Region Zürich
- Vize-Präsident Marc Oliver Knöpfel, Region Zürich und Walensee/Graubünden
- Vize-Präsident Olivier Baudet, Region Genfersee
- Alberto Casco, Region Zentralschweiz
- Christoph Caviezel, Region Zentralschweiz
- Bruno Rossini, Region Tessin
- Rolf Zwicky, Region Bodensee

Programm: Strategie, Finanzen und Transparenz
Die neue Führung will in einer ersten Phase ihrer Tätigkeit eine klare Verbandsstrategie festlegen, die Voraussetzungen für eine solide finanzielle Basis schaffen und zur Förderung der Transparenz innerhalb des Verbands die Kommunikation stärken.

Bereits anlässlich der ordentlichen Generalversammlung vom 11. November 2017 will der neugewählte Zentralvorstand erste Ergebnisse präsentieren.

SAILING Champions League kommt nach St. Moritz

Die SAILING Champions League ist weiter auf Erfolgskurs: In diesem Jahr steht St. Moritz als weiterer Austragungsort neben St. Petersburg und Porto Cervo auf dem Eventkalender der Wettkämpfe der besten Yachtclubs aus ganz Europa und den USA.

Vom 1. bis 3. September kämpfen die führenden Segelclubs aus 15 Ländern auf dem St. Moritzersee um die Qualifikation für das Finale der SAILING Champions League in Porto Cervo vom 22. bis 24. September.

St. Moritz ist als Austragungsort zahlreicher internationaler Top-Segel-Events und Meisterschaften in den unterschiedlichsten Bootsklassen für attraktiven Segelsport auf höchstem Niveau bekannt. In diesem Jahr kommt ein weiteres Top-Segel-Event hinzu: Anfang September ist der Segel-Club St. Moritz Ausrichter des zweiten Qualifikations-Events für die SAILING Champions League 2017.

Erstmals müssen nun die besten europäischen Segelclubs ihr Können auf dem außergewöhnlichen Segelrevier in St. Moritz unter Beweis stellen. So sind auf dem nur 600 Meter breiten St. Moritzersee schnelle Wendemanöver, exzellente Taktik und perfektes Bootshandling gefragt. Gesegelt wird wie im gesamten internationalen Segel-Ligasport auf J70-Kiel-Booten.

Zuschauer können die spannenden Regatten vor der beeindruckenden Alpenkulisse von der extra für das SAILING Champions League-Event gebauten Wassertribüne verfolgen.

Wir sind gespannt auf drei Tage voller packender Rennen auf dem St. Moritzersee 1768 Meter über dem Meeresspiegel. Willkommen bei der höchsten Segelregatta Europas in St. Moritz on „TOP OF THE WORLD“! Julia Egge, SAILING Champions League.

© Andrey Sheremetev
© Andrey Sheremetev

WWRa eröffnet mit dem Wäschtwind-Cup

Zum Auftakt der internationalen Regattaserie um den Unterseepokal startete am vergangenen Samstag 24. Juni vor der Kulisse Hegau-Radolfzell der „Wäschtwindcup“. Veranstalter und Ausrichter war der Wassersportclub Wäschbruck Radolfzell, WWRa.

Pünktlich um 13 Uhr erfolgte das Startsignal für 39 Yachten und Jollen, die in drei Yardstickklassen gestartet sind. Der 1. Start wurde nach ca. 30 Minuten von Regattaleiter Matthias Gundlach abgebrochen, da der Wind um 180° gedreht hatte. Neustart zu einem neu gelegten Dreieckskurs, der zweimal gesegelt werden musste. Die Segelcrews wurden nun mit ihrem Können und ihrer Geduld auf eine harte Probe gestellt, denn der Unterseewind zeigte all seine Launen. Von Windstärke 2 bis 0 war alles geboten und es waren vor allem die Taktiker an Bord gefragt.

In der Klasse bis Yardstick 99 belegte Michael Berenbach vom Yachtclub Radolfzell den 1. Platz. Sieger in der Klasse ab Yardstick 100 wurde Joe Wehrle vom Yachtclub Reichenau. Bei den Jollen belegte Peter Nietsch vom MRV Konstanz den 1. Platz.

Die Siegerehrung mit anschließender Aftersail-Party fand im WWRa-Clubgelände statt.
Text und Bilder: Otto Kasper.

Ergebnisse:
Jollen YST >
Yachten ab YST 100 >
Yachten bis YST 99 >

Auftakt zum 80. Jubiläum in Warnemünde

80. WARNEMÜNDER WOCHE empfängt Meister und Gäste aus aller Welt

Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Herrn Roland Methling, findet vom 1. bis 9. Juli 2017 die 80. WARNEMÜNDER WOCHE statt.

Dass bei dem maritimen Fest und internationalen Segelereignis ein Jubiläum ins Haus steht, wird nicht nur beim festlich geschmückten Umzug am Auftakttag deutlich, sondern spiegelt sich auch auf dem Wasser in einem hochkarätigen Regattaprogramm wider. Die WARNEMÜNDER WOCHE gehört zu den größten internationalen Segelsportveranstaltungen in Deutschland und wird auch in diesem Jahr Sportler aus rund 30 Nationen willkommen heißen. Mehr als 1.000 Segler werden auf der Ostsee antreten und das kulturelle Begleitprogramm lockt knapp über eine halbe Million Besucher in Rostocks Seebad Warnemünde.


Unter Beteiligung von elf weiteren Segelvereinen aus ganz Deutschland, die dem Warnemünder Segel-Club (WSC) tatkräftig bei der Durchführung der Regatten helfen, finden in 15 Bootsklassen unterschiedlichste Wettbewerbs-Formate statt. Folgende Highlights lassen sich mitunter live vom Strand, bei Regattabegleitfahrten oder von den Molenköpfen aus verfolgen: die Europameisterschaft der 505er, die Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln, der Laser Europa Cup, der Deutschland-Cup der Topcats, sowie diverse Kurz- und Langstrecken-Seeregatten. Weiterhin zu Gast ist die 2. Deutsche Segel-Bundesliga. Vom 1. bis 3. Juli 2017 gastiert sie das zweite Mal in Warnemünde und ganze 18 Clubs gehen dabei an den Start und kämpfen drei Tage lang um die besten Platzierungen.

Sportdirektor und Hauptwettfahrtleiter der Segler, Peter Ramcke, resümiert schon vor dem Start: „Wir haben viele spannende Klassen dabei und sind für dieses und nächstes Jahr sozusagen ausgebucht. Uns liegt nichts an einer immer größer werdenden Teilnehmerzahl, wir möchten uns vor allem auf die Qualität konzentrieren und das ist uns bereits jetzt schon gelungen.“ Das größte Teilnehmerfeld neben den 250 Lasern werden in diesem Jahr die 505er stellen, die Organisatoren der Regatten rund um WSC-Chairman Jürgen Missing rechnen mit mehr als 200 Sportlern. Beim zwischenzeitlichen Meldestand waren allein elf Nationen in der Zweihandbootsklasse vertreten, unter anderem vier aus den USA, wo es dann anschließend im September in Annapolis um den Weltmeistertitel geht. Auch im Internet können die Segelhighlights der 505er EM, der IDM der Seesegler und die bis zu vier Tage dauernde Langstreckenregatta hanseboot Rund Bornholm per Live-Tracking mitverfolgt werden.

Max Wilken, amtierender Deutscher Meister der Junioren im Laser Standard, kommt voller Vorfreude so wie viele Segler direkt von der Kieler Woche nach Warnemünde zum Europa Cup. „In Kiel lief es nicht ganz so gut, weil ich nicht 100%-ig fit war, daher ist die WARNEMÜNDER WOCHE für mich persönlich wichtig, denn sie ist die Generalprobe vor der WM in Belgien“, erklärt der 18-Jährige. „Ich hoffe, dass nicht vier Tage am Stück Flaute sind, denn einige Schwerpunkte muss ich mir noch setzen.“ Der Regattakalender der großen Yachten, die bei der IDM im Seesegeln an den Start gehen, fügt sich ebenso nahtlos an Rennen vor Kiel, Gotland sowie der sich anschließenden ORC-Europameisterschaft (24.-29.07.) in Danzig perfekt ein.

Ausblick mit Überraschungen zum städtischen Jubiläumsjahr 2018
Peter Ramcke kann seine Freude über fest geplante Formate zur 81. WARNEMÜNDER WOCHE nicht verbergen: „Angedacht für das nächste Jahr sind bereits eine Weltmeisterschaft der OKs, sowie eine Europameisterschaft der A-Cats.“ Beides sind Klassen, die Einhand gesegelt werden, bei denen also individuelles Können auf den Punkt gefordert ist. „Zudem rechnen wir damit, die Internationalen Deutschen Meisterschaften der 2.4mR und die der Korsare vor dem Seebad Warnemünde stattfinden zu lassen.“ Auch Johannes Dumrese, Sprecher des Inspekteurs der Marine, machte deutlich, dass die Ausweitung der Aktivitäten der Marine nicht nur in diesem Jahr für die Segler deutlich spürbarer werden, sondern 2018 noch ausgebaut werden sollen. „Wir haben die vergangenen drei Jahre sozusagen geübt, wie wir logistisch am besten helfen können und haben so viel Freude daran gefunden, dass wir uns gern mehr engagieren“, so J. Dumrese. Aus Anlass des 800. Stadtjubiläums sollen im Übrigen alle Bürgermeister der 84 Hauptmarine-Städte der Welt im Jahr 2018 in die Hansestadt eingeladen werden.

Sowohl Tourismusdirektor Matthias Fromm als auch Oberbürgermeister Roland Methling machen deutlich, dass die überregionalen Segelregatten in der Hansestadt derzeit ausschließlich durch Ehrenamtliche durchgeführt werden, die in Vereinen organisiert sind. Dieses Engagement soll mehr Wertschätzung erlangen, indem künftig hauptamtliche Organisationsstrukturen greifen. Diese dienen sowohl der Unterstützung des Ehrenamtes als auch dem Erhalt und kontinuierlichen Ausbau von hochkarätigen Segelregatten und weiteren Wassersport-Wettkämpfen. Das eigens hierzu erarbeitete Konzept sieht die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) als 100%-ige Tochtergesellschaft der Hansestadt Rostock vor.
Gesine Schuer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Laserklasse ist mit die stärkste und internationalste im Ostseebad und viele Segler
bereiten sich hier letztmals auf die WM vor (Foto: Pepe Hartmann)
Die Seesegler werden ihren Internationalen Deutschen Meister küren
(Foto: Johannes Weber)
Am 9. Juli wird der Titel des Europameisters bei den 505ern vergeben
(Foto: Annika Schmied)

Montag, 26. Juni 2017

Team Holzer siegt am Tegernsee

Am vergangenen Wochenende startete das Holzer Sailing Team um Steuermann Sven Holzer (Segler Verein Staad) und seinen beiden Vorschotern Wolfgang Holzer (ebenfalls SVS ) und Matrais Maskoet (Schweiz) beim Woipertinger Cup beim Yacht Club am Tegernsee (YCaT) am idyllischen Tegernsee.

Am Samstag konnten bei herrlichem Sonnenschein 4 Läufe bei thermischen Winden mit 3-4 Beaufort gesegelt werden. Diese verlangten auf dem schmalen Tegernsee taktische Finesse der Teilnehmer. Dem Konstanzer Segelteam gelangen in 4 Rennen in eindrucksvoller Manier 4 Laufsiege und verwies neben den Lokalmatadoren der verschiedenen bayerischen Seen auch das aus Brandenburg angereiste Segelteam. Am Abschlusstag konnte mangels Wind nicht mehr gesegelt werden. Das Team Holzer konnte bereits den 3. Saisonsieg beim fünften Start in dieser Saison erringen und bestätigte eindrucksvoll seine stabile Form.

H-Boote am Tegernsee

«Es war lange offen, wer es entscheiden kann»

Die blu26 Klasse ist bereits langjähriger Gast in Romanshorn. Mit zehn Mannschaften am Start, Wetterund Windglück wird die Regatta 2017 in besonders guter Erinnerung bleiben. Das Gewinner Team ‘Giachem Duas’ setzt die Amplitude und zugleich ein hohes sportliches Niveau für die nächste blu26 Regatta in St. Moritz.

Wer den Bodensee als Segler kennt, weiss, es kann ‘top oder flop’ sein. Das letzte Wochenende hat sich der See jedoch von seiner schönen und attraktiven Seite gezeigt. blu26 Teams aus Deutschland und der Schweiz sind nach Romanshorn gereist, um sich bei einer guten Brise von 2-4 BF zu messen. Mit teilweise unbeständigen Windverhältnissen hat die Wettfahrtleitung um Susanne Schulze und Marco Bühler mit insgesamt 9 Wettläufen eine ausgezeichnete Arbeit geleistet.

«Es war lange offen, wer es entscheiden kann», sagt Marco Danuser «Nusi» vom Gewinner Team aus St. Moritz. Team ‘Hazel’ mit Michael Klötzli auf dem dritten Platz, und Team ‘blunote’ mit Reinhard Rigling auf dem zweiten Platz, konnten ‘Giachem Duas’ mit Christa Kuster den ersten Platz kaum wettmachen. Sie haben das Podest taktisch clever und mit sauberen Manövern erklommen.

Beachtenswert war, dass sich auch Newcomer langsam nach vorn arbeiten. Teams die noch nicht so lange in der Klasse segeln oder neu zusammengefunden haben, sind durch sehr gute Leistungen aufgefallen und haben sich neu positioniert.

Die 2017 Saison verspricht spannend zu werden! Denn das Gewinnerteam ruft die blu26 Klasse im August schon ins Engadin. Der blu26 Cup St. Moritz ist dank dem bekannten Malojawind, kurzen Läufen, und einer Vielzahl an Teams im Rotationsmodus ein äusserst attraktiver Event für Segler wie Zuschauer, und das nächste Highlight des blu26 Programms. Bericht: Céline Zuber. Ergebnis >

Mehr Infos zur aktuellen blu26 Ragattasaison 2017 auf www.blu26.org/index.php/events. Und so geht’s weiter:
• blu26 Cup St. Moritz 19.08 - 20.08.17
• blu26 Swiss Championship Bayern 15.09 - 17.09.17
• blu26 Cup Zürich 30.09 - 01.10.17

Favoritensiege am Seemooser Opti-Pokal

Insgesamt 102 junge Nachwuchssegler waren am Wochenende (24. und 25. Juni) beim Württembergischen Yacht-Club zu Gast, um beim „Seemooser Opti-Pokal“ zu segeln. Vor allem in der Gruppe A der leistungsstärkeren Nachwuchssegler haben sich die Favoriten durchgesetzt. Luca Jost vom gastgebenden WYC gewann vor Franziska Nussbaumer vom YC Langenargen. Dritter wurde Niklas Ill vom YC Ludwigshafen Bodensee. Aber auch in der Gruppe B siegte mit Finn Meichle (YC Langenargen) kein Unbekannter. Bei den B’lern segelte David Rohde (YC Hard) auf Rang zwei, gefolgt von Rosa Speckle (WYC).

24 Starter waren in Gruppe A mit ihren Optimisten auf dem See, in der Gruppe B waren 78 Nachwuchssegler am Start. Los ging es bei eher lauen Winden am Samstagmittag. Bis zum Abend waren in der Gruppe A drei Wettfahrten, in der Gruppe B zwei Rennen gesegelt. „Es war echt schwierig. Durch die stark drehenden Winde musste ich die Bahn sehr oft verlegen“, erklärte Wettfahrtleiterin Alexa Schaufler. Mehrfach musste sie das Startverfahren abbrechen, da die Startlinie nicht mehr rechtwinklig zur Windrichtung lag.

Am Sonntagvormittag war es nach dem Durchzug eines Regengebiets nicht mehr so warm. Die Wettfahrtleiterin schickte die beiden Startgruppen wiederum gegen Mittag auf den Kurs, nachdem sich der Wind auf eine Richtung eingependelt hatte. Unter eher bedecktem Himmel wehte Südwind. „Schöne drei Beaufort, mit Schaumkronen auf dem See“, konkretisierte Günther Widmer, Regatta-Obmann des WYC. Die schon im Zwischenergebnis vom Samstagabend Führenden ließen nichts mehr anbrennen und bestätigten ihre Spitzenpositionen auch in den beiden Wettfahrten am Sonntag.

Luca Jost, der sich kürzlich sogar eines der fünf deutschen Tickets für die WM im Juli in Thailand gesichert hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und machten den Gesamtsieg mit zwei weiteren Laufsiegen klar. Ihm folgte am Sonntag zweimal direkt Franziska Nussbaumer, die mit 10 Punkten insgesamt auf Rang zwei segelte – zwei Plätze besser als voriges Jahr.

Drei erste Plätze hat Finn Meichle in der Gruppe B gesegelt, dazu einen zweiten Platz als Streicher. Den vierten Laufsieg holte sich der zweitplatzierte David Rohde. Einen zweiten und zwei vierte Plätze brachte Rosa Speckle in die Wertung, die damit auch bestes Mädchen in der Gruppe B war.

Das moderate Wetter – weder zu viel Wind noch zu viel Sonne – sorgte dafür, dass die sieben Sicherungsboote des WYC (dazu noch weitere Schlauchboote aus anderen Clubs) nur einmal gebraucht wurden, als ein Segler ein Stück vom Regattafeld Richtung Schlosskirche abgetrieben war. Die Nachwuchspiloten hatten ihre segelnden Seifenkisten auch voll im Griff – keine einzige Kenterung wurde registriert.

Seemooser Opti-Pokal 2017

Gruppe A (24 Starter, 5 Wettfahrten) Alle Ergebnisse >
1. Luca Jost, WYC, 5 Punkte
2. Franziska Nussbaumer, YC Langenargen, 10 Punkte
3. Niklas Ill, YC Ludwigshafen Bodensee, 15 Punkte
4. Janik Müller, Schweiz, 15 Punkte
5. Leon Jost, WYC, 22 Punkte
6. Jakob Vollmer, YC Radolfzell, 24 Punkte

Gruppe B (78 Starter, 4 Wettfahrten) Alle Ergebnisse >
1. Finn Meichle, YC Langenargen, 3 Punkte
2. David Rohde, YC Hard (Österreich), 5 Punkte
3. Rosa Speckle, WYC, 10 Punkte
4. Max Winkler, SC Öhningen, 14 Punkte
5. Amelie Wehrle, Jollen-Segler Reichenau, 21 Punkte
6. Constantin Troeger, BYC Überlingen, 24 Punkte
185Nachwuchssegler waren am Wochenende mit ihren Optimist-Dinghies beim
WYC und segelten um den „Seemooser Opti-Pokal“. Foto: Günther Widmer
Glückliche Segler auf den Podiumsplätzen beim „Seemooser Opti-Pokal“ 2017:
Von links Rosa Speckle (Gruppe B Dritte, WYC), David Rohde (B Zweiter, YC Hard), Finn Meichle (B Sieger, YC Langenargen), Luca Jost (Gruppe A Sieger, WYC), Franziska Nussbaumer (A Zweite, YC Langenargen) und Niklas Ill (A Dritter, YC Ludwigshafen Bodensee), eingerahmt von Wettfahrtleiterin Alexa Schaufler (ganz rechts) und WYC-Regatta-Obmann Günther Widmer (links hinten). Foto: Tatjana Widmer

Neuer Werbepartner bei BN

Mit dem Marine Center Goldach unter der Leitung von Peter Debrunner und Daniel Studer konnte Bodensee-News BN ein neuer Werbepartner für BN (www.bodensee-news.ch) gewonnen werden. Danke für Ihr Vertrauen.

Sie stellen sich vor:

Ihr Marinepartner der Region Marine-Center
Für alle Anliegen rund um Ihr Boot sind wir Ihr Ansprechpartner. Dank der kompetenten Partnerwerkstatt sind wir für alle Antriebs- oder Elektrikprobleme bestens gerüstet. Die grosse Kundenzufriedenheit ist auch im Marine Center unser grösstes Anliegen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Herzlich willkommen bei BN - wir würden uns freuen, wenn Sie online über die beiden Links den Marine Center besuchen oder dann gleich vor Ort in Goldach.
Website: www.marine-goldach.ch
Facbook: www.facebook.com/marinecentergoldach

Zürich-Enge gewinnt in Estavayer

SSL/Der Neuenburger-See zeigte sich am Schlusstag der Swiss Sailing Challenge League von Estavayer als Seglerparadies. Herrliche Windbedingungen, Sonnenschein und Badetemperaturen waren optimale Bedingungen um nochmals 10 Rennen zu segeln.

Der Westwind um 2-3 Windstärken sagte dem regionalen Team aus Murten besonders zu und sie konnten drei ihrer fünf Gruppenrennen gewinnen und so die bislang führenden Zürcher nochmals kräftig unter Druck setzen. Das letzte Rennen der Spielrunde musste die Entscheidung bringen. Mit einem Sieg und zwei Plätzen Vorsprung auf die Zürcher konnte Murten noch gewinnen. Das Team vom SC Enge (Zürich) mit Christian Sprecher, Pascal Abegg, Fabian Meier, Claudio Walker und Nicolas Sauter blieb aber trotz der Hitze cool. Mit einem klaren Laufsieg gewannen sie die dritte Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League überzeugend und konnten sich damit auch die Führung in der Jahreswertung -  punktgleich mit Versoix -  zurückerobern. Ergebnis >

Die Sieger vom SC Enge, Foto: © Claudia Somm/SSL

Viele Startübungen

Fünf Starts, aus denen eine abgekürzte Wettfahrt gewertet werden konnte. So lautet die Sonntagsbilanz beim Harder Cup der Lacustre, 30er und 45er am 24. und 25. Juni. „Es war eine Katastrophe,“ meinte Wettfahrtleiter Thomas Peter vom Yachtclub Hard, der die Regatta mit seinem Bruder Jürgen leitete. „Sowohl für die Segler, als auch für die Wettfahrtleitung.“ Es gab den ganzen Tag drehende Wind aus allen Richtungen. „Der Wind ist von überall her gekommen, nur nicht geblieben. Erst gegen Mittag konnten wir eine abgekürzte Wettfahrt unter halbwegs realistischen Bedingungen durchbringen.“

Der Samstag war nicht viel besser. Auch hier kam es bei extrem leichtem und löchrigem Wind zu nur einer abgekürzten Wettfahrt.

Am besten fand sich Markus Bilgeri vom Yachtclub Hard auf seinem Heimatrevier zurecht, vor Wolfgang Birkle vom Segler-Verein Staad. Dritter wurde Gerhard Lässer vom Yachtclub Hard.

Die Lacustre stellten mit 14 Schiffen am Start die größte Gruppe in Hard und durften deshalb als erste auf die Bahn. Die 30er Schärenkreuzer kamen mit zehn Booten an den Start, hier siegte Wolfgang Hiß vom Yachtclub Immenstaad. Bei den 45ern (fünf Schiffe) gewann Philipp Wieland vom Württembergischen Yacht-Club Friedrichshafen. Stephan Frank. Ergebnisse >

Souveräner Sieg für Zajac/ Matz in Kiel

Das neuformierte OeSV-Nacra 17 mixed Team, Thomas Zajac und Barbara Matz, holte bei der traditionellen Kieler Woche überlegen den Sieg. Im abschließenden heutigen Medal Race setzten Zajac/Matz ihre konstante Leistung der vergangenen Tage fort und krönten die zweite Regatta ihrer gemeinsamen Laufbahn mit einem echten Triumph. Mit klarem Abstand verwiesen sie ihre direkten Konkurrenten aus Deutschland und Russland auf die Plätze zwei und drei. David Bargehr und Lukas Mähr, 470er, hatten sich als zweites OeSV-Team ebenfalls für das Medal Race in ihrer Klasse qualifiziert. Bei stark drehendem Wind konnten sie zwei Plätze gut machen und beschlossen die Kieler Woche auf Platz 5. Ein zufriedenstellendes Ergebnis für das Vorarlberger Duo, das damit seinen letzten Testlauf für die bevorstehende WM in Griechenland erfolgreich absolviert hat.

Kompromisslos zum Sieg
Thomas Zajac und Barbara Matz waren ohne große Erwartungen nach Kiel gereist. Immerhin war es erst die zweite gemeinsame Regatta des neuformierten OeSV-Duos, zudem hatte Matz die vergangenen Wochen ihren Fokus auf die schulischen Verpflichtungen rund um die Matura gelegt. Mit wenig gemeinsamer Trainingszeit im Gepäck lagen die Ziele für Kiel mehr auf der Prozess- denn auf der Ergebnissebene, die Abstimmung und die gemeinsame Weiterentwicklung als Team war der erklärte Vorsatz.

Doch Thomas Zajac und Barbara Matz dominierten das Nacra 17-Feld vom ersten Wettfahrtstag an und gaben die Führung an der Tabellenspitze zu keinem Moment ab. Die Freude, nun als Sieger die Heimreise antreten zu können, ist dementsprechend groß, die Erwartungen wurden damit klar übertroffen.

„Die Kieler Woche zu gewinnen, ist einfach lässig! Jeder kennt die Kieler Woche. Für uns war es gleichzeitig der Kick-Off-Event für unsere Olympiakampagne für Tokyo 2020. Und der ist perfekt gelungen“, so ein freudestrahlender Thomas Zajac.

Angesprochen auf das Erfolgsrezept meint der Bronze-Medaillengewinner von Rio: „Wir hatten uns heute vorgenommen, dass Medal Race zu gewinnen. Wir wollten keine Kompromisse eingehen, unsere Entscheidungen konsequent treffen und versuchen, alles rauszuholen. Für den Gesamtsieg hätte auch ein zweiter oder dritter Platz gereicht, aber das war uns nicht genug. Wir haben all unsere Energie zusammengenommen, die nach den letzten zwei, sehr anstrengenden Tagen mit insgesamt vier Races mit jeweils drei Runden noch da war. Nach einem gelungenen Start und ein paar gute Shifts konnten wir das Feld perfekt kontrollieren, dann sind wir weggezogen. Wir haben einfach weniger Fehler gemacht als die Anderen.“

Für Zajac/ Matz war die Kieler Woche auch gleichzeitig die Abschiedsregatta vom Olympiaboot. In den kommenden Tagen soll das neue, foilende Boot eintreffen. Mit dem will das Nacra 17-Duo sobald als möglich in Kiel trainieren, um sich auf die dort stattfindende Europameisterschaft (30.Juli – 4. August 2017) vorzubereiten.
Thomas Zajac & Barbara Matz (©David Pichler/www.dapic.rocks)
Erfolgreicher letzter Test vor WM
Von Platz 7 starteten David Bargehr und Lukas Mähr im 470er-Feld ins heutige abschließende Medal Race. Erneut sah man sich mit stark drehenden Windbedingungen konfrontiert, ein Bild, dass auch die vergangenen Wettfahrtstage in Kiel geprägt hatte. Das Voralberger Duo mobilisierte noch mal alle vorhandenen Kräfte und konnte sich unter den schwierigen Bedingungen auf Platz Fünf im Medal Race vorkämpfen. Auch im finalen Gesamtklassement belegte man damit Platz 5, womit sich das 470er-Duo sehr zufrieden zeigte: „Wir hatten heute ein sehr gutes Medal Race, vor allem in Anbetracht der Umstände. Wir sind auf der innersten Bahn gesegelt und die Bedingungen waren das Verrückteste, was wir je erlebt haben. Der Wind hat quasi im Sekundentakt gewechselt, damit wurden auch innerhalb vom Feld die Positionen mehrmals durch gewechselt. Wir sind glücklich, dass wir zwei Plätze gegenüber gestern gut machen konnten und sind mit Platz Fünf wirklich zufrieden. Wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt und es war ein gute letzter Test vor der WM.“

Für David Bargeher und Lukas Mähr geht es nun für eine Woche zurück nach Österreich. Neben Regeneration und Therapie, Bargehr elaboriert noch an den Folgewirkungen seiner schweren Handverletzung, liegt der Fokus ganz auf den letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Weltmeisterschaft. Die 470er-WM findet von 7. bis 15. Juli 2017 in Thessaloniki/ Griechenland statt. Bericht: Mag. Anna Sollereder.
David Bargehr & Lukas Mähr (©David Pichler/www.dapic.rocks)

Endstand Kieler Woche, 25.Juni 2017

470er (Endstand nach dem Medalrace)
1. Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 12 Punkte (2/2/1/1/1/1/(3)/2)
2. Pavel Sozykin/ Denis Gribanov (RUS), 32 Punkte (9/(10)/2/2/2/4/1/8/4)
3. Daichi Tajayama/ (JPN), 41 Punkte (5/ 9/ 4/6/6/2/UFD/3/6)
5. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 47 Punkte (3/1/(8)/5/8/7/8/5)

Nacra 17 mixed (Endstand nach dem Medalrace)
1. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 24 Punkte ((4)/1/1/1/1/3/4/3/1/2/1/2/1/1/2)
2. Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 34 Punkte (1/(3)/3/ 2/2/1/3/1/3/3/DNF/1/2/3/6)
3. Maksim Semenov/ Alina Shchetinkina (RUS) , 48 Punkte (3/(6)/2/6/3/4/1/2/2/4/5/3/2/6/DPI)

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: http://www.kieler-woche.de

Sonntag, 25. Juni 2017

Kieler Woche Tag 4 Zajac/ Matz als Führende ins Medal Race

Thomas Zajac und Barbara Matz beschließen in Kiel einen weiteren erfolgreichen Tag. Nach vier weiteren Wettfahrten hat das Nacra 17 – Duo seinen Führungsanspruch bekräftigt und den Abstand zu den Zweitplatzierten auf sechs Punkte ausgebaut. Die Ausgangsposition für das morgige abschließende Medal Race könnte damit besser nicht sein.

Nicht ganz nach Wunsch lief es für David Bargehr/ Lukas Mähr. Der gestrige kräftezehrende Wettfahrtstag war an den Vorarlberger nicht spurlos vorüber gegangen, mit Platz 7 stehen die Zeichen für das morgige 470er- Medal Race aber voll auf Angriff. Den Einzug in selbiges verpassten Niko Kampelmühler/ Thomas Czajka (ebenfalls 470er) mit Platz 11 denkbar knapp.

Ein vorzeitiges Ende fand die Kieler Woche für Tanja Frank und Lorena Abicht. Nach einer Fußverletzung von Frank in der letzten Wettfahrt am Vortag, stieg das 49er FX Team heute nicht mehr ins Boot. Das zweite 49erFX-Team aus der OeSV-Flotte, Angelika Kohlendorfer/ Lisa Farthofer, war heute in der Silver Fleet am Start.

Ihr Kieler-Debüt in der 49er-Klasse beenden Marco Baumann/ Jakob Flachberger auf Platz 53, mit einem zweiten Platz als bestes Ergebnis in den insgesamt 12 Wettfahrten ließen sie aufhorchen.

Bei den Para World Sailing Championships reihte sich Kurt Badstöber vor dem Finaltag mit Platz 31 im guten Mittelfeld ein.

Konsequent an der Spitze
In den 14 Wettfahrten unter teils widrigen Bedingungen haben Thomas Zajac und Barbara konstant gute Leistung gezeigt. Mit insgesamt acht Wettfahrtssiegen und in nie schlechter als Vierter hat das neuformierte Nacra17-Team des OeSV sein Potential mehr als aufgezeigt. Mit mittlerweile sechs Punkten auf die Zweitplatzierten aus Deutschland, Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer und 21 Punkten auf das russische Team auf Platz 3 konnten Zajac/ Matz ihren Vorsprung heute weiter ausbauen, die Vorzeichen für das morgige finale Medal Race sind damit optimal.

„Es war auch heute wieder ein sehr fordernder und anstrengender Wettfahrtstag für uns. Der Wind hat unsere ganze Konzentration verlangt und wir mussten bei den Manövern extrem aufpassen. Natürlich passieren uns noch immer Fehler. Aber jetzt starten wir von der Tabellenspitze ins morgige Medal Race, es könnte also nicht besser sein. Wir sind darüber sehr glücklich, morgen heißt es nochmal Vollgas geben“, so Barbara Matz vor dem finalen Wettfahrtstag in Kiel.

Vorarlberger Kampfgeist
Bei weniger, aber immer noch stark böigem Wind gab es heute im 470er-Feld einiges an Bewegung, leider nicht immer zu Österreichischem Vorteil. Mit einem siebten, achten und fünften Platz konnten David Bargehr und Lukas Mähr nicht ganz an den Erfolgslauf der ersten Tage anschließen, mit Platz 7 im Gesamtklassement ist die Ausgangsposition für morgige Medal Race aber doch sehr aussichtsreich.

„Wir sind mit heute nicht vollends zufrieden. Auch wenn es unterm Strich besser gelaufen ist als gestern. Wir sind inzwischen körperlich ausgelaugt, es ist der vierte Wettfahrtstag in Folge mit wirklich harten Wettkämpfen. Das hinterlässt Spuren. Es fehlt uns einfach noch das letzte Stück auf die 100 Prozent, damit wir ganz vorne dabei sind. Doch wir sind heuer schon zum dritten Mal im Medal Race, wir sind also am richtigen Weg. Auch mit dem vierten Platz ist hier morgen noch viel drin“, zeigt sich Lukas Mähr zuversichtlich.

Knapp vorbei
Für ihre 470er -Kollegen Niko Kampelmühler und Thomas Czajka endete die Kieler Woche mit dem heutigen Tag. Mit dem finalen Platz 11 verpassten sie den Einzug ins Medal Race denkbar knapp, das Resümee der beiden fällt trotzdem positiv aus, wie Kampelmühler erzählte:

„In der ersten Wettfahrt war leider ein ziemliches Durcheinander. Wir hatten mit ähnlichen Bedingungen wie gestern gerechnet, hatten demnach nicht optimal getrimmt. Auch den gestrigen Mastbruch hatten wir wohl noch im Hnterkopf. Aber in der zweiten und dritten Wettfahrt waren wir dann wesentlich besser eingestellt, vieles war offen und die Plätze wurden mehrmals durchgewechselt. In der Summer sind wir sehr zufrieden. Das Feld war zwar schwächer als beim Weltcup-Finale, aber es war für unsere Motivation sehr positiv, dass wir vorne mit gefahren sind.“

Schmerzhaftes Ende
Für Tanja Frank und Lorena Abicht im 49er FX fand die Kieler Woche ungewollt ein vorzeitiges Ende. In der letzten Wettfahrt gestern, Freitag, war Tanja Frank bei einer Wende so unglücklich gefallen, dass ihr Fuß zwischen Ruderdreieck und Boot steckenblieb. Ein Auftreten und Bewegen war nur noch unter Schmerzen möglich, weshalb man sich gegen eine weitere Teilnahme an den heutigen Wettfahrten entschied. Tanja Frank befindet sich bereits in ärztlicher Behandlung.

Gutes Mittelfeld
Auch bei den 2.4mR Para World Sailing Championships fällt die Bilanz vor dem Finaltag am Sonntag zufrieden aus, so Head Coach Alfred Sulek: „Wir hatten heute drei Wettfahrten mit Wind bis ungefähr 15 Knoten. Kurt Badstöber ist heute wirklich gut gefahren, vor allem mit dem 24.Platz in der zweiten Wettfahrt. Im Gesamtklassement liegen wir auf Platz 31 und damit vor zahlreichen Nationen, die massive Unterstützung durch die World Sailing bekommen. Insofern sind wir sehr zufrieden. Für morgen sind zwei weitere Wettfahrten angesetzt, die Vorhersage deutet wieder auf mehr Wind hin. Wir wollen uns im guten Mittelfeld halten.“ Bericht: Mag. Anna Sollereder.

Zwischenstand Kieler Woche Tag 4, 24.Juni 2017

470er (Zwischenstand nach 8 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 10 Punkte (2/2/1/1/1/1/(3)/2)
2. Pavel Sozykin/ Denis Gribanov (RUS), 28 Punkte (9/(10)/2/2/2/4/1/8)
3. Simon DIesch/ Philipp Autenrieth (GER), 28 Punkte (7/4/3/3/(28)/6/4/1)
7. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 37 Punkte (3/1/(8)/5/8/7/8/5)
12. Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka (AUT), 49 Punkte (11/13/10/15/(28))

Nacra 17 mixed (Zwischenstand nach 14 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 22 Punkte ((4)/1/1/1/1/3/4/3/1/2/1/2/1/1)
2. Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 28 Punkte (1/(3)/3/ 2/2/1/3/1/3/3/DNF/1/2/3)
3. Maksim Semenov/ Alina Shchetinkina (RUS) , 43 Punkte (3/(6)/2/6/3/4/1/2/2/4/5/3/2/6)

49er FX (zum Versandzeitpunkt waren die Wettfahrten noch am Laufen)
Aktuelle Ergebnisse unter >

49er (Zwischenstand nach 12 Wettfahrten, 1 Streicher)
53. Marco Baumann/ Jakob Flachberger (AUT), 238 Punkte ((DNC)/ 28/ 19/17/2/-/36 DNF/36 DNF/11/36 DNF/22/17/14)

2.4 mR Parasailing World Championships (Zwischenstand nach 8 Wettfahrten, 1 Streicher)
30. Kurt Badstöber (AUT), 205 Punkte, ((44 DSQ)/17/31/25/44 DNC/32/24/33)

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: www.kieler-woche.de
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Thomas Zajac & Barbara Matz (© avid Pichler/www.dapic.rocks)

Der Segelclub Zürich-Enge führt in der Hitzeschlacht von Estavayer

Nach 6 Gruppenrennen bei leichten Winden und Hitze führt der Segelclub Enge mit 3 Laufsiegen die dritte Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League klar an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen punktegleich der Segelclub Männedorf und der Yachtclub Kreuzlingen. Das Team des in der Challenge League führenden Club Nautique de Versoix konnte dank einem Laufsieg im letzen Rennen des Tages noch Schadensbegrenzung betreiben und liegt im Zwischenklassement auf Platz 5.

Der Neuenburgersee begrüsste die Segelclubs aus der ganzen Schweiz erst einmal mit Flaute zur dritten Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League. Nach einer Startverschiebung und drehenden, unkonstanten Winden konnte kurz vor 12:00 Uhr endlich zum ersten Lauf gestartet werden. Der Segelclub Enge legte mit einem Laufsieg vor und setzte die Konkurrenten damit unter Zugzwang. Auch der Wind, der zeitweise mit ca. 8 Knoten aus Westen wehte weckte Hoffnungen auf einen intensiven Segeltag.

Im zweiten Rennen konterte der Yachtclub Kreuzlingen mit einem Laufsieg und im dritten Rennen macht der SC Männedorf mit einem Laufsieg das Spitzentrio komplett. Dann allerdings schlief der Wind völlig ein und die Boote kehrten in den Hafen zurück. Die Zeit bis gegen 18 Uhr wurde mit Baden und Kühlen verbracht.

Dann erlaubte eine leichte östliche Brise doch nochmals drei weitere Rennen direkt vor der Kulisse von Estavayer. Der SC Enge gewann seine zwei Gruppenrennen nochmals klar und liegt nun klar an der Spitze. Die Verfolger aus Männedorf und Kreuzlingen erreichten je einen zweiten und einen vierten Platz und liegen damit punktegleich auf den Plätzen.

Die Wetteraussichten für Sonntag sind wiederum heiss! Die Segler hoffen natürlich, dass auch noch Wind für weitere Rennen dazukommt. Facebook >

Der SC Enge (Boot Nr. 6) vor dem YC Kreuzlingen (Boot Nr 3). Im Hintergrund die herrliche Kulisse von Estavayer, Foto: © Claudia Somm/SSL

Samstag, 24. Juni 2017

Kieler Woche Tag 3 - Überlebenskampf

Kiel zeigte sich wind- und wettertechnisch auch weiter von seiner launischen Seite. An Tag 3 waren die Teams erneut von wechselhaften Windbedingungen, diesmal mit Spitzen bis zu 30 Knoten, gefordert. Am besten kamen damit einmal mehr Thomas Zajac und Barbara Matz zurecht. Nach nunmehr insgesamt zehn Wettfahrten, davon fünf Wettfahrtssiege für Zajac/Matz, führt das Nacra 17 mixed –Duo das Feld weiter an.

Hart kämpften auch David Bargehr, der noch an den Folgewirkungen seiner schweren Bizepsverletzung elaboriert, und Partner Lukas Mähr im 470er. Das Vorarlberger Duo musste einen kleinen Rückschlag hinnehmen, mit Platz 4 im Gesamtklassement liegt man aber weiterhin voll auf Kurs in Richtung Medal Race. Auch Niko Kampelmühler/ Tom Czajka wurden Opfer des starken Windes, ein Mastbruch in der zweiten Wettfahrt bedeutete das vorzeitige Ende des dritten Wettfahrttages.

Die OeSV-Damen Tanja Frank/ Lorena Abicht sowie Angelika Kohlendorfer/ Lisa Farthofe im 49er FX-Feld gingen unter den Starkwindbedingungen an ihre Grenzen (die definitiven Platzierungen waren zum Versandzeitpunkt noch nicht verfügbar).

Der wechselnde Wind und die hohen Wellen forderten auch bei den Para World Sailing Championships ihren Tribut. Kurt Badstöber konnte sich in der ersten Wettfahrt noch mit einem 25. Platz sicher ins Ziel fahren, auf die zweite Wettfahrt verzichtete der österreichische 2.4 mR-Segler aus sicherheitstechnischen Gründen.

Alles unter Kontrolle
Thomas Zajac und Barbara Matz stellten heute einmal mehr ihr Können unter Beweis. Zwar war die Nacra 17 – Flotte durch einen späteren Start windtechnisch etwas begünstigt, aber die böigen und drehenden Bedingungen brachten trotzdem zahlreiche Teams ans Limit.

„Es war natürlich körperlich sehr anstrengend, vor allem für mich. Aber es ist uns eigentlich alles gut gelungen. Wir hatten das Boot durchgehend gut unter Kontrolle, während andere Teams deutlich mehr gekämpft haben. Jetzt müssen wir uns bis morgen rasch erholen, denn wir wollen unsere Topposition unbedingt halten“, gab Barbara Matz zu Protokoll.
David Bargehr & Lukas Mähr (© David Pichler/www.dapic.rocks)

Zajac/ Matz hatten heute ihren Bilanz um einen dritten und vierten Platz, einem Wettfahrtssieg und einem Platz 2 im letzten Rennen des Tages ergänzt. Damit hält das Nacra 17 Team mit 17 Punkten weiter seine Position an der Tabellenspitze.
Thomas Zajac & Barbara Matz (© David Pichler/www.dapic.rocks)
Grenzwertig
„Ein Überlebenskampf bei brutal viel Wind“ - so brachte David Bargehr den heutigen, dritten Wettfahrtstag der olympischen Klassen im Rahmen der Kieler Woche auf den Punkt. Bei Windspitzen mit bis zu 30 Knoten war das 470er Feld von der ersten Wettfahrt an voll gefordert.

„Wir haben voll gekämpft und sind an unsere körperlichen Grenzen gegangen. Auf Grund meiner Verletzung habe ich noch nicht meine maximale Leistungsfähigkeit zurück. Aber bei der Leistungsdichte und diesen extremen Bedingungen wird jeder Fehler, jedes Defizit bestraft. Für morgen ist erneut viel Wind angesagt, deswegen steht für heute Abend Regeneration im Fokus. Wir wollen morgen wieder ganz vorne mitmischen,“ so der 470er Steuermann Bargehr.

Hart traf es die 470er-Teamkollegen Niko Kampelmühler und Thomas Czajka. Zum starken Wind gesellte sich noch ein Nose-Dive, ein Druck, dem der Mast nicht Stand halten konnte.

Doch Thomas Czajka nahm es gelassen: „Das ist ein Klassiker im 470er und trifft jeden mal. Wir trimmen bereits am Ersatzmast, morgen sind wir wieder dabei. Prinzipiell waren wir mit heute zufrieden, konnten bei gutem Speed gut zwischen sechsten und elften Platz mithalten. Die Top 5 sind natürlich eine Klasse für sich. Aber wenn alles läuft, ist für uns ein Top 10 –Platz drinnen!“

Schlachtfeld
Auch die weiteren OeSV-Teams hatten mit dem böigen und stark drehenden Wind zu kämpfen.

„Es war einer der harten Tage in der Kieler Woche. Unser 49er FX- Teams haben Stärke gezeigt, aber für die Silber Fleet war heut einfach zu viel Wind. Zahlreiche Boote sind bereits in der ersten Wettfahrt gekentert, und es kam zu Startverzögerungen, bis alle gerettet waren“, zog OeSV-Sportdirektor Georg Fundak Resümee.

Auch Tanja Frank und Lorena Abicht blieben davon nicht verschont. Die beiden hatten gestern mit Platz 25 nur knapp den Einzug in die Goldfleet verpasst.

„Wir sind total erledigt. Zu Beginn waren wir mit unserem Feld auf der äußeren Bahn und eigentlich war es ein einzige Schlachtfeld. Wir waren top motiviert, haben voll gekämpft. Aber eine Kenterung und ein Materialproblem mit dem Spie haben uns die erste und zweite Wettfahrt gekostet. Nach einem Bahnwechsel war zwar die Welle besser, aber der ablandige Wind hat es noch böiger und drehender gemacht und so waren auch die zwei anschließenden Wettfahrten nicht besser, Verletzung und Frühstart inklusive,“ erklärte die sichtlich erschöpfte Steuerfrau Frank. Bericht: Mag. Anna Sollereder.

Zwischenstand Kieler Woche Tag 3, 23.Juni 2017

470er M
1. Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 5 Punkte
2. Pavel Sozykin/ Denis Gribanov (RUS), 15 Punkte
3. Malle Winkel/ Matti Cipra (GER), 17 Punkte
4. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 17 Punkte 
12. Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka (AUT), 49 Punkte
14. David Bidermann/Jann Schüpbach (SUI), 55 Punkte
26. Yves Mermod/Cyril Schüpbach (SUI), 94 Punkte

49er FX

34. Tanja Frank/ Lorena Abicht (AUT), 138 Punkte 
35. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer (AUT), 141 Punkte
38. Livia Naef/Nelia Puhze (SUI), 153 Punkte

Nacra 17 mixed 
1. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 17 Punkte
2. Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 19 Punkte
3. Maksim Semenov/ Alina Shchetinkina (RUS) , 27 Punkte

49er
52. Marco Baumann/ Jakob Flachberger (AUT), 184 Punkte 

2.4 mR Parasailing World Championships
28. Kurt Badstöber (AUT), 108 Punkte 

420er
9. Morgan Lauber/Léo Tétaz (SUI) 11 Punkte
16. Yanis Saje/Lukas HAberl (AUT) 

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Freitag, 23. Juni 2017

Kieler Woche Tag 2 - Zajac/Matz weiter in Führung

Für die olympische Klassen entwickelte sich der zweite Wettfahrtstag im Rahmen der Kieler Woche zu einem Geduldsspiel. Zuerst kam es dank einer Schlechtwetterfront zu Verzögerungen, nach den ersten Wettfahrten bei Windspitzen bis 18 Knoten lies der Wind die Veranstalter im Stich, zahlreiche Rennen mussten abgebrochen werden. Davon betroffen waren unter anderem David Bargehr/ Lukas Mähr und Thomas Czajka/ Niko Kampelmühler in der 470er Klasse.
Thomas Zajac & Barbara Matz (© David Pichler/www.dapic.rocks)

Ihren Erfolgslauf fortsetzen konnten hingegen Thomas Zajac und Barbara Matz. Mit zwei weiteren Wettfahrtssiegen und einem Platz 3 behauptet sich das Duo weiter an der Tabellenspitze. Ein starkes Signal sendeten heute auch Marco Baumann und Jakob Flachberger, die sich in der 49er Klasse heute einen 2. Platz sichern konnten und damit einige Plätze im Gesamtklassement gut machten. Wenig zufriedenstellend verliefen die Wettfahrten für Tanja Frank/ Lorena Abicht und Angelika Kohlendorfer/ Lisa Farthofer. Auch die Para World Sailing Championsships waren von den Wetterkapriolen betroffen, nach nunmehr drei Wettfahrten liegt Kurt Badstöber auf Platz 28.

Auf Kurs
Das Wind- und Wetterschicksal traf heute am zweiten Wettfahrtstag alle olympische Klassen und stellte die Geduld der Teams auf eine harte Probe.

Starke Nerven zeigten dabei Thomas Zajac und Barbara Matz im Nacra 17, die den widrigen Bedingungen trotzen. Von den vier geplanten Wettfahrten konnten schlussendlich drei absolviert werden. Dabei setzten Zajac/ Matz den gestrigen erfolgreichen Auftakt heute mit zwei weiteren Wettfahrtssiegen und einen dritten Platz fort. Vor allem der Abstand zu den Dritt- und Viertplatzierten im Gesamtklassement konnte damit deutlich ausgebaut werden.

„Die ersten zwei Wettfahrten waren top, wir hatten viel Wind mit bis zu 18 Knoten und waren sehr gut unterwegs. Aber während der zweiten Wettfahrt ist der Wind komplett eingebrochen, aber dank unserem guten Speed sind wir als Erste ins Ziel. Ins dritte Rennen sind wir gut gestartet, aber der Wind hat gedreht und wir waren an der denkbar schlechtesten Position. Den letzten Vorwind haben wir dann optimal erwischt und konnten noch mal etliche Plätze gutmachen. Auch wenn wir noch einige Bautstellen haben, können wir mit unserer Leistung zufrieden sein,“ bilanziert Thomas Zajac den zweiten Renntag.

Mit 7 Punkten behaupteten sich Thomas Zajac/ Barbara Matz nach sechs Wettfahrten (1 Streicher) weiter an der Tabellenspitze.

Eine deutliche Leistungssteigerung zeigten auch Marco Baumnann und Jakob Flachberger. Das junge OeSV-Duo, dass in Kiel sein Debüt in der 49er Klasse gibt, konnte sich heute mit einem 17. und einem 2. Platz klar gegenüber dem Auftakttag steigern und sich nunmehr auf Platz 40 einordnen.

Unvollendet
Wenig zu lachen hatte heute das 470er Feld. Nach rund 50 Minuten wurde die erste Wetfahrt kurz vor Ende abgebrochen, sehr zum Leidweisen von David Bargehr und Lukas Mähr. Die Vorarlberger konnten ihr Topposition bis zum Abbruch behaupten, kämpften mit der starken australischen Konkurrenz auf Augenhöhe um die Plätze 1 und 2.

„Wir sind super gestartet, bei guten Windbedingungen von 15 bis 16 Knoten. Wir hatten auch einen perfekten Speed und es ist sehr schade, dass die Wettfahrt auf der letzten Vorwind abgebrochen wurde. Aber wir müssen es nehmen, wie es kommt. Es macht uns aktuell sehr großen Spaß zu segeln, es läuft gut. Wir hoffen also auf gute segelbare Bedingungen für morgen“, zeigte sich Lukas Mähr etwas zerknirscht.

Das gleiche Schicksal traf auch die 470er Kollegen Niko Kampelmühler und Thomas Czajka.

Durchwachsen
Auch die 49er FX Klasse war zu Beginn von Startverzögerungen aufgrund der durchziehenden Gewitter betroffen. Eine Fehlentscheidung im Bootshandling sowie ein zusätzlicher Materialschaden machten die Sache für Tanja Frank und Lorena Abicht nicht leichter: „Es war heute sehr anstrengend. Nach der ersten Wettfahrt bei relativ viel Wind haben wir dementsprechend umgetrimmt. Leider ist dann der Wind komplett eingebrochen, es ging von 18 Knoten runter auf 5. Es waren wirklich verrückte Bedingungen. Zusätzlich ist erneut an unserem Ruder etwas abgebrochen. Wir hoffen, dass wir das bis morgen wieder hinbekommen.“

In der Zwischenwertung büssten Frank/ Abicht zehn Plätze ein und rutschen von Platz 18 auf 28.

Nicht besser fiel die Bilanz von Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer aus. Nach einer Kenterung in Folge eines Trapezrisses musste das 49er FX-Duo die zweite Wettfahrt wegen der Reparaturarbeiten auslassen. Nach sechs Wettfahrten stehen Kohlendorfer/ Farthofer auf Platz 46. Bericht: Mag. Anna Sollereder.

Zwischenstand Kieler Woche Tag 2, 22.Juni 2017

470er (Zwischenstand nach 2 Wettfahrten)

1. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 4 Punkte (3/1)
2. Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 4 Punkte (2/2)
3. Simon Diesch/ Philipp Autenrieth (GER), 11 Punkte (7/4)
11. Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka (AUT), 24 Punkte (11/13)

49er FX (Zwischenstand nach 6 Wettfahrten, 1 Streicher)
28. Tanja Frank/ Lorena Abicht (AUT), 56 Punkte (5/7/(20)/14/17/13)
46. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer (AUT), 94 Punkte ((26 UFD)/13/10/ DNF/23/23)


Nacra 17 mixed (Zwischenstand nach 3 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 7 Punkte ((4),1,1,1,1,3)
2. Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 9 Punkte (1,(3),3, 2,2,1)

49er (Zwischenstand nach 5 Wettfahrten, 1 Streicher)
40. Marco Baumann/ Jakob Flachberger (AUT), 41 Punkte ((DNC), 28, 18,17,2)

2.4 mR Parasailing World Championships – Zwischenstand nach 2 Wettfahrten
28. Kurt Badstöber (AUT), 63 Punkte, ((44 DSQ), 17,31)
Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: http://www.kieler-woche.de
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Donnerstag, 22. Juni 2017

Der YCK erwartet über 30 J/70 Sportboote zum Battle!

YCK/Am 1./2. Juli werden über 30 Segelyachten vom Typ J/70 erwartet. Der Anlass zählt zum Swisscup, zur deutschen Segel-Regionalliga Süd und damit zur Qualifikation zur Deutschen Segel-Bundesliga und wird als Bodensee Battle für die Bodenseemeisterschaft gewertet. Mit dieser grenzüberschreitenden Bedeutung ist es nicht überraschend, dass sowohl die Spitzenteams der Schweizer Segel-Nationalliga als auch Top Teams aus der Deutschen Segel-Bundesliga in Kreuzlingen an den Start gehen.

Aus der Swiss Sailing League stehen gleich zwei Teams vom aktuell führenden Regattaclub Oberhofen vom Thunersee am Start. Für den Regattaclub Bodensee startet Julian Flessati. Mit seinem Team konnte er vor kurzem hier in Kreuzlingen die dritte Spielrunde der Schweizer Segel-Nationalliga gewinnen und liegt nun aktuell auf dem zweiten Platz in der Swiss Sailing League. Aus Österreich tritt Michael Quendler vom Yachtclub Hard an. Die Harder liegen im Moment auf Platz zwei der österreichischen Segel-Bundesliga. Aus der Deutschen Segel-Bundesliga nutzen gleich mehrere Top-Clubs die Regatta zu einem Leistungsvergleich. So startet der Münchner Yacht Club, der Bayrische Yachtclub und das Junioren Team des Deutschen Touring Yacht-Club.

Aber auch Teams aus der Region - vom gastgebenden Yachtclub Kreuzingen, von der Seglervereinigung Kreuzlingen und vom Konstanzer Yachtclub sind am Start.

Der Yachtclub Kreuzlingen freut sich, diese Top Segelteams in Kreuzlingen zu begrüssen und auf einen weiteren hochkarätigen Segelsportanlass in der Konstanzer Bucht.
J/7 an der Startlinie - (©) Claudia Somm

Tag 1 Kieler Woche - Abgerechnet wird im Ziel

Drehender und inkonstanter Wind forderte die Teilnehmer am ersten Wettfahrtstag für die olympischen Klassen im Rahmen der Kieler Woche. Wenig beeindruckt zeigten sich davon das 470er Duo David Bargehr/ Lukas Mähr sowie Thomas Zajac/ Barbara Matz im Nacra 17. Mit souveräner Leistung übernahmen beide Teams in ihren Klassen die Führung. Thomas Czajka und Niko Kamplmühler verpassten im 470er nur knapp einen Top 10 Platz im Zwischenergebnis. Tanja Frank/ Lorena Abicht konnten im 49er FX vor allem in den erste beiden Wettfahrten ihr Potential zeigen. Kurt Batstöber, der in der 2.4 mR Klasse die Para World Sailing Championships bestreitet, rangiert nach zwei Wettfahrten auf Platz 32.

Einstand nach Maß
In Anbetracht der längeren Trainings- und Wasserpause waren Thomas Zajac und seine Partnerin Barbara Matz ohne hochgeschraubte Erwartungen in Kiel an den Start gegangen. Zu Unrecht, wie das Nacra 17 mixed - Duo gleich am ersten Wettfahrtstag bewies. Nach einem siebten Platz (Streicher) in der ersten Wettfahrt fand das OeSV-Team in seinen Rhythmus und setze sich mit zwei anschließenden Wettfahrtssiegen an die Tabellenspitze.

Entsprechend positiv fiel auch das Urteil von Coach Angelo Glisoni aus: „Wir hatten drei Wettfahrten mit teilweise wirklich verrückten Windbedingungen. Die Starts von Thomas und Barbara waren bei allen drei Wettfahrten wirklich gut. Und sie haben den ändernden, inkonstanten Wind sehr gut gemanaged, was sehr schwierig war. Wir sind sehr zufrieden mit heute und zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wettfahrten weiterhin konstant gute Leistung zeigen werden können.“

Kämpfen bis zum letzten Meter
Mit dem launischen Wind kamen auch die Vorarlberger David Bargehr und Lukas Mähr mehr als nur gut zurecht. Mit einem dritten Platz und einem Wettfahrtssieg verwiesen sie die favorisierten Australier, Matthew Belcher hat nicht nur Olympia Gold und Silber sondern auch sieben WM-Titel in der Tasche, punktegleich auf Platz 2.

„Es war heute sehr schwierig zum Segeln, die Bedingungen haben sich schnell und laufend geändert. Deshalb war es für uns wichtig, dass wir unseren Plan durchziehen und das ist uns gelungen. Schnelles Reagieren und Einstellen auf die sich ändernden Bedingungen war heute unser Trumpf. Bis auf die letzten Meter war alles offen, wir haben hart gekämpft und erst im Ziel wurde abgerechnet,“ zog David Bargehr eine positive Bilanz über die ersten zwei Wettfahrten.

Weniger zufrieden zeigten sich ihre 470er Kollegen Thomas Czajka und Niko Kampelmühler, die den Einzug in die Top 10 im Zwischenergebnis nur knapp verpassten: „Es war okay, aber wir können nicht restlos zufrieden sein. Taktisch hatten wir die richtigen Entscheidungen im Kopf, konnten sie dann aber nicht wie gewünscht umsetzen. Der Wind war schwierig zu lesen, extrem böig und kantig, mit großen Unterschieden. Wir hatten Schwierigkeiten im Mittelfeld auf der richtigen Seite zu fahren. Aber morgen wollen wir konsequenter umsetzen, was wir im Kopf haben.“

Geduldsprobe
Geduldig mussten sich hingegen die Teilnehmer der 49er FX-Klasse zeigen. Nach zwei Wettfahrten erzwang der Wind eine mehrstündige Pause, die die Teams am Wasser wartend verbrachten. Nach einem Bahnwechsel konnte die dritte und letzte Wettfahrt des Tages doch noch absolviert werden.

Entsprechend gemischt fiel auch das Resümee von Tanja Frank aus:
„Die ersten zwei Wettfahrten waren recht gut, vor allem in Anbetracht der schwierigen Bedingungen. Vom ersten Platz auf den letzten und umgekehrt war alles drin. Es war wirklich spannend und wir haben das gut gemeistert. Wir sind sehr happy, dass wir da vorne mit gefahren sind. Das lange Warten und der Bahnwechsel waren dann nicht optimal. Sollte morgen mehr Wind sein, wird das für uns eine große Herausforderung!“

Mit ihrer Partnerin Lorena Abicht belegt die Olympiabronzemedaillengewinnerin von Rio aktuell Platz 18 im Zwischenergebnis.

Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer legten zu Beginn einen Frühstart hin, konnten jedoch in den beiden anschließenden Wettfahrten bis zum Schluss in den Top 10 mitfahren. Tag 1 beschloss das 49er –FX Team auf Platz 28.

Marco Baumann und Jakob Flachberger belegen bei ihrem Debüt in der 49er-Klasse in Zwischenergebnis

Im Rahmen der Kieler Woche finden auch die Para World Sailing Championships statt. Unter den 79 teilnehmenden Nationen findet sich auch Österreich, Kurt Badstöber segelt in der 2.4 mR unter Rot-weiß-roter Fahne.
Bericht: Mag. Anna Sollereder, Kommunikationsatelier.

Zwischenstand Kieler Woche Tag 1, 21.Juni 2017
470er (Zwischenstand nach 2 Wettfahrten)
1. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 4 Punkte (3/1)
2. Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 4 Punkte (2/2)
3. Simon Diesch/ Philipp Autenrieth (GER), 11 Punkte (7/4)
11. Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka (AUT), 24 Punkte (11/13)

49er FX (Zwischenstand nach 3 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Victoria Jurczok/ Anika Lorenz (GER), 2 Punkte ((26)/1/1)
18. Tanja Frank/ Lorena Abicht (AUT), 12 Punkte (5/7/(20))
28. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer (AUT), 23 Punkte ((26 UFD)/13/10)

Nacra 17 mixed (Zwischenstand nach 3 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 2 Punkte ((4),1,1)
2. Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 4 Punkte (1/(3)/3)
3. Kevin Bonnevie/ Isaura Maenhaut (BEL), 4 Punkte, (2/2/(4))

49er (Zwischenstand nach 3 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Josh Porebski/ Trent Rippey (NZL), 2 Punkte ((4), 1, 1)
2. David Gilmour, Joel Turner (AUS), 4 Punkte, (1,(4),3)
3. Robert Scheidt, Gabriel Borges (BRA), 4 Punkte (1,3, (7))
58. Marco Baumann/ Jakob Flachberger (AUT), 41 Punkte (( DNC), 29, 12)

2.4 mR Parasailing World Championships – Zwischenstand nach 2 Wettfahrten
1. Daniel Bina (CZE), 4 Punkte (1,3)
2. Heiko Kröger (GER), 6 Punkte (4,2)
3. Damien Seguin, 8 Punkte (7,1)
32. Kurt Badstöber (AUT), 63 Punkte, (46 DNS, 17)

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter:www.kieler-woche.de
SAP – Livetracking
David Bargehr & Lukas Mähr (©David Pichler/www.dapic.rocks)
Thomas Zajac & Barbara Matz (©David Pichler/www.dapic.rocks)

Mittwoch, 21. Juni 2017

Das Festival der Segler

Nach dem Weltcupfinale steht mit der Kieler Woche der nächste internationale Fixpunkt für das OeSV-Nationalteam an. Die weltweit größte Regatta mit langer Tradition wartet in ihrer 123. Auflage mit einem gut besetzten Teilnehmerfeld in den olympischen Klassen auf. Unter Rot-weiß-roter Flagge gehen sieben Teams an den Start, vor allem für die 470er Klasse, vertreten durch David Bargehr/ Lukas Mähr sowie Niko Kampelmühler/ Thomas Czajka ist es der letzte Probelauf für die bevorstehende WM in Griechenland im Juli. Doch auch für die 49er FX-Damenduos Tanja Frank/ Lorena Abicht und Angelika Kohlendorfer/ Lisa Farthofer als auch für das Nacra 17 mixed Team Tom Zajac/ Barbara Matz bietet die Kieler Woche gute Bedingungen für eine Standortbestimmung und Feinschliff für kommende Aufgaben. Marco Baumann und Jakob Flachberger geben im 49er in Kiel ihr Debüt. Kurt Badstöber nimmt in der 2.4 mR – Klasse an den Para World Sailing Championships teil.

Letzter Probegalopp vor WM
Die Kieler Woche ist der Segelsport-Klassiker schlechthin und seit Jahrzehnten Fixstern im internationalen Regattakalender. Trotzdem war es lange nicht fix, dass der Österreichische Segel-Verband den Traditionsbewerb mit Teams aus dem Nationalkader beschickt.

„Die Top-Boote unserer Teams sind alle bereits im Container am Weg nach Tokio. Zudem ist die zeitliche Nähe zum Weltcup-Finale in Santander nicht optimal. Schlussendlich haben wir aber doch entschieden, dass wir mit sechs Teams teilnehmen werden, um unter Wettkampfbedingungen weiter an Taktik und Feinabstimmung zu feilen“, bringt OeSV – Sportdirektor Georg Fundak die Entscheidung auf den Punkt und ergänzt, „Kiel hat eine ganz spezielle Stimmung und ist immer eine sehr spannende Regatta. Das Wetter, die gemischten Winde – von Leicht- bis Starkwind ist alles drinnen – und die Meeresströmungen können an die Teams große Herausforderungen stellen.“

Besonders gefordert sind dabei Lukas Mähr/ David Bargher als auch Niko Kampelmühler/ Tom Czajka. Für sie ist es die letzte Möglichkeit vor der anstehenden 470er-Weltmeisterschaft in Griechenland im Juli nochmal zu testen, wie David Bargehr erläutert:

„Das Weltcup-Finale war für uns extrem wichtig. Dort mussten wir Ergebnisse bringen und das ist uns auch gelungen. Jetzt ist die Kieler Woche für uns keine Zielregatta, sondern ganz klar eine Vorbereitung auf die WM. Wir wollen noch ein, zwei Dinge ausprobieren und Feinheiten im Rennrythmus abstimmen, um bestmöglich für die Weltmeisterschaft bereit zu sein. Das Teilnehmerfeld ist mit den Teams aus Australien, Russland und Japan gut besetzt. Aber die starke Konkurrenz ist für uns der beste Test.“

Ins gleiche Horn bläst Tom Czajka: „ Auch für uns ist Kiel in erster Linie eine Vorbereitung auf die WM. Auch wenn die Bedingungen hier ganz anders als beim Weltcup-Finale sind, wollen wir den Push aus Santander mitnehmen und ohne Druck schauen, wo wir uns einordnen können. Es sind ein paar starke Teams da und ein großes Mittelfeld. Wir wollen an der Technik, Abstimmung und der Kommunikation arbeiten, damit wir den Schritt machen können.“

Zusammenspiel und Taktik im Fokus
In der 49er FX-Klasse ist der OeSV mit beiden Damenteams vertreten. Da im August in Kiel auch die Europameisterschaft stattfindet, nützen Frank/ Abicht und Kohlendorfer/ Farthofer die anstehende Regatta auch als wichtige Vorarbeit im EM-Revier.

„Wir hatten jetzt während der ersten Trainingstage hier wenig Wind, was sich aber laut Prognose für die Regatten ändern soll. Wenn das eintritt, es viel ablandigen, extrem böigen und drehenden Wind gibt, geht es bei uns viel um Taktik. Zudem ist das Teilnehmerfeld mit rund 50 Booten im Vergleich zu Santander sehr groß, auch das ist für uns eine Challange. Aber Lorena und ich sind positiv motiviert,“ blickt Steuerfrau Tanja Frank auf die bevorstehenden Rennen.

Kiel gilt nicht umsonst als das Festival der Segler, was vor allem Lisa Farthofer, die erstmals hier am Start ist sehr beeindruckt: „ Für mich ist es das erste Mal in Kiel und ich bin überwältigt. Sportlich ist es für uns sehr viel Arbeit, da wir mit einem geliehenen Boot von Bildstein/Hussl an den Start gehen. Wir müssen dementsprechend viel umbauen, haben gestern 10 Stunden am Boot gearbeitet. Aber wir bekommen sehr viel Unterstützung durch die Segel-Community. Für uns steht in Kiel das Erfahrungen sammeln an erster Stelle, wir wollen schnell und gut ins Regattageschehen hineinfinden. Platzierungen sind nicht vordergründig, im Großen und Ganzen ist es ein Training unter erschwerten Bedingungen.“

Maturareise nach Kiel
Nach längerer Pause erstmals wieder gemeinsam ins Boot steigen Tom Zajac und Barbara Matz. Matz war bis vergangene Woche mit ihrer Matura verpflichtet, nun gilt es die fehlende Trainings- und Wasserzeit wieder wettzumachen, wie Tom Zajac erläutert:

„Barbara hat die Matura geschafft und Kiel ist nun quasi ihre etwas andere Maturareise. Es ist dies auch unsere Abschiedsregatta mit dem Olympiaboot, bevor unser neuer foilender Nacra kommt. Weil wir nicht viel trainiert haben, geht es für uns vor allem darum, wieder in den Rhythmus zu finden. Wir sehen es als Kick-Off für die Olympiakampagne für Tokio 2020 und als Trainingsmöglichkeit im EM-Revier.“

Nachdem Benjamin Bildstein/ David Hussl verletzungsbedingt in Kiel nicht am Start sein werden – ihre Rückkehr in den Regattazirkus ist für Juli geplant – gibt ein anders OeSV-Boot in der 49er-Klasse sein Debüt. Marco Baumann und Jakob Flachberger feiern in Kiel ihre Premiere.

Im Rahmen der Kieler Woche finden auch die Para World Sailing Championships statt. Unter den 79 teilnehmenden Nationen findet sich auch Österreich, Kurt Badstöber segelt in der 2.4 mR unter Rot-weiß-roter Fahne. Bericht: Mag. Anna Sollereder.

OeSV-Teams bei der 123. Kieler Woche (20.-25. Juni 2017)
470er: David Bargehr / Lukas Mähr
470er: Niko Kamplmühler / Thomas Czajka
49erFX: Tanja Frank / Lorena Abicht
49erFX: Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer
Nacra17 mixed: Tom Zaja / Barbara Matz
49er: Marco Baumann / Jakob Flachberger
2.4 mR: Kurt Badtstöber

Für die OeSV-Teams starten die Kieler Woche morgen, Mittwoch, 21. Juni 2017.
Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: http://www.kieler-woche.de
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Foto: © David Bargehr/ Lukas Mähr (c) ISAF