Mittwoch, 26. Juli 2017

FSD Bodensee mit diversen Rettungseinsätzen

Der Freiwillige Seenot-Dienst e.V. (FSD) konnte auch im Juli wieder einigen Wassersportlern helfen und aus Notlagen befreien. Immer wieder wird danach unser Revierobman Thomas Ball aus Lindau gefragt, ob es eine zentrale Rufnummer für Wassersportler gibt, die Ihnen bei Problemen als Hotline zur Verfügung steht um Hilfe anfordern zu können. Dies kann und will der Verein jedoch nicht leisten. Wir empfehlen Wassersportlern in Notsituation sich immer über die üblichen Notsignale bemerkbar zu machen und über die Notrufnummern die zuständigen Rettungsleitstellen zu informieren, so dass die zuständigen Rettungseinheiten rechtzeitig informiert werden.


Das Ziel des Vereins ist die Ausbildung von Wassersportlern um vor Ort Hilfe zu leisten oder auch bei kleineren Schwierigkeiten wie Problemen mit dem Antrieb Unterstützung zu geben. Dies aber immer in Hinblick auf die übliche Hilfeleistung im Rahmen einer guten Seemannschaft und nicht als vergleichbare Organisation eines Pannendienstes oder einer Rettungsorganisation innerhalb der Rettungskette. Wie den aufgeführten Einsätzen zu entnehmen ist, informieren wir bei unklaren oder schwerwiegenden Situationen auch selbst sofort die zuständigen Rettungskräfte. Der FSD am Bodensee freut sich zudem über aktuell drei neue Mitglieder, die mit ihren Booten auf dem Wasser auch immer wieder anderen Menschen in Notsituationen helfen werden und rüstet sie mit dem üblichen Equipment des FSD, einem SAN-Rucksack, Wurfleine und Rettungsweste gerade aus.

Dienstag, 4. Juli: Abschlepphilfe für einen Jollensegler bei Flaute
Nach einem Anruf bei Daniel Sandau half unser Mitglied Dieter Striegel mit seinem Boot einem Jollensegler wieder zurück nach Bad Schachen. Der Segler kam am Dienstagabend in eine Flaute und Dieter Striegel konnte ihn mit Daniel Sandau abschleppen, so dass er komfortabel den Heimathafen wieder erreichen konnte.

Donnerstag, 6. Juli: Wings for Handicapped e.V. auf Bodenseetour

Anfang Juli war wieder Jörg Leonhardt auf Bodenseetour mit seinem Motorboot Hoppetosse. Bei seiner Station in Lindau, am Steg unseres FSD Mitglieds Daniel Sandau halfen auch Mitglieder des FSD am Steg den zahlreichen behinderten Kindern beim Ein- und Ausstieg in das Boot. Im Einsatz waren neben Daniel und Jörg Sandau, Hans Gerrer, Dieter Striegel und Hubert Pröller um den Kindern schöne Stunden auf dem See zu ermöglichen.

Mittwoch, 12. Juli: Gekenterte Segeljolle vor Wasserburg
Gegen 16.30 Uhr beobachtet Jörg Fischer von seiner Segelschule in Wasserburg, dass ca. ein Kilometer vor der Halbinsel eine gekenterte Segeljolle. Offensichtlich schaffte es die Besatzung nicht mehr selbst die gekenterte Jolle aufzurichten. Jörg Fischer für mit einer Begleitung an die Unfallstelle und unterstützen die beiden jugendlichen Segler beim Aufrichten ihrer Jolle. Nach kurzer Zeit wurde aber klar, dass die Jugendlichen bei zwischenzeitlich auf fünf Beaufort aufgefrischten Wind deutlich überfordert waren. So setzte einer der Segellehrer mit über auf die Jolle und half den Beiden zurück in die Eschbachbucht nach Wasserburg.

Mittwoch, 19. Juli: Unterstützung bei Starkwind
Dieter Striegel half am Mittwoch ein Badeboot wieder sicher an Land zu bringen. Nach einem Anruf am Steg von Daniel Sandau fuhr unser Mitglied Dieter Striegel mit einer Begleitperson in Richtung Seezeichen 66 vor Lindau und half den drei Erwachsenen bei Sturmwarnung mit ihrem Badeboot, Luftmatratze und Wasserspielzeug wieder zurück in den Kleinen See. Selbstverständlich wurden die paddelnden Wassersportler noch auf die Bedeutung der Stark- und Sturmwarnung am Bodensee hingewiesen.

Montag, 24. Juli: Rettung eines Laser Seglers vor Wasserburg

Gegen 19:45 Uhr wurde Jörg Fischer angerufen, dass vor Wasserburg eine Jolle gekentert ist, dabei der Mast brach und sich eine Person im Wasser befand. Er machte sich sofort auf den Weg in den Hafen und alarmierte auf der Anfahrt zugleich die Feuerwehr Wasserburg. Schnell konnte das Boot ausfindig gemacht werden und der Laser, die Mastteile und natürlich der Segler wurden sicher zurück an Land gebracht. Hierzu kam das Motorboot „Augustin Sumser“ der Segelschule zum Einsatz, welches auch als registriertes Motorboot für den FSD eingesetzt wird. Die zwischenzeitlich eingetroffene Feuerwehr wurde glücklicherweise nicht mehr benötigt, doch der FSD bedankt sich für die Unterstützung und Einsatzbereitschaft!

Premiere am Tiroler Achense

Zur Halbzeit der Saison 2017 wartet die Österreichische Segel-Bundesliga erneut mit einer Premiere auf. Erstmals in ihrer nunmehr dreijährigen Erfolgsgeschichte gastiert die Liga mit den 18 Top-Segelvereinen vom 4. bis 6. August am Tiroler Achensee. Gastgeber ist der SCTWV Achensee, der mit seinem Team auch den Vizemeister aus 2016 stellte und aktuell in der Gesamttabelle auf Rang 2, punktegleich mit dem UYC Wolfgangsee liegt. Als Führender und damit Gejagter reist das Team vom Burgenländischen Yacht Club an Tirols größten See.

Österreichische Segel-Bundesliga - (©) SBL/Schreder
Neues Revier, neues Glück
Die Österreichische Segel-Bundesliga macht in der aktuellen Saison ihrem Namen alle Ehre. Spannende Wettfahrten, ein konstant hohes seglerisches Niveau der teilnehmenden Vereine und ein Tabellenzwischenstand, der für die zwei verbleibenden Ligawochenenden noch so einigen Interpretationsspielraum offen lässt. Nicht zu Letzt am Neusiedlersee - beim Tourstopp in Breitenbrunn - wurden Punktestand und damit auch die Platzierungen ordentlich durchgemischt.

Es sind auch die Gegensätze der verschiedenen Segelreviere, die den Reiz der Liga ausmachen und damit die Spannung über den gesamten Saisonverlauf hoch halten. Dies gilt nun einmal mehr am Achensee, wo die Ligavereine gefordert sind, sich in einem komplett neuen Revier zu beweisen.

„Der Tiroler Achsensee liegt auf rund 930 Meter Meereshöhe, er ist ein Gebirgssee umgeben von Bergen. Der Unterschied zum Steppensee Neusiedlersee, wo unser letzter Tourstopp stattfand, könnte damit größer nicht sein. Der Achensee ist bekannt für seine spezielle Thermik. Es wird sehr spannend, wie sich die Teams auf diese Bedingungen einstellen können und wer damit am besten zu Recht kommt“, freut sich Wolfgang Schreder, Obmann der Österreichischen Segel – Bundesliga, auf die Premiere in Tirol.

Heimvorteil am Tiroler Meer
Am Neusiedlersee konnte sich der Burgenländische Yachtclub (BYC) an die Tabellenspitze setzen, ihm reichte ein zweiter Platz im Heimatrevier um die Gesamtführung zu übernehmen. Doch ein Ausruhen auf den Lorbeeren wird es nicht spielen, sind ihm doch der UYC Wolfgangsee, der sich den Regattasieg im Burgenland sicherte, und der SCTWV Achensee mit nur je einem Punkt Abstand dicht auf den Fersen.

Vor allem für die Tiroler geht es um mehr als nur Punkte, der Vizemeister aus 2016 will im Heimatrevier auch die Ehre verteidigen, wie Caro Flatscher, Olympiateilnehmerin und Teil des Segelbundesliga-Teams des SCTWV, erklärt: „Wir sind jetzt erstmals in der Doppelrolle, Gastgeber und gleichzeitig Competitor der Bundesliga zu sein. Als Hausherr wollen wir natürlich für optimale Bedingungen und einen reibungslosen Ablauf sorgen, damit der Achensee in bester Erinnerung bleibt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, denn das Bojen- und Kurslegen verlangt bei der Wassertiefe einiges an Zeit. Aber die Vorfreude ist groß und es packen alle verfügbaren Hände mit an. Mit dem bevorstehenden Matchrace am kommenden Wochenende haben wir den perfekten Probegalopp. Die Ligaclubs dürfen sich hoffentlich auf gute Windverhältnisse – in der Regel bietet der Achensee sehr verlässlich Südwind in der Früh und Nordwind am Nachmittag – und natürlich eine einzigartige Kulisse mit den hohen Bergen freuen. Aus sportlicher Sicht wollen wir natürlich hier daheim gewinnen. Wobei wir wissen, dass viele Segler das Revier seit ihrer Jugend gut kennen. Aber für uns ist es ein Heimspiel im eigenen Stadion, die Unterstützung durch den Club, Familie und Freunde ist da groß wie nie.“

Mit dem SAP Sailing Analytics Tool live dabei
Längst sind es nicht mehr allein Erfahrung, perfektes Material und hartes Training, die im Profi- Segelsport zum Erfolg führen. Segler müssen Analysten sein. Genau wie Führungskräfte bedienen sich auch Hochleistungssportler heutzutage neuester Computertechnologien, um ihre Leistungen zu optimieren und dadurch ihre Erfolgschancen im Wettbewerb zu erhöhen. Dies zeigen nicht zuletzt die Erfolge der Deutschen Segel-Nationalmannschaft, die seit nun mehr drei Jahren auf die innovativen Technologien von SAP Analytics setzt. Seit dem Auftakt 2015 ist das SAP Sailing Analytics Tool auch in der Österreichischen Segel-Bundesliga im Einsatz.

Die SAP Sailing Analytics ermöglichen die Auswertung von unterschiedlichen Performance- Daten der Segelteams am Wasser in Echtzeit. Mittels GPS-Positionen, Windmessern und ergänzenden Videobildern, können Bootsgeschwindigkeiten, die Qualität von Manövern und das strategisch – taktische Verhalten anschaulich dargestellt werden. Die Daten werden von den Regattabooten gesendet, die Winddaten auf dem Motorboot erfasst. Durch die Visualisierung der Segel-Performance-Daten gewinnen Segler wie Trainer faktenbasierte Einsichten, die bisher bestenfalls intuitiv erfasst werden konnten.

An Land können die Regatten von den Fans und den Teams live oder im Replay über das Internet verfolgt werden. Mag. Anna Sollereder, Österreichische Segelbundesliga.

Aktueller Tabellenstand Österreichische Segel-Bundesliga 2017 >>

Alle Informationen auf www.segelbundesliga.at
Facebook: https://www.facebook.com/Österreichische-Segel-Bundesliga

LSC wird 14. in Travemünde

Der Lindauer Segler-Club ist bei der Segelbundesliga in Travemünde auf dem 14. Platz gelandet. “Wir haben viele kleine Fehler gemacht, und bei dem knappen und eng zusammenliegenden Feld sorgt das dafür, dass wir nach hinten gerutscht sind,” analysierte Steuermann Veit Hemmeter das Resultat. “Dazu kommt, dass wir das erste Mal in der Konstellation zusammen gesegelt sind.” Der LSC startete mit Veit Hemmeter und Teresa Hemmeter, Martin Hostenkamp und Yannick Netzband.

LSC-Team in Travemünde, Foto: © DSBL/Lars Wehrmann

Der Wind war in Travemünde häufig drehend, die Bandbreite reichte von wenig bis vier Beaufort.

In der Gesamtwertung liegt der LSC jetzt auf Platz zehn, allerdings nur einen Punkt hinter dem siebten. In der Gesamtwertung führt der Segel- und Motorboot Club Überlingen, der Württembergische Yacht-Club ist 15. Stephan Frank, LSC.

Ergebnisse Travemünde > / Zwischenrangliste 2017 >

Straffes Programm für die Laser-Favoriten

Gestern noch Laser 4.7 Weltmeisterschaft in Niewpoort/Belgien, ab morgen Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM) in Travemünde. So sieht es der Zeitplan für die Laser-Segler Julia Büsselberg (Berlin) und Julian Hoffmann (Allgäu) vor.

Julia Büsselberg (oben) und Julian Hoffmann (hier Fotos aus dem Vorjahr)
kommen direkt von der Weltmeisterschaft zur IDJM nach Travemünde. Fotos: segel-bilder.de
Nachdem Julia bei den ersten WM-Wettfahrten bisweilen die Führung bei den weltweiten Titelkämpfen in Belgien innehatte, segelte sie in der Goldfleet der Mädchen am Ende auf den 4. Platz und verpasste damit nur knapp das Podium. „Es hätte eigentlich besser laufen können“, schildert die ehemalige U16-Weltmeisterin der Laser 4.7. „Aber dafür, dass ich in die letzten drei Rennen krankheitsbedingt geschwächt gestartet bin, war es am Ende eigentlich noch ganz gut.“ Noch immer körperlich etwas angeschlagen, sieht Julia der Internationalen Deutschen Meisterschaft „etwas entspannter entgegen“. Es sei eine gute Vorbereitung für die Laser Radial Weltmeisterschaft, die vom 11. bis zum 18. August in Medemblik/Niederlande stattfinden wird. Schon zur IDJM geht die Berlinerin im Laser Radial an den Start. Im vergangenen Jahr gewann sie vor Travemünde im Laser 4.7 Gold.

Der aus dem Allgäu stammende Julian Hoffmann holte sich bei der gerade zu Ende gegangenen WM in der Gruppe U16 die Silbermedaille. In der Gesamtplatzierung belegte er den 12. Platz nach zehn Wettfahrten. Mit Travemünde verbindet er gute Erinnerungen. Vor einem Jahr wurde er hier Deutscher Vize-Jugendmeister.


Bernd Buchert, Vorsitzender der deutschen Klassenvereinigung der Laser, erzählt begeistert, dass er und die Klassenvereinigung „sehr stolz sind auf Julia und Julian. Sie haben beide eine außergewöhnlich Leistung gezeigt, die gar nicht hoch genug einzuschätzen ist“. Für die IDJM kann der Vorsitzende die Chancen schwer einschätzen: „Beide sind sagenhafte Segler auf ganz hohem Niveau, aber die Belastung war für Julian und Julia enorm. Nicht nur, weil die Bedingungen in Niewpoort sehr hart waren, sondern auch, weil die Segler eine anschließend lange Anreise hinter sich bringen mussten. Es ist abzuwarten, wie die IDJM so direkt nach der WM verläuft.“ Die deutsche Klassenvereinigung der Laser mit ihren rund 1.300 Mitgliedern sei stolz, mit solch starken Seglern im internationalen Feld vertreten zu sein. Nicht nur Julia und Julian, auch der Junioren-Europameister Nico Naujock (Berlin) und Vize-Europameisterin Theresa Wierschin (Greifswald) zählen dazu. Beide werden ebenso ab morgen um den IDJM-Titel im Laser Radial segeln.

Insgesamt gehen bei den Laser Radial 111 Boote an den Start. Wenn nicht parallel zu Travemünde die Laser U21 Weltmeisterschaft in Niewpoort/Belgien beginnen würde, wäre das Feld noch stärker besetzt. Im Feld der Laser-4.7-Meisterschaft sind 64 Segler vertreten, die ab morgen um den Meistertitel regattieren. Ergebnisse Trias und andere >

Dienstag, 25. Juli 2017

Der Lindauer Segler-Club macht Schule

Der Lindauer Segler-Club bringt Lindauer Schüler zum Segeln. "Das ist ziemlich cool," meinte Carlotta vom Valentin-Heider-Gymnasium, als sie wieder vom Schulboot stieg, einem reinrassigen Regattaschiff vom Typ J70. Für die Schülerinnen und Schüler der neunte Klasse war es ein Abenteuer: "Wir haben sogar einen Sonnenschuss gemacht." Dazu muss man wissen, dass Regattasegler Sonnenschüsse tunlichst vermeiden, das Boot liegt dabei schwer kontrollierbar auf der Seite.

"Es war auch kein richtiger Sonnenschuss," meinte Samuel Störr. Der 17-Jährige ist selbst Schüler am Valentin-Heider-Gymnasium und leitet die Segel-AG. "Ich habe nur einen Sonnenschuss angedeutet, damit sie sehen, was das ist - und wie man wieder rauskommt." Und dann macht bei wenig Wind, 23 Grad Wassertemperatur und über 30 Grad Lufttemperatur ein eventuelles Bad im Bodensee so ziemlich gar nichts aus.

Samuel weiß, wie ein Boot funktioniert, er ist LSC-Mitglied und Deutscher Jugendmeister im 420er. Mit so viel seglerischer Autorität versehen, hörten die Schülerinnen und Schüler ihrem Lehrer sogar gebannt zu, als er in einer Flautenstunde an der Tafel die Theorie von Wende und Halse erklärte und wann der Bug und wann das Heck durch den Wind geht.

"Wir können nicht warten, bis die Nachwuchssegler zu uns kommen," so LSC-Jüngstenwart Markus Mayer. "Wir müssen die Kinder und Jugendlichen in der Schule abholen, und wir wollen ihnen zeigen, dass Segeln zu Unrecht einen elitären Ruf hat. Das kann sehr sportlich sein, aber es macht immer Spaß." Die Zusammenarbeit mit dem Valentin-Heider-Gymnasium soll in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, die Segel-AG ist offen für alle Schüler des VHG.

"Es gibt aber noch weitere Schulen in Lindau," sagt LSC-Jugendwart Paul Käser. Zusammen mit Alex Kickl ging er mit Schülern des Bodenseegymnasiums ebenfalls aufs Wasser. "Man muss nur die Fotos anschauen, wie viel Spaß es den Buben gemacht hat." Im Bogy wird sich der LSC auch an den Wassersporttagen beteiligen. "Es ist eine gemeinsame Neigung, die die Segler aller Schulen eint," so Thomas Schmidt, Sportlehrer am Bodenseegymnasium.

Und ein Schnuppersegeln gab es auch bereits mit der Grundschule in Reutin, da kamen 22 Schüler der vierten Klasse in den LSC, segelten auf stabilen Yachten und grillten anschließend an der Schräge im Club. Übrigens: ein Junge hat sich gleich in der Optigruppe des LSC angemeldet. Stephan Frank, LSC. Weitere Informationen unter www.lsc.de

Foto: Frank
Foto: Schmidt
Foto: Störr
Foto: Störr

Seit gestern gilt es für die Jugendsegler

Die Zeit der Anspannung und Vorbereitung ist vorbei, ab sofort gilt es, das Leistungspotenzial in Ergebnisse umzusetzen. Am Montag starteten die Jugend- und Jüngstensegler aus ganz Deutschland sowie weiteren 17 Nationen in die Deutschen Meisterschaften. In elf Disziplinen sollen bis zum Samstag die Besten ermittelt werden. Daher war ein guter Start wichtig. Und der gelang. Zwar musste der Start mangels Wind um eine Stunde verschoben werden, dann aber setzte sich eine gut segelbare Brise durch und erlaubte es, auf allen Bahnen die geplante Anzahl an Wettfahrten durchzuziehen. Noch in den Startlöchern stehen die Laser 4.7 und Laser Radial, die erst morgen mit den Meisterschaftsrennen beginnen. Kurz vor ihrem Abschluss stehen die Trias bei ihrer Ranglistenregatta. Für sie steht noch ein Rennen am morgigen Dienstag aus, bevor das Siegerteam feststeht.
Foto: segel-bilder.d
Optimisten
Das riesige Feld der über 200 Optimisten konnte nur durch die Aufteilung in drei Startgruppen bewältigt werden. Dennoch gab es auf dem Kurs viel Drängelei und Geschrei an den Rundungsmarken mit den Rufen nach Protest und Strafkringeln. Im Feld der Akteure sind auch diverse Teilnehmer von den Weltmeisterschaften, die erst zum Ende der vergangenen Woche in Thailand zu Ende gegangen sind. Sie müssen sich erst noch in Travemünde akklimatisieren. An der Spitze stehen zwei Mädchen aus dem Süden Deutschlands. Hannah Lanzinger vom Chiemsee und Franziska Nussbaumer vom Bodensee segelten in ihren Gruppen im Gleichklang zueinander. Mit jeweils einem zweiten und einem ersten Platz teilen sie sich aktuell die Spitzenposition.

Teeny
Im vergangenen Jahr landete Stefan Schmidt (Seeburger See) bei der Deutschen Jüngstenmeisterschaft der Teenys mit seinem Vorschoter Timo Wacke auf Platz zwei. Nach dem Abgang der Vorjahresmeister scheint der Weg frei zu sein für Schmidt. Allerdings musste sich der Vizemeister 2016 in der Wahl seiner Crew neu orientieren. Timo Wacke ist zu alt für den Teeny, so dass nun Moritz Kretschmar die Strippen im Vorschiff zieht. Offenbar funktioniert auch diese Kombination, denn die Mannschaft Schmidt/Kretschmar führt nach zwei Wettfahrten das Feld der Teenys an. „Die Bedingungen mit dem leichten Wind passten uns sehr gut, denn wir sind eine leichte Mannschaft“, so Schmidt. Angesprochen auf die Favoritenrolle und die eigenen Ambitionen sagte er zurückhaltend: „Wir wollen so gut segeln wie möglich.“

O'pen Bic
Vor wenigen Wochen hat Leonard Beyer (Hamburg) bei der Ranglisten-Regatta vor Grömitz gezeigt, wie man eine blitzsaubere Serie segelt. Ausschließlich erste Plätze hatte er an Pfingsten eingefahren und war danach zum internationalen Event nach Bermudas gereist, wo er als Zweiter eine starke Leistung zeigte. Zum Start der IDJM musste er zwar einen fünften Platz verkraften, hat mit zwei ersten Plätzen in den drei Rennen aber dennoch die Führung vor Matti Biedermann (Krefeld) inne.

Europe
Einen starken Tag erwischte Robert Zink (Marl). Der Siebte der Europe-Rangliste gewann am Abend nicht nur das Showrennen auf der Trave, er drückte auch der ersten offiziellen Wettfahrt seinen Stempel auf. Dem Tagessieg ließ er einen vierten Rang folgen und setzte sich damit an die Spitze vor Vincent Schrader (Hüde), der nach Platz vier im Vorjahr zu den Mitfavoriten auf den Titel in diesem Jahr gehört. Wegen einiger Frühstart-Disqualifikation ist die aktuelle Liste aber noch etwas zerrissen. Einige Top-Segler kassierten volle Punktzahl und werden in den kommenden Tagen versuchen, den Ausrutscher wieder auszubügeln.

29er
Welche breite internationale Klasse bei den 29ern vor Travemünde am Start ist, zeigte sich gleich am ersten Tag der Meisterschaften. Vier Nationen tummeln sich in den Top-Ten, und die Ergebnisse gingen kräftig auf und ab. Keine Crew kam völlig unbeschadet von der Bahn. Die aktuelle Führungsposition haben die Norweger Mathias Berthet/Alexander Franks Penty mit zwei Tagessiegen und einem zehnten Platz übernommen. Erste Verfolger sind Moritz Buck/Luca Schneider. Die beiden Jungs vom Bodensee düpieren bisher die nationale Konkurrenz, stehen sie in der nationalen Rangliste doch aktuell nur auf dem 25. Platz. Aber die Titelverteidiger Paul Pietzcker/Linus von Oppen (Berlin) sind nach drei Rennen auf Platz vier noch in guter Schlagdistanz.

420er
Das größte Feld in den Zweihand-Klassen wird angeführt von den Mädchen – und das in überzeugender Manier. Theresa Steinlein/Lina Plettner vom Bayerischen YC demonstrierten mit zwei Tagessiegen eindrucksvoll ihre Stärke im Feld der 83 Crews. Allerdings ist ihr Vorsprung vor Inga-Marie Hofmann/Henrike Leitl nur minimal. In der anderen Startgruppe segelten die Düsseldorferinnen auf die Plätze 1 und 2. Somit muss das beste Jungs-Team, Daniel Göttlich/Linus Klasen (Berlin), vorerst mit Rang drei zufrieden sein. Lennart Kuss/Paul Arp (Warnemünde), die zur Kieler Woche mit einem Medaillenplatz groß auftrumpften, stehen bereits vor dem Sprung in die nächste Klasse. Ihre Körpergröße passt nicht mehr optimal zum 420er. Bei den leichten Winden liegen sie somit im Zwischenklassement auf Rang sieben. Ihnen wird die Windvorhersage für die kommenden Tage mit deutlich stärkeren Winden entgegenkommen.

Pirat
Mächtig Wirbel gab es bei den Piraten nach der Rückkehr an Land. Unter den Athleten und der Wettfahrtleitung bestand Uneinigkeit darüber, welcher Kurs am Startschiff angeschlagen war. So war die gesamte Flotte der Segler den Outerloop gesegelt, Wettfahrtleiter Moritz Stegmann hatte aber den Innerloop segeln lassen wollen und war auch der Meinung, diesen Kurs angeschlagen zu haben. So sollte am Abend die Jury nach der Schilderung beider Seiten darüber entscheiden, wie das Rennen gewertet wird. Am Ende kam es aber gar nicht zu einem Urteil. Da alle den gleichen Kurs gesegelt waren und niemand einen Vorteil hatte, wurde das Rennen nach dem entsprechenden Zieldurchgang gewertet. Somit gehen die Titelverteidiger Tobias Call/Nick Houben (Aachen) mit zwei Siegen als klar Führende aus dem ersten Tag heraus.

Bic Techno/Bic Techno Plus
Die Surfer sind aktuell im Wiederaufbau einer Regatta-Gruppe. Und mit insgesamt 15 Startern in den beiden Gruppen ist die Basis schon mal gelegt. Bei den leichten Winden fühlten sich die Athleten vom Chiemsee wie zuhause. Samy Vielhuber bei den Bic Techno und Selina Horber bei den größeren Bic Techno Plus gingen in den beiden Tagesrennen jeweils zweimal als Erste durch das Ziel und sorgen somit für eine doppelte Führung des Regatta-Surf-Club vom Chiemsee.

Trias
Ben Uerlichs/Nils Dauber/Markus Ludwigs vom Rursee scheint der Sieg bei den Trias kaum mehr zu nehmen sein. Zwar konnten sie in den beiden Tagesrennen nicht die gleichen erfolge abrufen wie an den Vortagen, aber die Ränge drei und zwei reichten, um die Spitzenposition vor dem zweimal erfolgreichen Team um Roderich Uerlichs auf Distanz zu halten. Damit steht am Abschlusstag zwar ein Vater-Sohn-Duell aus, aber der Sohn hat mit sechs Punkten Vorsprung die deutlich besseren.

O'pen Bic – die Klasse, in der Gemeinschaft gelebt wird
Sportlich und kommunikativ geht es zu bei den O'pen Bic. Foto: segel-bilder.de

Für 37 O'pen-Bic-Segler startete heute der nationale Höhepunkt der Saison: die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM). Doch für die noch recht junge Klasse zählt neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem „das Feeling, die gemeinsame Freude am Boot, das miteinander Segeln und das Pflegen eines freundschaftlichen Verhältnisses innerhalb der Klasse“.

Das berichtet Marcus Cremer, Vorsitzender der Klassenvereinigung O'pen Bic. „Der rege Austausch von Wissen, Erfahrungen, nicht selten aber auch von Ersatzteilen und Material bilden gewisse Standards“, fügt Cremer, der vor zwei Tagen einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, hinzu. Auch vereinsübergreifende Kooperationen und gute Zusammenarbeit sind üblich.

Der O'pen Bic ist die Verbindung zwischen dem Optimist und der neueren Generation rasanter Skiffs. Zum einen bildet er für junge Talente, die nach der Opti-Ausbildung auf ein schnelles Skiff, wie den 29er, wechseln möchten, die ideale Vorstufe. Zum anderen „bietet das Boot eine gute Möglichkeit, um als erfahrener Opti-Segler aus dem sehr großen Regattafeld in ein kleineres Feld zu wechseln, um so z. B. die Chance zu bekommen, an Europa- und Weltmeisterschaften teilzunehmen“, erklärt der Jugendwart des Lübecker YC, Oliver Harnack. Für das ehemalige O'pen-Bic-Talent des LYC, Carolina Horlbeck, eröffneten sich durch diesen Wechsel neue Türen. Bis an die Spitze der deutschen Rangliste konnte sie sich vorarbeiten, nahm an der O'pen-Bic-Weltmeisterschaft teil und vertrat den LYC auf den Bermudas im Rahmenprogramm des America's Cup. Der LYC ist im Feld der O'pen Bics gut aufgestellt und wird bei den IDJM auf der Travemünder Woche von fünf Nachwuchsseglern vertreten. Carolina Horlbeck ist indes inzwischen im 29er aktiv. So hat die Favoritenrolle Leo Beyer vom Hamburger SC inne, der schon in den Nacra15 gewechselt ist, zur IDJM aber noch mal ganz groß rauskommen will.

Aktuell sind ungefähr 10.000 Nachwuchssegler im Alter zwischen 8 und 17 Jahren weltweit auf der schnellen Gleitjolle unterwegs, „und die Nachfrage ist weiterhin vorhanden“, erklärt Cremer, und wird von Harnack bestätigt.

Der O'pen Bic besticht durch seine robuste Konstruktion, gepaart mit technischer Raffinesse und modernem Design. Es handelt sich um eine normierte Einheitsklasse, bei dessen Herstellung dauerelastisches, UV-beständiges und bruchfestes Material verwendet wird. Die Boote gehen nahezu identisch an den Start. Zudem gibt es standardisierte Ersatzteile, wodurch der O'pen Bic viele Jahre wettbewerbsfähig bleibt. „Leo Beyer segelt mit einem zig Jahre alten Boot, welches bereits 2010 an einer Meisterschaft teilgenommen hat und es ist immer noch sehr schnell“, gibt Cremer ein Beispiel für die robuste und langanhaltende Qualität der Einhand-Jolle. 55 Kg im komplett aufgebauten Zustand machen den O'pen Bic leicht und mobil, und mit rund 3.000 Euro für ein neuwertiges Modell ist er für viele erschwinglich. Rolf Abratis, Travemünder Woche. Ergebnisse >

Montag, 24. Juli 2017

WYC-Team mit Startproblemen

Recht unglücklich verlief der vierte „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga 2017 (vom 21. bis 23. Juli) in Travemünde für das Team des Württembergischen Yacht-Clubs. Max Rieger, Felix Diesch, Conrad Rebholz und Lukas Ammon kamen nur auf Rang 16.

Beim Segel-Bundesliga-Event in Travemünde agierte das WYC-Team (auf dem Bild von links
Felix Diesch, Conrad Rebholz und Lukas Ammon, verdeckt dahinter Max Rieger)
eher unglücklich und landete auf Platz 16. Foto: © L. Wehrmann/DSBL
„Unsere Starts waren vor allem am Anfang meist unterirdisch“, sagte Steuermann Max Rieger unzufrieden. „Wir sind meistens zu spät losgefahren.“ Erst am dritten Regattatag wurden die Starts besser, ehe im 16. und letzten Rennen ein Frühstart das Team endgültig ausbremste. Zu wenig Übung im Liga-Format, zuviel Fleetrace – so Riegers erste Analyse.

Vor allem am Samstag regnete es fast den ganzen Tag. Der Wind war ungleichmäßig und ziemlich böig. „Wenn wir schon zu spät losgefahren sind, hatten wir auch manchmal ein bisschen Pech mit der Seitenwahl. Der Wind war schwierig zu lesen. Da kommt dann das eine zum anderen“, so Vorschoter Felix Diesch.

Lukas Ammon, der für den verletzten Moritz Rieger eingesprungen war, ist auch beim nächsten Event in Glücksburg vorgesehen. Für Ammon war es die Liga-Premiere. „Ich habe schon gesehen, worauf wir im Training ganz spezifisch achten müssen. Das ist vielleicht hilfreich für den nächsten Event“, so Ammon.

Dass die vier Segler es nicht ganz verlernt haben, zeigen die beiden Laufsiege und zwei zweite Plätze, die die Mannschaft als Lichtblicke herausgeholt hatte.

„Es freut uns sehr, dass Tino Mittelmeier und sein Team so stark gesegelt sind“, gratulierte Max Rieger den Überlingern. Der SMCÜ kam in Travemünde auf Rang zwei und übernahm damit nach vier von sechs Events in der Tabelle wieder die Führung – punktgleich vor dem Titelverteidiger, dem DTYC Tutzing. Max Rieger, WYC.
Ergebnisse: 1. Liga >

Konstanzer Yacht Club sichert sich Klassenerhalt

„Klar sind wir zufrieden! Und es hat wieder eine Menge Spass gemacht“ Adrian Maier-Ring, der diesmal am Ruder war, muss nicht lange nachdenken, als er am Telefon auf der Heimfahrt im Auto gefragt wird wie es denn so lief. „Wir haben einen 9. Platz und wir waren nicht das eingespielte Team.

Der Konstanzer Yacht Club in der 2. Segelbundesliga vor Travemünde (von rechts nach links:
Caroline Schrimper, Dominik Maier-Ring, Adrian Maier-Ring und Noel Beck),Foto: © Lars Wehrmann
Felix Schrimper ist ausgefallen, er hat Prüfungen und die gehen vor.“ Caroline Schrimper und Dominik Maier-Ring haben die Positionen gewechselt und waren gemeinsam für Taktik und Grosstrimm zuständig und Noel Beck sorgte in gewohnter Manier für solide Vorschiffsarbeit. Drei von den insgesamt 15 Fleetraces endeten als Letzter; die Fehler lagen bei einem Frühstart am ersten Tag , einem Strafkringel und was den letzten Segeltag betrifft vielleicht auch noch an den Nachwirkungen des tollen Rahmenprogramms auf der Travemünder Woche. Für Caro und die Jungs war dies die Cuba Libre Wettfahrt in Anspielung auf das heitere Feiern auf dem Grosssegler Passat, auf den alle Crew vom Veranstalter eingeladen worden sind und was ein Highlight empfunden wurde. Allerdings, so sei angemerkt, gab es auch drei erste Plätze, die ebenso lachend angenommen wurden wie die weniger erfolgreichen Ergebnisse.

Der Bodensee Yachtclub Überlingen hatte einen beeindruckenden Auftakt mit drei ersten Plätzen am ersten Segeltag. In der Folge konnte dieses Ergebnis zwar nicht gehalten werden mit einem gesamt 7.Platz verbuchten die Überlinger allerdings ihr bisher bestes Ergebnis und sind ebenfalls sehr zufrieden.

Insgesamt nach vier von fünf Wettfahrtserien stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 5.Platz. Selbst wenn die letzte Regattaserie in Glücksburg voll gänzlich scheitern würde, wäre dennoch der Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga gesichert. Und mit etwas Glück besteht sogar noch die Möglichkeit wieder aufzusteigen in die erste Liga. Insgesamt steigen nämlich die ersten vier Teams in die erste Liga auf und die letzten sechs Teams von den insgesamt 18 Mannschaften steigen ab.

Das Saisonziel eines Klassenerhalts ist somit schon frühzeitig erreicht und nimmt alle Belastung vor der letzten Wettfahrtserie. Der zweite Club vom Bodensee, der Überlingen BYCÜ steht derzeit insgesamt auf Platz 10 und muss noch etwas bangen, hat allerdings einen komfortablen 8 Punkte Vorsprung gegenüber den Absteigerplätzen. Auf den ersten vier Plätzen sind allesamt norddeutsche Segelvereine mit der Segelvereinigung Itzehoe souverän führend. Martin Rösch, KYC. Ergebnis >

Seebahn kürte Mittelstrecken-Sieger auf verkürzten Kursen

Drei Regatta-Tage sind zur Travemünder Woche absolviert, und Segler und Wettfahrtleitungen dürfen sich über ein fast optimales Programm freuen. Die Segel-Bundesliga schaffte zu ihrem Abschluss in der 1. Liga die maximale Anzahl von 48 Rennen, die 2. Liga war mit 45 Wettfahrten dicht dran. Sogar über dem Soll liegen die Trias, die zu ihrer Halbzeit fünf der geplanten acht Rennen geschafft haben. Hier liegt weiterhin Ben Uerlichs vom Rursee an der Spitze. Ihre Siegerehrung hatten bereits die Athleten der seegehenden Yachten. Sie schlossen ihre Mittelstreckenrennen mit der zweiten Wettfahrt ab.

Die "Feinschliff" sicherte sich denkbar knapp den Gesamtsieg in der Klasse OSV IV. Foto: segel-bilder.de
Gesamt-Wettfahrtleiter Brian Schweder zeigte sich mit dem Auftakt-Wochenende sehr zufrieden. „Die Seesegler haben auf der Mittelstrecke zwei schöne Wettfahrten gesegelt, auch wenn es in der zweiten einige Diskussionen über die Kursführung gab. Und die Trias haben sogar ein Rennen vorgezogen, so dass sie für alle Fälle gewappnet sind“, so Schweder, der nun dem Auftakt der Gemeinsamen Deutschen Jugend- und Jüngstenmeisterschaften entgegenblickt: „Ich bin da sehr optimistisch, denn die Wind- und Wettervorhersagen sind für Montag ganz okay. Ich glaube, das kann ein sehr schöner Auftakt werden.“

Trias:
Von überraschender Souveränität agiert bisher Ben Uerlichs mit seiner Crew bei den Dreimann-Kielbooten. Mit drei Siegen, einem zweiten Platz sowie einem vierten Rang als Streicher führt das Team vom Rursee das Ranking der zehn Boote deutlich an. „Ich bin selbst überrascht, dass es so gut läuft, denn wir segeln sonst ja eher selten Trias“, so Uerlichs. Für die Travemünder Woche hat sich das Team ein Boot geliehen. „Sonst segele ich Pirat. An der grundsätzlichen Taktik ändert sich natürlich nichts, aber mit der Trias segelt man schon weniger Wenden.“ Allerdings war bisher zur Travemünder Woche das schnelle Reagieren auf die wechselnden Winde, die mit Böen und Drehern über die Lübecker Bucht kamen, nötig: „Aber das sind wir vom Rursee ja gewohnt“, sagte Uerlichs. Vor den drei noch ausstehenden Wettfahrten hat er sich schon ein kleines Punktepolster vor dem Titelverteidiger zur Travemünder Woche, Mathias Strang (Rursee), angelegt.

Seebahn Mittelstrecke:
Die Gewitterwarnung am Morgen und die damit einhergehende Startverschiebung ließ die Mittelstrecke der Seesegler auch am zweiten Tag schrumpfen. Von ursprünglich geplanten 32 Seemeilen verkürzte Wettfahrtleiter Uwe Wenzel die Strecke auf rund 19 Seemeilen. Auf dem Kurs kämpfte er bei der Kursplanung mit einem Winddreher um rund 60 Grad. Das erhöhte auf dem abgesteckten Törn den Anteil der Kreuzschläge. Für Verwirrung sorgte die Rundungsrichtung der ersten Bahnmarke. Aus dem Trott, zunächst linksherum zu segeln, konnten einige Crews trotz der ausgeschriebenen Rechtsdrehung offenbar nicht ausbrechen. Die Folge waren einige Proteste und entsprechende Jury-Verhandlungen am Abend, die erst kurz vor der Siegerehrung in die Ergebnisse mündeten. Insbesondere die Resultate der OSC-V-Gruppe wurden durch sieben Disqualifikationen kräftig durcheinander gewirbelt. Christian Ahrendt (Berlin) konnte so mit seiner „Xenie“-Crew mit einem vierten und einem zweiten Platz in den beiden Mittelstrecken-Rennen den Gesamtsieg vor dem punktgleichen Carl-Peter Forster (Hamburg) mit der „Inschallah“ feiern. In der OSC IV gab es die Entscheidung über Sieg und Platzierung allein über den Wettstreit auf dem Wasser. Und hier wurde es zu einem Kampf auf des Messers Schneide. Die „Feinschliff“ von Hanno Zimmermann (Lübeck) ließ einem dritten Platz einen Sieg folgen. Das reichte, um die „Patent 4“ von Jürgen Klinghardt und Henning Tebbe (Lübeck/Hamburg) auf Platz zwei zu verweisen. Die „Patent 4“ hatte die gleichen Einzelplatzierungen, musste sich aber beugen, da der Sieg im Abschlussrennen zugunsten der „Feinschliff“ entschied. In der ORC-Wertung drehte sich das Ergebnis aber, so dass Klinghardt/Tebbe hier über den Sieg jubeln durften.

Kleinere Startfelder waren in den Yardstick-Klassen auf der Bahn. Die „Geronimo“ von Eckhard Schmelzer segelte in der OSC I auf Rang eins. Stefan Meining (Lübeck) führte seine Mannschaft auf der „Na und“ mit zwei Einzelsiegen zum souveränen Gesamtsieg in der OSC II. Und auch in der OSC III gab es einen klaren Gesamtsieger mit der zweimal erfolgreichen „Taipan“ von Georg Sichtling (Rostock). Ergebnisse >

Amtierender Deutscher Meister gewinnt in Travemünde

Deutscher Touring Yacht-Club holt hauchdünnen Sieg vor dem Segel- und Motorbootclub Überlingen.

Vom 21. bis 23. Juli segelten die 36 Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga zum Auftakt der 128. Travemünder Woche bei überwiegend schwachen Winden um die ersten Tabellenplätze. Es war eines der spannendsten Wochenenden in der Liga-Geschichte: In der 1. Liga kam es erst im letzten Rennen am Sonntagnachmittag zur Entscheidung.

Der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) mit Steuermann Julian Stückl, dem ligaerfahrenen Sebastian Bühler, Neuzugang Dominik Müller sowie Marco Tarabochia konnte sich bei wechselhaften, schwierigen Bedingungen den ersten Platz auf dem Siegertreppchen knapp vor dem Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) sichern. „Mit den schlechten Starts am letzten Wettkampftag haben wir unsere Führung unnötig riskiert“, erklärt Julian Stückl sichtlich erleichtert. Als amtierender Deutscher Meister wird der DTYC zudem Ende August am Nord Stream Race (26. August bis 7. September) teilnehmen.

Der Segel- und Motorbootclub Überlingen (Tino Mittelmeier, Jan Fritze, Alexander Gaiser, Frederik Schaal) vom Bodensee verpasste den Sieg in Travemünde nur knapp. Am Ende reichte der 3. Platz im letzten Rennen nicht für den SMCÜ. Beim Punktgleichstand mit 48 Punkten konnte sich der DTYC mit mehr Erstplatzierungen den Sieg in Travemünde sichern. Die Süddeutschen waren nicht mit hohen Erwartungen nach Travemünde gekommen. „Aber bei unseren Lieblingsbedingungen mit wenig Welle und zehn Knoten Wind konnten wir konstant gute Ergebnisse und damit eine absolute Top-Platzierung einfahren“, freut sich Steuermann Tino Mittelmeier.

In der Gesamtwertung führt nach vier von sechs Spieltagen der SMCÜ vor dem DTYC und dem Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg, der die Tabellenführung abgeben muss.


Nordclubs dominieren die 2. Segel-Bundesliga:
Seglervereinigung Itzehoe auf Platz 1 vor Schlei-Segel-Club und Mühlenberger Segel-Club


Auch in der 2. Liga verliefen die Rennen denkbar knapp. Unter den fünf erstplatzierten Nordteams konnte sich am Ende das Team von der Seglervereinigung Itzehoe (Julian Ramm, Oliver Lewin, Ole Harder, Moritz Burmeister) durchsetzen. Mit 38 Punkten erzielten sie den ersten Platz. „Das Ostsee-Training im Vorfeld des Liga-Events hat sich ausgezahlt. Dennoch haben wir es unnötig spannend gemacht, weil wir uns zum Schluss auf unserem Polster ausgeruht haben“, so Steuermann Julian Ramm.

Den 2. Platz belegte der Schlei-Segel-Club (39 Punkte) vor dem Mühlenberger Segel-Club (41 Punkte) aus Hamburg.

Die Seglervereinigung Itzehoe geht als Spitzenreiter der 2. Segel-Bundesliga in den letzten Spieltag in Glücksburg (18. bis 20. August) vor dem Flensburger Segel-Club und dem Akademischen Segelverein Warnemünde.

Lübecker Clubs konnten sich in ihrem Heimatrevier nicht behaupten

Die Lokalmatadore vom Lübecker Yacht-Club mussten sich mit einem 13. Platz in der 1. Liga begnügen. „Wir sind mit dem Ergebnis natürlich sehr unzufrieden. Aufgrund fehlender Konstanz konnten wir unsere Erwartungen an einen einstelligen Tabellenplatz nicht erfüllen“, so Maximilian Gebhard. In der 2. Liga erzielte der Lübecker Segler-Verein nur den 17. Platz.

Ergebnisse: 1. Liga > / 2. Liga >

1. Platz – 1. Segel-Bundesliga: Deutscher Touring Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
1. Platz – 2. Segel-Bundesliga: Seglervereinigung Itzehoe © DSBL/Lars Wehrmann
1. Segel-Bundesliga: Potsdamer Yacht Club, Deutscher Touring Yacht-Club,
Segel- und Motorbootclub Überlingen © DSBL/Lars Wehrmann
2. Segel-Bundesliga: Mühlenberger Segel-Club, Seglervereinigung Itzehoe,
Schlei-Segel-Club © DSBL/Lars Wehrmann

Sonntag, 23. Juli 2017

Volles Liga-Programm trotz schwieriger Winde

Nach einem komplizierten ersten Tag war der Ehrgeiz groß bei den Wettfahrtleitern der Segel-Bundesliga, das geplante Programm am zweiten Tag zügig durchzuziehen. Und es lief auch gut auf den beiden Bahnen dicht unter Land. Nur zum Abschluss brach der Wind komplett ein, und die 2. Bundesliga musste mit einem unvollständigen elften Flight in den Abend gehen. Am Sonntag soll es um 10 Uhr für die beiden Ligen weitergehen, an deren Spitzen vorerst der WV Hemelingen (1. Liga) und die SV Itzehoe (2. Liga) stehen.

Für Oliver Schwall, den Geschäftsführer der Konzeptwerft, die das Ligaformat vor fünf Jahren initiiert hat, ist Travemünde seit jeher das Lieblingsrevier. „Mit der Sponsorschaft durch SAP sowohl für die Liga als auch für die Travemünder Woche passt es einfach sehr gut. Das Setup passt zudem, Segeln und Zuschauen fügen sich hier zusammen.“ Travemünde habe sich in den vergangenen Jahren als Forschungs- und Entwicklungslabor in Sachen Medialisierung etabliert. Viele Erkenntnisse von hier sind in die Segel-Übertragungen bei anderen Meisterschaften eingeflossen. Und Travemünde sei auch ein sehr gutes Revier.

Diesen Ruf blieb Travemünde an den beiden ersten Tagen nur auf den ersten Blick etwas schuldig. Die Winde waren zwar schwierig, dennoch gelang ein pralles Wettfahrtprogramm auf beiden Kursen. Die Spitzen der beiden Ligen sind dabei sehr gemischt durch Nord- und Südklubs. Der WV Hemelingen aus Bremen wird in der 1. Liga verfolgt vom amtierenden Deutschen Meister, dem Deutschen Touring Yacht-Club (Tutzing), und dem Potsdamer YC. In der 2. Liga muss sich die SV Itzehoe am finalen Tag der Angriffe durch den Bodensee-YC aus Überlingen und den Schlei SC erwehren. Ergebnisse: 1. Liga > / 2. Liga >

Die Segelbundesligen konnten vor Travemünde ein volles Programm segeln. Foto: Udo Ott/segel-bilder.de

Nasses Vergnügen für die Kielboot-Klassen

Nass war es am ersten Regattatag der Travemünder Woche für die Segler der seegehenden Yachten und der Trias. Der Himmel schüttete sich kräftig aus, und die flaue Brise konnte kaum für Trocknung sorgen. Dennoch gelang den Wettfahrtleitungen auf beiden Bahnen, das vorgesehene Programm durchzuziehen. Allerdings musste der Mittelstrecken-Kurs der Yachten um ein Drittel gekürzt werden. Die Trias segelten zwei Wettfahrten und sehen mit der Crew um Ben Uerlichs (Rursee) vorerst eine Nachwuchsmannschaft an der Spitze.

Die Trias-Crew um Ben Uerlichs setzte sich an die Spitze der Dreimann-Kielbootklasse.
Foto: Udo Ott/segel-bilder.de
Trias
Vor 50 Jahren präsentierte sich die Dreimann-Kielboot-Klasse zum ersten Mal vor Travemünde. Damals sollte sich die Trias noch als olympische Disziplin empfehlen. Mit den olympischen Ehren hat es nicht geklappt, aber dem Revier an der Trave sind die Segler treu geblieben. Zum goldenen Travemünde-Jubiläum brachten die Trias, die sonst selten auf der Ostsee segeln, zehn Boote an den Start. Die erfahrenen Travemünde-Crews mussten sich zunächst aber dem Nachwuchs beugen. Ben Uerlichs/Nils Dauber/Markus Ludwigs vom Rursee segelten mit den Platzierungen 1 und 2 im Zwischenklassement auf den ersten Rang. Dabei ließ Ben Uerlichs auch seinen Vater Roderich hinter sich, der mit seiner Crew vorerst auf Platz sechs liegt. „Wir haben die Travemünder Woche schon zig-mal gewonnen. Jetzt ist mal die Jugend dran. Das ist okay“, sagte Vater Uerlichs. Allerdings schob er das eigene Abschneiden auch ein wenig auf den Wind: „Wir mögen es lieber, wenn es kräftig weht. Vielleicht bekommen wir ja noch unsere Chance.“ Ben Uerlichs ist allerdings auch schon sehr erfahren, war ehemals top im Piraten.

Am Abend zeigten sich die Trias auch noch dem Publikum an der Trave – bei den SAP Trave Races. Selbst bei schwachen Winden mit zwischenzeitlich nur einem Knoten konnten sich die Trias in voller Pracht mit Spinnaker präsentieren. Als Sieger dieses Rennens ging der Travemünder-Woche-Vorjahressieger Mathias Strang (Rursee) hervor. Er durfte mit seiner Crew eine Flasche Champus entgegennehmen.

Mittelstrecke Seebahn
Zum Start in das Mittelstrecken-Rennen waren die Bedingungen noch gut auf der Seebahn. Foto: segel-bilder.de
Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel hatte für die Crews an der Startlinie ursprünglich einen Kurs von 32 Seemeilen Länge durch die Lübecker Bucht ausgelegt. Doch die Bedingungen zwangen ihn zu einer Verkürzung auf 22 Seemeilen. „Wir hatten am Anfang noch 14 Knoten Wind, dann ging er aber runter auf sieben“, berichtete Wenzel. Als die ersten Yachten bereits im Ziel waren, ging die Windstärke noch mal wieder etwas hoch, so dass auch die kleineren Yachten noch einen guten Zieldurchgang erlebten. Bei lauer Brise war es für die Crews ein feuchtes Vergnügen: „Der Regen kam früher als erwartet und setzte sich dann durch“, berichtete Carl-Peter Forster von der „Inschallah“. Die 41 -Fuß-Yacht konnte sich in ihrer Klasse (OSC V) nach gesegelter Zeit durchsetzen, lag berechnet aber auf Rang drei hinter der „Piranha“ von Christian Rönsch (Kiel) und der „Adamas“ von Jan Peters (Heiligenhafen).

Ähnlich erging es Christian Rosehr mit der „Pink X“ in der OSC IV. Die X35 war das erste Schiff im Ziel, lag nach berechneter Zeit aber hinter der „Patent 4“ von Steuermann Henning Tebbe, einer Italia 9.98. „Wir haben sehr konzentriert getrimmt und intensiv auf die Dreher reagiert. Als sich der Linksdreher durchsetzte, waren wir glücklicherweise nicht auf der falschen Seite. Aber die Italia-Yachten sind nach Berechnung kaum zu schlagen“, so Rosehr. Trotz intensiver Beobachtung des Feldes rutschte die „Pink X“ auch nach gesegelter Zeit zwischenzeitlich von der Top-Position ab, konnte dann aber im schwächer werdenden Wind die Spitze wieder erobern. „Wir sind zufrieden. Allerdings hätten wir gedacht, dass wir die Wettfahrt in kurzen Hosen segeln können. Dem war dann aber nicht so“, erklärte Rosehr mit dem Blick auf den Dauerregen.

In den weiteren Klassen setzten sich zwei Lübecker und eine Rostocker Crew an die Spitzen der Mittelstrecken-Regatta auf der Seebahn, die am Sonntag mit dem zweiten Rennen fortgesetzt wird. Die OSC I führt Stefan Bertram (Lübeck) mit der „Navi“ an, in der Gruppe II liegt Stefan Meining (Lübeck) mit der „Na und“ in Führung, und in der OSC III hat der Rostocker Georg Sichtling mit der „Taipan“ den Bug vorn.
Ralf Abratis, Pressesprecher WW. Ergebnisse >

Samstag, 22. Juli 2017

Stotternder Auftakt in der Segel-Bundesliga

Leid und Freud angesichts des Wetters zum Auftakt der 128. Travemünder Woche lagen dicht beieinander. Während die Besucher blauen Himmel, kleine Wölkchen und die leichte Brise genossen, kämpften die 36 Teams der beiden Segel-Bundesligen mit dem unbeständiger Wind. Der sorgte für eine lange Pause für die Aktiven und die Wettfahrtleitung, so dass bis in den späten Abend gesegelt wurde.

Der Lübecker YC kam noch nicht wie gewünscht in Fahrt. Foto: segel-bilder.de
Der vierte Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga startete sowohl für die 1. als auch für die 2. Liga um 11.20 Uhr auf dem SAP Media Race Course vor Travemünde und Priwall. Insgesamt sind 16 zu segelnde Flights an drei Regattatagen angepeilt, was 48 Wettfahrten pro Liga bedeuten würde. Auf Grund des recht unbeständigen Windes von 3 bis maximal 11 Knoten kamen die Athleten aber gleich zum Auftakt in Verzug. Die 1. Bundesliga schaffte bis zum frühen Abend drei komplette Flights statt der angepeilten fünf Durchgänge und musste daher noch nachsitzen. Nach drei Rennen hatte der Düsseldorfer Yacht-Club die Führung übernommen vor dem Münchener Yacht-Club und dem Hamburger Segel-Club. Der aktuelle Tabellenführer der 1. Liga, der Norddeutsche Regatta Verein (NRV), musste sich vorerst mit Rang acht zufrieden geben. Auch für den gastgebenden Lübecker Yacht-Club lief es noch nicht nach Wunsch. Einem dritten und einem zweiten Platz folgte ein letzter Rang im dritten Rennen.

Die Zweit-Bundesligisten konnten bisher zwei komplette Flights mit sechs Wettfahrten durchsegeln. Der Blankeneser Segel Club liegt nach den ersten beiden Flights an der Spitze, gefolgt von Bodensee-Yacht-Club Überlingen und auf Rang 3 die Seglervereinigung Itzehoe.

Beide Ligen sollten sich voraussichtlich noch bis 21:00 Uhr auf dem Wasser befinden und versuchen, sich bei weiterhin lauen Winden die guten Plätze zu erkämpfen.

Für heute sehen die Wetter- und vor allem Windbedingungen vielversprechender aus. 11 bis 20 Knoten Wind sind zu erwarten, die das Regatta-Geschehen spannender und herausfordernder machen. Ralf Abratis, Pressesprecher TW.
Ergebnisse: 1. Liga > / 2. Liga >

Donnerstag, 20. Juli 2017

Zwei Tage Liga-Liveübertragung vom SAP Sail Cube

Segel-Bundesliga in Travemünde: Der Kampf um die Tabellenspitze geht weiter.

Travemünde im Liga-Feeling: Ab morgen geht es in Travemünde wieder ordentlich zur Sache, denn vom 21. bis 23. Juli segeln die 36 Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga um die besten Plätze. Die Punkteabstände in der Gesamttabelle sind gewohnt eng und so könnte jeder Ausrutscher den Teams teuer zu stehen kommen. Die Wettfahrten der 1. Liga werden Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr im Internet sowie vor Ort am „SAP Sail Cube“ live übertragen. Ein Wochenende mit Hochspannung und spektakulären Bildern im Segel-TV.

Die Lokalmatadore vom Lübecker Yacht-Club (LYC) haben intensiv trainiert und „sind heiß“ auf das Heimspiel: „Wir treten im Vergleich zu Kiel mit einer nur sehr leicht veränderten Crew an. Wir sind hoch motiviert, auf unserem Heimatrevier zu performen“, so der LYC. Johannes Babendererde, Maximilian Gebhard, Kevin Barche und Ole Kuck vertreten den Club in Travemünde. Der LYC liegt aktuell auf Tabellenplatz 15.

Weiter oben in der Tabelle befindet sich der amtierende Deutsche Meister. Der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) belegt aktuell Platz vier (punktgleich mit Platz drei). „Die Punktabstände sind eng und wir geben alles, um uns noch weiter vorne zu platzieren. Die Wettervorhersage verspricht leichte Winde aus West, was für spannende und enge Rennen direkt vor dem Strand von Travemünde spricht“, so Julian Stückl, Steuermann vom DTYC. Mit ihm an den Start gehen der ligaerfahrene Sebastian Bühler, Neuzugang Dominik Müller sowie Marco Tarabochia. Der Norddeutsche Regatta Verein führt derzeit die Tabelle an.

Liga-Live am Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr
Dank des „SAP Sail Cube“ kann der Kampf um die Tabellenpunkte online live sowie vor Ort in Travemünde mitverfolgt werden (Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr). ZDF-Sportreporter Alexander Ruda, Segelexperte Marcus Baur und wechselnde Co-Kommentatoren machen den Segelsport mit anschaulichen Grafiken und verständlichen Erklärungen für Jedermann begreifbar. Die Liga-Liveübertragung sehen Sie Samstag und Sonntag jeweils ab 12.00 Uhr hier: www.segelbundesliga.de. Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

© DSBL/Lars Wehrmann
© DSBL/Oliver Maier
© DSBL/Lars Wehrmann
Lübecker Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Norddeutscher Regatta Verein © DSBL/Lars Wehrmann
Deutscher Touring Yacht-Club © DSBL/Lars Wehrmann

Montag, 17. Juli 2017

Genf dominiert die vierte Spielrunde der Schweizer Segel-Nationalliga

Bei Sonnenschein und optimalen zwei bis vier Windstärken aus Norden konnten in der Swiss Sailing Super League vor Genf insgesamt 40 Regatten gesegelt werden. Die drei Spieltage wurden vom Heimteam der Société Nautique de Genève mit Guillaume Rigot, Marc Stern, Nicolas Kaufmann und Mathieu Fischer klar dominiert. Die Genfer reihten Laufsieg and Laufsieg und gewannen die vierte Spielrunde überlegen.

Die Sieger von Genf, Foto:© Felix Somm/SSL
Im Kampf um die Plätze ging es eng zu. Nach dem zweiten Spieltag konnten sich noch sechs Clubs Hoffnungen auf einen Podestplatz machen. Am Sonntag spielte dann Routinier Lorenz Müller mit dem Team vom Yachtclub Bielersee seine Erfahrung aus und setzt sich von den meisten Verfolgern ab. Nur das St.Galler Team vom Regattaclub Bodensee konnte mithalten und gewann seine Regatten ebenfalls. Zum Schluss hatten beide Clubs die gleiche Punktezahl auf dem Konto. Da die Bieler aber mehr Läufe gewinnen konnte ging der zweite Platz an den Bielersee und der Regattaclub Bodensee konnte sich über den dritten Platz freuen. Etwas enttäuscht von Ihrem dürften der bislang in der Jahreswertung führende Regattaclub Oberhofen sein. Der siebte Platz in Genf reichte nicht um die Führung zu behalten und er musste diese an den Regattaclub Bodensee abgeben.

Rangliste >

Ideale Voraussetzungen in Genf, Foto: © SSL

Sonntag, 16. Juli 2017

Genf führt nach zwei Wettkampftagen

Spannende Segelduelle um die Führung in der Swiss Sailing Super League vor Genf.

Nach zwei Regattatagen konnten in der vierten Spielrunde der Swiss Sailing Super League 28 Rennen gesegelt werden. Herrliche Wind und Wetterbedingungen mit Nordwind von ca. 2 Windstärken erlauben hochkarätige Wettkämpfe.Die Société Nautique de Genève führt vor dem Regattaclub Bodensee und dem Yachtclub Bielersee. Die Podestplätze sind jedoch hart umkämpft. Noch sieben Clubs können sich Hoffnungen auf einen Podestplatz machen und so wechselt die Zusammensetzung der Spitzengruppe nach jedem Rennen.

Bester Segelsport vor Genf, Foto: © SSL
Die ersten Rennen am Freitag waren schwierig und von drehenden Winden geprägt. Zwei Windsysteme - der lokale Sechard und die Bise - kämpften gegeneinander und forderten die Wettfahrtleiter und die Bojenleger bei der Kurslegung. Dann aber stabilisierte sich der Wind und frischte auf 3 bis 4 Windstärken auf, so dass bis am Abend neun herrliche Läufe gewertet werden konnten. Die Société Nautique de Genève (SNG) übernahm mit vier Laufsiegen die Führung und konnte sich damit auch ein solides Polster vor seinen Konkurrenten schaffen.

Auf den Plätzen 2 bis 7 waren und sind die Abstände dafür denkbar eng. Der Yachtclub Bielersee, der Regattaclub Bodensee, der Thunersee Yachtclub und der Regattaclub Oberhofen kämpfen um die Plätze.

Am Samstag konnte ab 11 Uhr wieder gestartet werden. Ein konstanter Nordwind um die 2 Windstärken erlaubte Starts im 30 Minuten-Takt. Die Genfer machten weiter, wie sie am Vortag aufgehört hatten - mit Siegen. Trotz einiger Ausrutscher gehen sie damit auch als Führende aus dem zweiten Regattatag hervor. Im Tagesverlauf konnte sich die Société Nautique Rolloise zwischenzeitlich mit mehreren Laufsiegen bis auf den dritten Zwischenrang vorarbeiten. Auch die Bordée de Tribord aus La Neuveville zeigte eine starke Leistung und liegt nach dem zweiten Wettkampftag mit einem Punkt Rückstand hinter dem zweitplatzierten Regattaclub Bodensee auf Rang 3. Dahinter folgt der Yachtclub Bielersee, der Zürcher Yachtclub, die Société Nautique Rolloise und der Regattaclub Oberhofen. Die Clubs von Rang 2 bis Rang 7 liegen alle nur gerade 3 Punkte auseinander.

Für den heutigen Schlusstag wird es also weiter heiss umkämpfte Regatten geben. Die Windprognosen sind positiv und einem spannenden Finish steht damit nichts entgegen. Felix Somm/SSL. Zwischenergebnis >

Team Genf (SNG) konzentriert am Start, Foto: © SSL

Samstag, 15. Juli 2017

Bargehr/Mähr holen erste WM-Medaille

Nun haben sie es also geschafft! David Bargehr und Lukas Mähr schreiben österreichische Sportgeschichte, segeln bei der 470er WM vor Thessaloniki im Medal Race zu Bronze. Ihre direkten Konkurrenten Cinar/Cinar (TUR) wurden wegen Frühstarts disqualifiziert, damit war dem Ländle-Duo Platz drei nicht mehr zu nehmen. Dieser Erfolg steht vor dem Hintergrund, dass David Bargehr erst im April von seinem Bizepssehnenriss in der linken Hand und einer fünfmonatigen Pause, wieder zurück aufs Boot kehrte. „Das ist der Höhepunkt unserer Karriere“, sagt Lukas Mähr freudestrahlend nach dem Triumph.

David Bargehr/Lukas Mähr, Foto: © International 470 Class Association / Nikos Alevromytis

„Wir können das noch gar nicht realisieren“, ergänzt sein Teamkollege David Bargehr im Ziel. Nichts wollte man mehr dem Zufall überlassen. Der Lümmelbeschlag, der in der letzten Wettfahrt am Vortag noch gebrochen war, wurde erneuert. Innerhalb von zwei Stunden brachte man alles auf dem Boot nochmals auf Vordermann. Auch strategisch bereitete man sich auf alle Eventualitäten vor, Lukas Mähr: „Wir haben gestern viele Szenarien durchgesprochen, waren perfekt vorbereitet.“

Vor allem ging ihre Strategie beim Start voll auf, wie Lukas Mähr erläutert: „Wir haben uns vorgenommen das türkische Boot beim Start unter Druck zu setzen und sie zu Fehlern zu zwingen.“ Ihre einzigen Konkurrenten um Bronze, Cinar/Cinar (TUR), wurden auch prompt wegen Frühstarts disqualifiziert, damit hatten die Vorarlberger Bronze bereits in der Tasche.

Zu Gold und Silber war der Abstand bereits vor dem Medal Race zu groß, hier setzten sich die Australier Mathew Belcher/Will Ryan vor den Schweden Anton Dahlberg/Fredrik Bergström durch.

Mähr: „Dankbar, dass wir das erreichen durften“
Erst im November des Vorjahres erlitt das Ländle-Duo durch die Verletzung von David Bargehr einen enormen Rückschlag. Nach fünf Monaten Pause kehrte er im April wieder zurück aufs Boot. Beim World Cup Finale vor Santander segelte er mit seinem Vorschoter Lukas Mähr auch prompt zu Silber. Trotzdem hat man sich für die WM in erster Linie das Medal Race als Ziel gesetzt. Sechs Tage nach der ersten Wettfahrt, stehen sie am Stockerl und dürfen die erste 470er WM-Medaille für Österreich entgegennehmen.

Lukas Mähr: „Das ist der Höhepunkt unserer Karriere. Wir sind dankbar, dass wir das erreichen durften nach so vielen Jahren. Darauf werden wir heute auf jeden Fall anstoßen.“

OeSV-Sportdirektor Georg Fundak setzte die beiden vor der WM klar unter die Top sechs: „Wir waren schon früher knapp an einer Medaille bei den 470er dran, sie haben es nun geschafft und damit österreichische Sportgeschichte geschrieben. Aber wir haben noch Potential, sind noch lange nicht fertig. Wir wollen nicht stehenbleiben, wir wollen gewinnen. Diese Medaille wird sämtliche OeSV-Teams anspornen.“

Und auch das zweite OeSV-Boot mit Niko Kampelmühler und Thomas Czajka ließ Fundak nicht unerwähnt: „Dass dieses junge Team bei ihrer ersten WM gleich den Sprung in die Goldgruppe geschafft haben, ist wirklich ein Wert.“ Markus Riedlmayer.

Endstand 470er WM nach dem Medal Race
1. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS) 38 Punkte (4/4/1/4/1/9/1/10/7/1/4/2)
3. David Bargehr/Lukas Mähr 78 Punkte (3/3/4/1/3/25/2/4/17/4/19/18)
33. Niko Kampelmühler/Thomas Czajka 201 Punkte (15/13/20/12/16/29/17/UFD/21/34/24)

Sämtliche Ergebnisse >

Bargehr/Mähr können Geschichte schreiben

Noch nie holte ein österreichisches Boot bei einer 470er WM eine Medaille. Das könnte sich im heutigen Medal Race ändern. Als Gesamtdritte, mit acht Punkten Vorsprung auf Platz vier, gehen David Bargehr und Lukas Mähr am Samstag auf Medaillenjagd. Zwar fiel das Vorarlberg-Duo am fünften Wettkampftag mit den Plätzen 17, vier und 19 um einen Rang zurück, hat aber für Samstag alle Trümpfe in der Hand. Ihre erste gemeinsame WM beenden Niko Kampelmühler und Thomas Czajka nach dem letzten Wettkampftag auf Rang 33.

In den Kampf um Gold und Silber können Bargehr/Mähr im Medal Race nicht mehr eingreifen, trotz doppelter Punkte. Bronze können sich die Vorarlberger aber sichern, solange sie nicht um mehr als drei Ränge hinter dem türkischen Boot Cinar/Cinar ins Ziel segeln.

Und selbst ein Materialbruch in der letzten Wettfahrt konnte die beiden auf ihrem Weg zu dieser Chance nicht stoppen. Fast ans Ende des Feldes zurückgefallen, reparierten sie noch während der Fahrt den Lümmelbeschlag, die Verbindung zwischen Mast und Großbaum, und beendeten das Rennen noch als 19. „Wir waren quasi Letzte auf der ersten Vorwind, haben auf der zweiten Kreuz und der zweiten Vorwind alles gegeben. Es ist jeden Tag aufs neue eine Challenge“, erzählt David Bargehr, der über den Bruch des Lümmelbeschlag noch rätselte: „Wir haben eigentlich alles ausgetauscht vor der WM, uns ist das unerklärlich.“

„Alles was jetzt noch kommt, ist Draufgabe“
„Einer unserer früheren Coaches hat einmal gesagt ´Das Ziel bei einer Regatta muss sein, im Medal Race noch um eine Medaille segeln zu können´. Vor der WM war unser erklärtes Ziel das Erreichen des Medal Race. Alles was jetzt noch kommt ist Draufgabe. Es wird auf jeden Fall ein heißer Fight“, ist David Bargehr auf den letzten Tag eingestimmt. Nun heißt es noch so schnell als möglich das Boot reparieren und bestmöglich regenerieren!

Welche einmalige Chance sich den Vorarlbergern am Samstag bietet, untermauert OeSV-Sportdirektor Georg Fundak: „Das wäre österreichische Sportgeschichte. Es ist alles offen für morgen. Sie haben auch heute wieder aufgezeigt, konnten sich in der zweiten Wettfahrt noch von Platz sechs auf Platz vier verbessern, was bei diesen Bedingungen, mit Wind zwischen neun und 13 Knoten, enorm schwierig ist.“

Kampelmühler/Czajka beenden erste gemeinsame WM auf Rang 33
Äußerst zufrieden zeigt sich Georg Fundak auch mit dem Abschneiden des zweiten OeSV-Bootes. Bei ihrer ersten WM schafften es Niko Kampelmühler und Thomas Czajka auf Anhieb in die Gold Fleet, segelten insgesamt sechs Mal unter die Top 20. Aufgrund eines Frühstarts wurde ihnen ihr bestes Wettfahrtergebnis bei der WM, ein dritter Platz, aberkannt, „Sie konnten über die gesamte Wettfahrt Rang drei verteidigen und das gegen die Besten Segler der Welt“, so der OeSV-Sportdirektor.

Insgesamt konnten sie die Erwartungen bestätigen und auch das Ziel für nächstes Jahr ist bereits definiert, Georg Fundak: „Mit der Qualifikation für die Goldgruppe haben sie das sportliche Ziel erreicht. Ihre gesamte bisherige Entwicklung ist sehr positiv. Sie haben das in sie gesteckte Vertrauen bestätigt. Das Ziel für nächstes Jahr lautet unter die Top 15 oder Top Ten zu segeln.“ Markus Riedlmayer.

Zwischenstand 470er WM nach Tag 5 (Die Top 10 der Gold Fleet segeln am Samstag im Medal Race, bei dem die doppelte Punktzahl vergeben wird, um die Medaillen)
 
1. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS) 32 Punkte (4/4/1/4/1/9/1/10/7/1)
3. David Bargehr/Lukas Mähr 60 Punkte (3/3/4/1/3/25/2/4/17/4/19)
33. Niko Kampelmühler/Thomas Czajka 201 Punkte (15/13/20/12/16/29/17/UFD/21/34/24)
 
Sämtliche Ergebnisse >

David Bargehr/Lukas Mähr, Foto: © David Pichler/www.dapic.rocks
Niko Kampelmühler/Thomas Czajka , Foto: © David Pichler/www.dapic.rocks

Freitag, 14. Juli 2017

WYC-Team setzt in Travemünde auf Wind

Der vierte „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga 2017 vom 21. bis 23. Juli (Freitag bis Sonntag) steht auf dem Terminplan. Im Rahmen der Travemünder Woche wird auf der Ostsee unmittelbar vor der Strandpromenade von Travemünde gesegelt. Für den Württembergischen Yacht-Club gehen diesmal Max Rieger, Felix Diesch, Conrad Rebholz und Lukas Ammon ins Rennen.

Ursprünglich war die Rieger-Crew vorgesehen, die bereits Ende April am Chiemsee im Einsatz war. Doch Moritz Rieger hat sich am Fuß verletzt und ist nicht einsatzfähig. „Für ihn springt unser Allrounder Lukas Ammon ein“, erläutert Team-Manager Klaus Diesch. Max Rieger als Steuermann und sein Team werden schon das dritte Mal in Travemünde segeln. In den vergangenen Jahren konnten sie sich dort immer recht erfolgreich platzieren. Meistens hat es dort Wind und das routinierte Team sollte damit eigentlich gut klarkommen“, so Diesch weiter.

„Wir freuen uns auf die Ostsee, die sich in den vergangenen Jahren mit traumhaften Segelbedingungen zeigte und hoffen, da unser volles Potential ausschöpfen zu können“, blickt Max Rieger auf den Event. Das Liga-Team des Clubs wird mit einem Mercedes Vito von WYC-Mobilitätspartner AMF Auto Müller in den Norden fahren und diesmal in diesem Fahrzeug und einem Zelt auch campieren.

Live wird man die Wettfahrten der Bundesliga in Travemünde per Tracking und Live-Videos auf www.segelbundesliga.de verfolgen können. Max Rieger, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit WYC.

Beim Segel-Bundesliga-Event in Travemünde wird für den Württembergischen Yacht-Club das Team Max Rieger, Felix Diesch, Conrad Rebholz und Lukas Ammon ins Rennen gehen. Max Rieger (im Foto links), Diesch und Rebholz waren schon beim Liga-Auftakt auf dem Chiemsee im Einsatz (unser Bild), Moritz Rieger wird auf der Ostsee verletzungsbedingt durch Lukas Ammon ersetzt. Foto: © V. Göbner

Rund 500 Aussteller präsentieren breites Spektrum

Von Tiefgang und sportlichen Höhenflügen: Interboot legt ab in die Welt des Wassersports.

Friedrichshafen - „Anker lichten und volle Fahrt voraus“ heißt es wieder im Spätsommer auf der 56. Auflage der Interboot. Rund 500 Aussteller zeigen in Friedrichshafen vom 23. September bis 1. Oktober alles rund um den Wassersport. Spannende Momente auf und im kühlen Nass verspricht die diesjährige Auflage der internationalen Wassersport-Ausstellung. Vom Surfbrett bis zum Familienkreuzer, vom Kanu bis zum Daysailor – die acht Messehallen, der Messe-See sowie der Interboot-Hafen setzen das ganze Spektrum des Wassersports in Szene. „Wir bieten den Besuchern vielfältige Präsentations-, Ausstellungs- und Testmöglichkeiten an und wollen damit zum Mitmachen animieren. Dafür ist beispielsweise unser Interboot-Hafen mit über 130 Liegeplätzen absolut prädestiniert”, betont Messegeschäftsführer Klaus Wellmann. Spritziges Vergnügen im nassen Element und keinen trockenen fachlichen Input verspricht das Show- und Aktivprogramm. Premiere feiert die Initiative „Dein Job - Dein Moment”, bei der Berufsbilder im Wassersport vorgestellt werden.


Ebenfalls neu ist die Hovercraft-Show auf dem Bodensee.
„Wir halten den im vergangenen Jahr eingeschlagenen Kurs und setzen weitere fachliche Schwerpunkte. Die Förderung des Wassersport-Nachwuchses liegt uns sehr am Herzen, deshalb haben wir zusätzlich die Berufsorientierungsinitiative ‚Dein Job – Dein Moment‘ ins Leben gerufen“, erklärt Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Fachlich orientierte Themeninseln präsentieren einen Überblick über Trends und aktuelle Fragen im Wassersport: Alternative Antriebskonzepte- und nachhaltiger Materialeinsatz beim Bootsbau werden dabei in den Fokus gerückt. Hierfür wird in der Halle B2 eine Produktschau inszeniert, die die zukünftigen Entwicklungen zeigt. Hoch im Kurs steht nach wie vor das Thema Foiling. Diesem widmet sich eine Sammlung von Exponaten in Halle A1: Vom Einrumpf-Foiler bis hin zum „fliegenden“ Katamaran – wer sich fürs Segeln schneller als der Wind interessiert, wird hier fündig. Weiter ausgebaut wird zudem das Segel- und Reisekompetenzcenter mit noch mehr Themenvielfalt vom Blauwassersegeln bis hin zum Motorboot-Cruisen.

Wenn die Welle ruft: Trendsport- und Boardbereich macht Lust auf Meer Surfen, Kiten, Boarden und Wellenreiten stehen in der Board- und Trendsporthalle B1 auf dem Programm. Dem aktuellen Foiling-Hype bei den Kitern wird eine spezielle Area gewidmet, wo die top-aktuellen technischen Innovationen sowie die modernsten Boards zu sehen sind. Für Beach-Feeling sorgen nicht nur zahlreiche Funsport-Ausrüster, auch die Interboot Surf-Days mit stehender Welle und Chill-Out Lounge erinnern an den letzten Strandurlaub. Das fünf Meter breite Becken verspricht per Knopfdruck perfekte Bedingungen fürs Wellenreiten. Hier können Anfänger und Fortgeschrittene ihr Können auf dem Brett testen und verbessern. Um sich aufs Board zu schwingen, ist keine Anmeldung nötig. Wer aber Warteschlangen vermeiden will, kann sich einen Slot für bis zu fünf Personen online reservieren.

Neoprenanzüge und verschiedene Boards werden vor Ort gestellt, es können keine mitgebrachten Exemplare verwendet werden. Shopping und Clubbing stehen am Donnerstag 28. September auf dem Programm, wenn die Aussteller aus Halle B1 beim Sunset Shopping bis 21 Uhr neben coolen Beats auch coole Angebote für das Messepublikum bereithalten. Wassersportrevier Messe-See: Wakeboard, SUP, Kanu und Schnuppersegeln Echte Wassersport-Momente erlebt man nur beim Ausprobieren. Auf dem Messe-See ist das kein Problem. Dort kann täglich gepaddelt, gesegelt und Wakeboard gefahren werden. Stand-Up Paddling (SUP) wird immer beliebter. Auf dem Messe-See liegen Boards und Paddel bereit, um von Anfängern und Fortgeschrittenen getestet zu werden. Im Sitzen paddeln die Besucher, die sich ein Kanu als Wassersportgefährt ausgesucht haben. Das integrative Mini 12er-Segeln bietet kleinen Messebesuchern die Gelegenheit, das Steuerruder der unkenter- und unsinkbaren Boote selbst in die Hand zu nehmen.


SUP Team-Challenge: An die Paddel, fertig, los!
Die SUP Team-Challenge findet in diesem Jahr am Sonntag, 24. September, statt. Auf dem Messe-See zeigen Zweierteams ihr Können im Stand-Up Paddling. Die Mannschaften müssen im gegenseitigen Wechsel mit dem Partner so schnell wie möglich den SUP-Parcours meistern. Preisgelder im Gesamtwert von 1.000 Euro erwarten die Teilnehmer. Maximal 16 Zweiergruppen können sich anmelden unter: www.interboot.de/ib-de/die-interboot/board-und-trendsport/stand-up-paddling.php

Sportliche Highlights auf dem Bodensee
Mit viel Power über den Bodensee schweben die Hovercrafts bei der gleichnamigen Show, die am ersten Interboot-Wochenende stattfindet. Das Formula 1 Racing Team jagt mit seinen Luftkissenbooten nachmittags über den Messe-See. Abends begeistern die mehrfachen Europa- und Weltmeister die Zuschauer an der Friedrichshafener Uferpromenade.

Etwas entspannter geht es beim Sunset-Sailing im Interboot Hafen zu. Wer nicht auf den Wind angewiesen sein möchte, fährt alternativ zum Sunset-Cruising mit dem Motorboot raus. Die Fahrten in den Sonnenuntergang finden jeweils an den Wochenenden und am Freitag statt. Die Anmeldung erfolgt über das Interboot Academy Programm. Am ersten Messewochenende wird in sechs Kategorien um die internationale Interboot-Trophy gesegelt. Die vom Württembergischen Yachtclub organisierte Veranstaltung lockt seit dreizehn Jahren passionierte Segler nach Friedrichshafen.

Interboot-Hafen: Glitzerndes Wasser trifft auf polierte Planken
Maritimes Flair verströmt der Interboot-Hafen, wo rund 130 Boote ankern und für Testfahrten mit potenziellen Kunden bereit stehen. Vom 30 Fuß Segelboot über EBoote bis hin zum klassischen Mahagoni-Motorboot bleibt hier kein Wunsch offen. Apropos Mahagoni: edles Holz gibt es auch auf dem Oldtimersteg zu sehen. Die klassischen Boote der Oldtimer Schiffer Bodensee (OSB) erinnern im Interboot-Hafen an Bootsbaukunst früherer Zeiten und sind bei der vom Segel- und Motorclub Friedrichshafen durchgeführten Oldtimer Regatta am 24. September auch in voller Fahrt zu bewundern.

Weibliche Wassersport-Fans können sich beim Motorboot-Training für Frauen, das in Kooperation mit der Zeitschrift Boote veranstaltet wird, mit dem Steuer und dem Gefühl auf dem Wasser vertraut machen. Erfahrene Skipperinnen geben eine Einweisung an Bord und stechen mit den Neulingen in See. Urlaubs-Atmosphäre garantiert der Interboot-Hafen auch beim gemütlichen Sundowner nach
Messeschluss.

Den Wassersport entdecken: Start Boating
„Ab aufs Wasser“ heißt es bei der Kampagne Start Boating, die auch auf der Interboot Station macht. Im Hafen finden Wassersport-Fans Motor- und Segelboote in verschiedenen Größen zum Testen und Spaß haben. Ob stilvoll an Bord einer Segelyacht, sportlich in Aktion auf schnellen Sportbooten und Segeljollen oder gemütlich unterwegs mit Motoryacht oder Hausboot, die Möglichkeiten, sich auf Wasser zu begeben, sind vielfältig.

Start Boating wird auf der internationalen Wassersport-Ausstellung mit einem Informationsstand im Foyer West vertreten sein. Zudem stehen im Hafen neun Motorboote und zwei Segelyachten für kostenlose Probefahrten am zweiten Interboot-Wochenende von Freitag bis Sonntag zur Verfügung. Fast alle Plätze sind schon ausgebucht, Anmeldung für die Restplätze unter www.start-boating.de.

Interboot Academy: Informationen und Workshops von Profis für Profis
Die internationale Wassersport-Ausstellung holt hochkarätige Workshops und Seminare an den Bodensee. Bei der Interboot-Academy wird eine Fülle von Informationen geboten: Über das Weltumsegeln und was dafür wichtig ist, informiert Bobby Schenk bei seinem Blauwasserseminar. Die 150 Plätze des Vortrages sind bereits ausgebucht. UKW sowie Radio- und Plotter-Kurse bietet Peter G. Boot, ehemaliges Mitglieder der Royal Marine, an und sorgt so für mehr Sicherheit auf See. Weitere Seminare und die Anmeldung gibt es unter www.interboot.de/academy.

Interboot Action Days: Schnuppertage für junge Wassersportfans
Über den Bodensee schippern oder eine Segelyacht steuern, das bieten die Interboot Action Days. Zum dritten Mal findet die Veranstaltung am Samstag, 30. September und Sonntag, 1. Oktober statt. Hier können Jugendliche von 12 bis 16 Jahren Action beim Segeln, Motorboot fahren, Wakeboarden oder Stand-Up Paddling erleben und auf Tauchgang gehen. „Die Nachwuchsförderung, der Spaß für Kinder sowie das Erleben des Wassersports mit allen Sinnen stehen für uns bei diesem Programmpunkt der Messe im Mittelpunkt“, sagt Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Karten und weitere Informationen gibt es unter: www.interboot.de.

Treffpunkt der nautischen Schweiz – Suisse@Interboot
Eine feste Größe der internationalen Wassersport-Ausstellung ist die in Schweizer Fahnen gehüllte Halle A4. Unter dem Titel Suisse@Interboot präsentiert sich eine stabile Zahl an Ausstellern aus der Alpenregion. Der Interboot-Donnerstag steht ganz im Zeichen der Eidgenossen und bietet spezielle Aktionen, z. B. erhalten alle Besucherinnen aus der Schweiz an diesem Tag freien Eintritt.

Von der Ferne träumen im Segel- und Reisekompetenzcenter
Der neue Name ist Programm: Das Segel- und Reisekompetenzcenter ist nicht nur der Treffpunkt von ambitionierten Speed-Seglern, Foilern und Multi Hull Besitzern, sondern liefert auch Informationen rund um Segel- und Motorbootreisen. Im Vortragsprogramm kommen sowohl Fans von Masten, Vorschot und Spinacker als auch Liebhaber von Gashebel und Geschwindigkeit voll auf ihre Kosten. Neben zahlreichen bildgewaltigen Präsentationen rund ums Reisen auf dem Wasser, stellen beim Reisemarkt Ansprechpartner von Reiseanbietern, Urlaubsländern und Regionen darunter Kuba und die British Virgin Islands die schönsten Reiseziele für Wassersportler vor. Eine kompetente und unabhängige Charterberatung für Motorboot- und Segeltörns bieten die Experten Jürgen Straßburger und Michael Amme.

Bootsbaukunst und klassische Schiffe
Auf einem großen Gemeinschaftsstand präsentiert sich der Verband der Bodenseewerften. Hier können sich die Besucher bei den Bootsbau-Experten informieren und die Schönheit maritimer Klassiker bewundern. Auf der Vortragsbühne finden täglich Fachvorträge von Profis aus der Branche rund ums schwimmende Hobby statt.

Maritime Mode: Die Fashion-Meile auf der Interboot
Auch die 56. Interboot zeigt nicht nur Boote, sondern auch eine Vielfalt an Bekleidung und Accessoires für Aktivitäten im oder am Wasser. Die mehrmals täglich stattfindende Modenschau in Halle A2 verschafft den Besuchern einen Überblick der aktuellen Trends. Dort können die Kleidungsstücke auch anprobiert und gekauft werden.

InterDive: Untertauchen in eine andere Welt
Zum fünften Mal können Tauchbegeisterte auf der InterDive in die Unterwasserwelt eintauchen. Die teilweise parallel zur Interboot stattfindende Gastveranstaltung startet am Donnerstag, 21. und endet Sonntag, 24. September. Die Besucher erwartet ein breites Spektrum rund ums Tauchen, Schnorcheln bis hin zum Reiseerlebnis, dabei präsentieren die Aussteller aktuelle Trends und Produktneuheiten. Weitere Informationen unter: www.interdive.de

Öffnungszeiten und Preise
Die Interboot präsentiert von Samstag, 23. September bis Sonntag, 1. Oktober 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr die ganze Welt des Wassersports, der Interboot-Hafen lädt täglich bis 19 Uhr zum gemütlichen Sundowner. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet.

Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Am ersten Wochenende findet parallel die Tauchmesse InterDive statt, die ausschließlich über den Eingang Ost zu erreichen ist. Zwischen Eingang Ost und West ist ein Shuttle-Bus-Verkehr eingerichtet, Shuttles verkehren auch zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot