Donnerstag, 31. August 2017

WM-Auftakt 49er und 49erFX geglückt

Nach zwei Tagen, in denen der Nebel vor Porto, Wettfahrten unmöglich machte, war es am Mittwoch nun endlich so weit. Die 49er und 49er FX WM konnte nach neuerlichem Nebel am Vormittag, am Nachmittag endlich gestartet werden. Benjamin Bildstein und David Hussl blieben in drei Wettfahrten jeweils unter den Top fünf und stehen aktuell im Zwischenklassement auf Rang sieben. Bei den Damen gelangen Tanja Frank und Lorena Abicht nach einem zwölften Rang zum Auftakt mit Rang vier in der zweiten Wettfahrt eine deutliche Steigerung. Für Donnerstag stehen sowohl im 49er als auch im 49erFX je vier Wettfahrten am Programm.

„Der Tag hat erneut mit Nebel und wenig Wind angefangen. Am frühen Nachmittag konnten wir dann aber endlich aufs Wasser“, so ein erleichterter David Hussl. Durch die Absage der ersten beiden Wettkampftage, heißt es nun für sämtliche Teams in den wenigen Wettfahrten sich eine bestmögliche Ausgangssituation zu ersegeln. Mit den Plätzen fünf, drei und vier, gelang dies dem Duo Bildstein/Hussl jedenfalls bereits.

„Es war schwierig zu erkennen auf welcher Seite der Wind besser zudem ging es an der Boje eng her. Insgesamt ist das Feld immer dicht beisammen geblieben. Wir sind happy mit den drei Ergebnissen, haben heute auch nicht zu viel Risiko genommen. Der Speed und unsere Taktik haben gepasst“, erklärt David Hussl.

Im 49er erwischte das deutsche Duo Fischer/Graf einen wahren Traumtag und holte sich in allen drei Wettfahrten den Sieg, David Hussl: „Wir wollen auf dem heutigen aufbauen und schauen, dass wir den ein oder anderen Akzent nach vorne setzen können. Wir werden nicht letztes Risiko gehen, aber definitiv mehr Risiko als heute nehmen.“

Frank/Abicht nach zwei Wettfahrten auf Rang elf
Nach den Männern ging es auch für die Frauen im 49erFX endlich hinaus aufs Wasser. Zwei Wettfahrten konnten durchgebracht werden. Tanja Frank und Lorena Abicht erwischten dabei beide Male keinen optimalen Start. „Bei der ersten Wettfahrt waren wir an der Luvboje noch letzte, konnten aber auf der Vorwind gut aufholen. Platz zwölf zum Auftakt war nicht super, aber akzeptabel“, so Tanja Frank.

Weitaus besser erging es dem Duo in der darauffolgenden Wettfahrt. Erneut klappte der Start nicht perfekt, doch kurz darauf kämpfte man sich auf Rang vier nach vorne und gab diese Platzierung auch nicht mehr aus der Hand.

Für Donnerstag stehen sowohl im 49er als auch im 49erFX je vier Wettfahrten am Programm.

49er und 49erFX World Championships
28. August – 2. September 2017, Matosinhos, Portugal

Zwischenergebnisse 49er
1. Tim Fischer/Fabian Graf (GER), 3 Punkte (1/1/1)
7. Benjamin Bildstein/David Hussl, 12 Punkte (5/3/4)
70. Marco Baumann/Jakob Flachberger, 64 Punkte (20/23/21)

Zwischenergebnisse 49erFX
1. Alexandra Maloney/Molly Meech (NZL), 4 Punkte (3/1)
11. Tanja Frank/Lorena Abicht, 16 Punkte (12/4)
17. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek, 27 Punkte (21/6)
49. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer, 46 Punkte (26/20)

Event-Website: http://49er.org/event/2017-world-championship/?event_id=12471
 
Bildstein-Hussl, Foto: © David Pichler-www.dapic.rocks

Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) gewinnt

Nach einer stürmischen Nacht mit Boots-geschwindigkeiten über 20 Knoten hat der Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) heute Vormittag als verdienter Sieger die zweite Etappe des diesjährigen Nord Stream Race gewonnen.

Mit 420 Seemeilen war dies die längste und bislang härteste der vier Etappen der Ostsee-Langstreckenregatta von Kiel nach St. Petersburg. Sie verlief entlang der schwedischen Küste von Kopenhagen nach Stockholm. Zieleinlauf war beim Königlich Schwedischen Yacht Club (KSSS) in Saltsjöbaden, südlich von Stockholm.

Der Deutsche Touring Yacht-Club, der die erste Etappe von Kiel nach Kopenhagen für sich entscheiden konnte, hatte einen guten Start und führte die Flotte der fünf ClubSwan 50 in der erste Nacht auf der Route südlich von Schweden an. Später wurde er südlichen von Bornholm vom schwedischen Team überholt. Nachts um 1.30 Uhr riss dann bei den Deutschen der Gennaker, so dass das Team Schweden ungehindert davonziehen konnten.

Wie ein mini-Volvo Ocean Race
In der letzten Nacht hatten die Segler mit Windstärken bis zu 30 Knoten zu kämpfen. In der Dunkelheit mit Top-Speed über die Ostsee zu jagen, hat die Crews oft ans Limit gebracht. “Es kommt nicht oft vor, dass ich beim Segeln Angst bekomme, aber letzte Nacht war es soweit. Es war wie ein mini-Volvo Ocean Race,“ berichtete der erfahrende Offshore-Segler Martin Krite vom schwedischen Team, der 2011-12 das Round the world race gewonnen hat. “Ich stand am Heck und war wirklich sehr nervös.“

Top Speed beim Nord Stream Race
Bei achterlichem Wind haben die ClubSwan 50 Yachten unter Gennaker Höchstgeschwindigkeiten von 22 Knoten erreicht, und damit einen neuen Rekord beim Nord Stream Race gesetzt. Allerdings kam es dabei auch zu Problemen beim Bootshandling: “Bevor wir die schwedischen Schären erreichten, ist das Boot aus dem Ruder gelaufen und lag mehrere Minuten auf der Seite,” sagte Martin Krite vom siegreichen schwedischen Team. Zum Glück wurde niemand verletzt und es gab keine Schäden am Schiff.

Die Boote waren so schnell, dass die Teams schon einen Tag früher in Stockholm eintrafen, als ursprünglich von den Veranstaltern geplant. Dadurch haben die Teams jetzt einen wohlverdienten Tag mehr, um sich im Grand Hotel Saltsjöbaden in Stockholm auszuruhen bevor es am 2. September auf der dritten Etappe weiter nach Helsinki geht.

Die Zeiten der 2. Etappe (420 Seemeilen) Kopenhagen - Stockholm:
1. Cape Crow Yacht Club (Team Sweden) – 43h 29m 09s
2. Frederikshavn Sejlklub (Team Denmark) – 44h 18m 34s
3. Nyländska Jaktklubben (Team Finland) – 44h 33m 32s
4. Lord of the Sail – Europe (Team Russia) – 44h 51m 27s
5. Deutscher Touring Yacht-Club (Team Germany) – 46h 13m 06s

Die besten Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland segeln dieses Jahr beim neuaufgelegten Nord Stream Race gegeneinander. Die Teams der teilnehmenden Clubs gehen mit einer zehnköpfigen Crew auf brandneuen 15 Meter langen One-Design-Rennyachten ClubSwan 50 an den Start.

Sie können das Rennen hier verfolgen:
http://www.tractrac.com/web/event-page/event_20170822_NordStream/1139/

Gewinner der 2. Etappe des Nord Stream Race 2017: Cape Crow Yacht Club (Team Schweden)
überquert als erster die Zielline in Stockholm. © Nord Stream Race/ Lars Wehrmann

Herbst-1-Regatta des BYCÜ vor Überlingen

Freunden des Segelsports werden sich - etwas Wind vorausgesetzt - am kommenden Wochenende wieder schöne Ausblicke auf den See bieten.

Am 2. und 3. September 2017 veranstaltet der Bodensee-Yachtclub Überlingen seine traditionelle Herbst-1-Regatta. Sie umfaßt mit Laser 4.7, Laser Radial und Laser Standard sowie den 420er-Jollen eher die kleineren Schiffe bis knapp 4,25 m Länge und mit etwa 5 bis 10 Quadratmetern Segelfläche. Gemeldet sind 33 Boote aus ganz Süddeutschland. Neben erfahrenen Routiniers sind auch viele junge Segler, einige erst 13 Jahre alt, unter den Steuerleuten wie unter den Vorschotern. Wir wünschen gutes Segelwetter. Infos über die 1. Herbstregatta, Meldelisten und Ergebnisse sind hier > zu finden.

Herbst-2-Regatta
Eine Woche später folgt bereits die 2. Herbstregatta der Klassen Lacustre, 8m, 45er und 75er Nationale Kreuzer. Auch da hofft der BYCÜ auf guten Wind. Infos über diese Regatte finden Sie hier >.

Mittwoch, 30. August 2017

Herzschlagfinale auf dem Davoser See

Nach drei Wettkampftagen bei hervorragenden Segelbedingungen, hochstehendem Segelsport und ständigen Führungswechseln musste die Entscheidung um den Sieg im letzten Rennen fallen. Drei Clubs, der Yachtclub Kreuzlingen, die Segler-Vereinigung Thalwil und der Segelclub Cham hatten noch Chancen, die vierte Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League zu gewinnen. Auch den Gesamtsieg über alle vier Events - Luzern, Romanshorn, Estavayer und Davos stand noch auf Messers Schneide. Sowohl der Segelclub Enge-Zürich als auch der Club Nautique de Versoix konnten den Cup noch gewinnen.

Im 24sten und letzten Rennen kam es somit zum Showdown. Es kam zur direkten Begegnung von Kreuzlingen, Thalwil und Cham. Während Kreuzlingen lediglich vor den beiden Konkurrenten ins Ziel kommen musste, hatten die beiden anderen Teams zwei respektive drei Rangpunkte aufzuholen. Als Kreuzlingen einen Frühstart hinlegte und nochmals hinter die Startlinie zurückkehren musste, nutzte Cham seine Chance und segelte dicht gefolgt von Versoix vorne weg.

Versoix und Zürich-Enge segelten auf dem Davoser See ihr eigenes Rennen. Es ging primär darum, vor dem direkten Konkurrenten zu liegen, um den Pokal als Swiss Sailing Challenge League Sieger 2017 mit nach Hause zu nehmen. Beide Teams belauerten sich wie in einem Match Race und versuchten den Konkurrenten hinter sich zu halten. Nachdem der SC Enge sein letztes Rennen bereits im Rennen 23 hatte und dort Dritter wurden, war die Aufgabe für Versoix klar. Mindestens ein zweiter Platz musste zum Schluss erreicht werden. Schon an der ersten Wendemarke lag Versoix hinter Cham auf Platz Zwei. Auf dem letzten Vorwind-Bahnschenkel griff Versoix die führenden Chamer an und konnte kurz vor der Ziellinie die Führung übernehmen. Damit sicherte sich Versoix die Jahreswertung und Cham konnte punktegleich aber mit mehr Laufsiegen die Finalrunde für sich entscheiden.

Mit der Durchführung des Swiss Sailing Challenge League Finals feierte der Davoser Segel- und Surfclub auch sein 50-jähriges Jubiläum. Viele Segler kennen den Davoser See noch aus ihrer Zeit als jugendliche Optimist Segler. Umso mehr war es ein tolles Seglerfest, zu dem sich Segler aus der ganzen Schweiz in Davos getroffen haben.

Mit diesem Ergebnis stehen Versoix, Enge-Zürich und der Yachtclub Kreuzlingen als Aufsteiger in die Swiss Sailing Super League 2018 fest. Der Segelclub Tribschenhorn - Luzern, der Club Nautique Morgien und der Yachtclub Locarno müssen am 9./10. September in Thun in die Relegation.

Der Yachtclub Kreuzlingen wieder erstklassig!
Nach einem Jahr in der Swiss Sailing Challenge League hat das Team des Yachtclub Kreuzlingen mit einer starken Leistung über die ganze Saison den Wiederaufstieg in die oberste Schweizer Segel-Nationalliga geschafft. Am Saisonfinale in Davos segelte das Kreuzlinger Team nochmals aufs Podest. Punktegleich mit dem Sieger Cham belegte der YCK mit Stefan Lion, Hermann Lion, Yannick Dobler und Thierry Dobler Rang 2.
Felix Somm.

Rangliste Swiss Sailing Challenge League: Davos > / 2017 >

Aufsteiger YC Kreuzlingen, Foto: © Claudia Somm/SSL

Dienstag, 29. August 2017

Deutscher Touring Yacht-Club startet als Favorit

Die zweite Etappe des Nord Stream Race 2017 ist gestern Nachmittag in Kopenhagen gestartet. Die Route führt bei der mit 420 Seemeilen längsten Etappe der vom St. Petersburg Yacht Club organisierten Regatta südlich entlang der schwedischen Küste nach Stockholm.

Vor dem Start zur zweiten Etappe fanden am Vormittag auf den ClubSwan 50- Rennyachten drei kurze Inshore-Rennen vor der Haustür vom gastgebenden Kongelig Dansk Yachtklub in Skovshoved statt. Bei leichten südöstlichen Winden lieferten sich die Teams spannende Duelle. Wieder dominierte der Deutsche Touring Yacht-Club aus Süddeutschland das Feld und konnte die beiden ersten Rennen für sich entscheiden. Bereits gestern hatte das junge Team die erste Etappe von Kiel nach Kopenhagen überraschend gewonnen.

Beim dritten Inshore-Rennen vor Kopenhagen ging der Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) als Erster über die Ziellinie. Um 14.15 Uhr ertönte der Startschuss zur zweiten Etappe des Nord Stream Race nach Stockholm. Die zweite, 420 Seemeilen lange Etappe dauert voraussichtlich zwei bis drei Tage.

Für Skipper Michael Tarabochia vom deutschen Team ist klar: „Unser größtes Ziel ist es, die gesamte Etappe konzentriert zu segeln. Wir wollen den idealen Kurs nach Stockholm finden und gleichzeitig das Boot mit Höchstgeschwindigkeit segeln.“

Eigentlich sollte der Cape Crow Yacht Club (Team Schweden) in den schwedischen Schären einen Heimvorteil haben, aber Skipper Patrik Sturesson rechnet nicht damit: „Es ist eine lange Etappe, da kann jedem Team alles mögliche passieren. Wir müssen unsere Kräfte genauso einteilen, wie die anderen.“

Die besten Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland segeln dieses Jahr beim neuaufgelegten Nord Stream Race gegeneinander. Die Teams der teilnehmenden Clubs gehen mit einer zehnköpfigen Crew auf brandneuen 15 Meter langen One-Design- Rennyachten ClubSwan 50 an den Start.
Gerald Gebhardt, Nord Stream Race.
Tracker > 

© Nord Stream Race/Lars Wehrmann
GER: Deutscher Touring Yacht-Club © Nord Stream Race/Lars Wehrmann
SWE: Cape Crow Yacht Club © Nord Stream Race/Lars Wehrmann
DEN: Frederikshavn Sejlklub © Nord Stream Race/Lars Wehrmann
FIN: Nyländska Jaktklubben © Nord Stream Race/Lars Wehrmann
RUS: Lord of the Sail - Europe © Nord Stream Race/Lars Wehrmann

Montag, 28. August 2017

Umbau der BN-Webseite

Wir möchten die Webseite Bodensee-News BN (bodensee-news.ch) straffen und für Smartphon, Pad und PC/Mac anpassen. Dabei werden wir nicht mehr alle Seiten übernehmen. Wir meinen, dass es mit dem heutigen Angebot genügend Webseiten gibt, wo APP's für iOS und Andreoid mit Mitteilungen verwendet werden können wie z.B. "MyPegel" mit Warnmeldung von Starkwind- und Sturmwarnung am Bodensee.

Wir sehen unsere Hauptaufgabe, News rund um den Wassersport am Bodensee und Europaweit anzubieten. Wir sind unseren Partnern verpflichet, weiterhin seriöse Berichte anzubieten. Diese Berichte werden auch auf unserer Facebook- und Twitterseite angeboten.

Da viele Clubs und Vereine europawit für Ihre Regatten auf manage2sail setzen, wird für uns die Verlinkung der Regatten immer einfacher. Einmal die Veranstaltung verlinkt, dann sind sämtliche Daten wie Ausschreibung, Meldelisten sowie Ergebnisse jederzeit abrufbar. Es kann sein, dass wir speziell für die Regatten am Bodense ein APP entwickeln. Davon könnten natürlich alle profitieren und es müssten weder vom BSVb usw. Listen gemacht werden. Die Clubs buchen einfach Ihre Regatten in manage2sail ein!

Dieser Umbau geschieht natürlich nicht von heute auf morgen und wir bitten Sie um Ihre Mitarbeit, auf was Sie auf keinen Fall auf der jetzigen Webseite verzichten möchten. Schreiben Sie uns per Email (info@bodensee-news.ch) oder auf die Facebookseite (facebook.com/bodenseenews).

Wir freuen uns auf Ihre Inputs - Bodensee-News BN.

Versoix, Zürich-Enge und der YC Kreuzlingen auf dem Gipfel!

Der dritte Wettkampftag am Finale der Swiss Sailing Challenge League in Davos war spannungsgeladen. Die Teams des Segelclub Enge-Zürich und vom Club Nautique de Versoix kämpften um den Gesamtsieg in der Sailing Challenge League 2017. Für die Teams der Segler-Vereinigung Thalwil, des Yachtclub Kreuzlingen und des Segel Club Cham ging es um den Sieg in der Finalrunde auf dem Davosersee.

Am Mittag setzte auch am dritten Tag wieder ein schöner Nordwind von 2-3 Windstärken ein. Sieben weitere Rennen konnten gesegelt werden. Die Führung wechselte fast nach jedem Rennen und die Abstände blieben eng. So kam es im 24sten und letzte Rennen der Finalrunde von Davos, dass auch das letzte Rennen der Swiss Sailing Challenge League 2017 war, zum Showdown. Die drei Siegesanwärter der Finalrunde, der YC Kreuzlingen, die SV Thalwil und der SC Cham starteten im selben Rennen. Zwischen den drei Konkurrenten lagen gerade einmal drei Rangpunkte. Cham musste für den Sieg somit drei Plätze vor Kreuzlingen ins Ziel kommen. Mit einem perfekten Start setzte sich Cham am Start an die Spitze. Kreuzlingen hingegen musste einen Frühstart korrigieren und verlor damit den Anschluss an das Feld.

Beim Kampf um den Gesamtsieg der Swiss Sailing Challenge League musste Versoix mindestens Zweiter werden um Zürich-Enge vor der Spitze zu verdrängen - und Versoix lag an der ersten Wendemarke auf Platz zwei. Auf dem letzten Vorwind Kurs ins Ziel griffen die Segler aus Versoix den bislang führenden Segel Club Cham an, überholten und gingen als Erste über die Ziellinie. Der Laufsieg brachte dem Team von Victor Casas, Mathieu Cadei, Romain Defferat und Gaétan Van Campenhoudt den Gesamtsieg vor dem SC Enge-Zürich.

Im Kampf um den Sieg in der Finalrunde reichte dem Segel Club Cham der zweite Platz um vor dem YC Kreuzlingen, welcher das entscheidende Rennen als Fünfter beendet, zu gewinnen. Auf dem dritten Platz folgt die Segler-Vereinigung Thalwil.

Damit steigen der Club Nautique de Versoix, der Segelclub Enge-Zürich und der Yachtclub Kreuzlingen in die Swiss Sailing Super League auf. Am Tabellenende müssen der Segelclub Tribschenhorn-Luzern, der Club Nautique Morgien und der Yachtclub Locarno am 9./10. September in Thun in die Relegation.

Ranglisten: Davos > / 2017 >

Das Siegerteam vom Club Nautique de Versoix, Foto: © Claudia Somm/SSL
Das Siegerteam vom Club Nautique de Versoix, Foto: © Claudia Somm/SSL
Das Podest der Swiss Sailing Challenge League 2017 zusammen mit Seglern und Helfern des Finals in Davos
Foto: © Claudia Somm/SSL

Deutscher Touring Yacht-Club gewinnt 1. Etappe

Der Deutsche Touring Yacht-Club vom Starnberger See hat die Eröffnungs- Etappe beim Nord Stream Race von Kiel nach Kopenhagen gewonnen. Die 1.000 Seemeilen lange Ostsee-Regatta führt in vier Etappen von Kiel nach St. Petersburg in Russland.

Die fünf Teams sind am Samstag um 13.00 Uhr auf der Kieler Innenförde zur sechsten Auflage des Nord Stream Race gestartet. Auf fünf baugleichen Club Swan 50 Regatta-Yachten haben sie nachts Dänemark umrundet und am Sonntag Mittag Kopenhagen erreicht.

Die Flotte lag das gesamte Rennen sehr dicht beieinander: Die drei ersten Teams wechselten ständig die Führungsposition. Am Ende konnte der Deutsche Touring Yacht-Club (Team Deutschland) das Rennen mit zwei Minuten Vorsprung vor dem Cape Crow Yacht Club aus Schweden ganz knapp für sich entscheiden.

„Unser englischer Taktiker Hugh Brayshaw hat einen super Job gemacht, genauso wie das gesamte Team” erklärte Michael Tarabochia, Skipper vom deutschen Team, völlig erschöpfter aber glücklich. “Tagsüber war voller Einsatz gefordert, nachts haben wir uns im 2 Stunden-Wachsystem abgewechselt. Das hat sehr gut funktioniert.“

Der Nyländska Jaktklubben aus Finnland wurde dritter, dicht gefolgt vom Frederikshavn Sejlklub (Team Dänemark). Die führenden vier Boote kamen innerhalb von 13 Minuten ins Ziel. Lord of the Sail - Europe (Team Russland) erreichte den fünften Platz.

Das dänische Team wurde von einem Begrüßungs- Komitee mit Flaggen empfangen. Skipper Michael Nielsen war aber sichtlich enttäuscht über den vierten Platz: „Wir haben am Ende des Rennens die ganze Zeit vorn gelegen, dann hatten wir einige technische Probleme und haben leider einen taktischen Fehler gemacht. Das hat uns den Sieg gekostet.“

Das Rennen war von schwierigen Wetterbedingungen geprägt: Innerhalb der 24- Stunden-Etappe gab es viele Winddrehungen und gegen Mitternacht schlief der Wind völlig ein. Später kam noch starker Regen dazu.

Am Montag, den 28. August, um 13.00 Uhr wird der Start zur zweiten Etappe nach Stockholm angeschossen.

Die besten Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland segeln dieses Jahr beim neuaufgelegten Nord Stream Race gegeneinander. Die Teams der teilnehmenden Clubs gehen mit einer zehnköpfigen Crew auf brandneuen 15 Meter langen One-Design-Rennyachten ClubSwan 50 an den Start.Gerald Gebhard.

Sie können das Rennen hier verfolgen:
http://www.tractrac.com/web/event-page/event_20170822_NordStream/1139/

Gewinner der ersten Etappe - Deutscher Touring Yacht-Club © Andrey Sheremetyev

Wenig Wind und viele Wellen

Bei anfangs ungünstigen Bedingungen konnten beim Onkel-Ernst-Pokal in Konstanz vier saubere Wettfahrten gesegelt werden, alle am Samstag. „Eigentlich wollte ich den Kurs ein wenig länger legen,“ meinte Wettfahrtleiter Alexander Tennigkeit vom Konstanzer Yacht-Club. „Aber dann ist am Samstagmittag der Wind weggegangen, drum habe ich die Luvbahnmarke ein wenig tiefer gelegt.“ Die 14 Lacustre hatten so schöne Kurzbahnen bei Wind von Ost mit einer Wettfahrtdauer von rund einer Stunde, wenn auch bei maximal ein Beaufort die vielen Motorboot und Dampferwellen im Konstanzer Trichter die Schiffe immer wieder ausbremsten und durchschüttelten.

Für die sieben 75er nationalen Kreuzer stand Arbeit an. Die großen, schweren Schiffe mussten auf der kurzen Bahn häufiger wenden und hatten alle Hände voll zu tun bis zur Luvbahnmarke.

Am Sonntagvormittag hatte es anfangs keinen Wind, dann kam ein Ost durch. „Ich habe es probiert und einen Start angeschossen, aber es reichte nicht, ich musste den fünften Lauf wieder abschiessen,“ fasste der Wettfahrtleiter den zweiten Tag zusammen. Aus West drückte ein kleines Gewitter gegen den thermischen Ost. Viele Dreher und große Windlöcher waren die Folge.

Bei den Lacustre siegte Lokalmatador Robert Montau vom Konstanzer Yacht-Club, vor Günter Reisacher vom Segler-Verein Staad und Martin Kühne vom Yacht-Club Arbon.

In der Klasse der 75er siegte Richard Volz vom Yacht-Club Meersburg vor Franz Bachmann vom Segelclub Tribschenhorn und Martin Rösch vom Konstanzer Yacht-Club.
Stephan Frank, Presse Lacustre-Vereinigung Bodensee.

Die Ergebnisliste Lacustre >
Die Ergebnisliste 75er >

Die Lacustre beim Start. Foto: © Tennigkeit

Sonntag, 27. August 2017

Start zur längsten Ostsee-Regatta in Kiel

Bei schwachem, nördlichen Wind wurde heute um 13.00 Uhr das Nord Stream Race von Kiel nach St. Petersburg gestartet. Die erste der vier Etappen des Nord Stream Race 2017 führt 150 Seemeilen von Kiel nach Kopenhagen.

Nach einem spannenden Start auf der Kieler Innenförde mussten die Teams ihre Leichtwind-Qualitäten unter Beweis stellen. Der Cape Crow Yacht Club aus Schweden konnte dabei nach den ersten Wenden die Führung vor Nyländska Jaktklubben (Finnland) übernehmen. Der dänische Frederikshavn Sejlklub liegt auf dem dritten Platz, vor dem Deutschen Touring Yacht-Club und dem Team vom russischen Club Lord of the Sail –Europe.

Die Boote werden voraussichtlich morgen Nachmittag in Kopenhagen eintreffen. Bis dahin müssen die 10-köpfigen Mannschaften auf den 15 Meter langen ClubSwan 50 Renn-Yachten mit schwierigen Windverhältnissen rechnen.

"Es wird ziemlich schwierig", erklärte Chris Nørgaard, Navigator auf dem dänischen Boot. "Für heute Nacht sind zwei verschiedene Wettersysteme angekündigt, die aufeinandertreffen. Wir rechnen mit Schwachwind und starken Winddrehungen." Die Besatzungen erwarten, dass sie auf dem Weg nach Kopenhagen mindestens einmal in eine Flaute geraten.

Spannend wird es auch für Niki Blässar, eine von insgesamt nur drei Frauen beim Nord Stream Race: Die 22-jährige Seglerin vom finnischen Team wird heute ihre erste Nacht auf See erleben. "Das wird sehr aufregend und ich werde viel lernen. Ich freue mich, dabei zu sein”

Das deutsche Team kommt vom Deutschen Touring Yacht-Club in der Nähe von München. Skipper Michael Tarabochia: "Die Idee ist, die Mannschaft vom Bundesliga-Team mit einem sehr erfahrenen Offshore-Segler zu unterstützen. Mit dem britischen Figaro-Segler Hugh Bradshaw als Navigator an Bord mache ich mir keine Sorgen. Er ist ein sehr erfahrener Offshore-Profi.”

Während die meisten Teams junge Segler an Bord haben, gehören erfahrene Volvo Ocean Race Segler zur schwedischen und finnischen Crew.

Die besten Clubs der nationalen Segel-Ligen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland segeln dieses Jahr beim neuaufgelegten Nord Stream Race gegeneinander.

Das Nord Stream Race, eine Langstreckenregatta durch die Ostsee, wird seit 2012 vom russischen Saint Petersburg Yacht Club mit Unterstützung von Gazprom und der Nord Stream AG ausgerichtet. Die Rennstrecke ist 1.000 Seemeilen lang und verläuft entlang der Nord Stream Pipeline. Die Regatta verbindet so die baltischen Länder, Russland, Deutschland, Finnland, Schweden und Dänemark. Die Flotte besteht aus fünf ClubSwan 50 Yachten.

Unter dem Motto „Connecting Baltics through Sports“ führt die Langstrecken-Regatta vom 26. August bis 7. September von Kiel nach Saint Petersburg – mit Zwischenstopps in Kopenhagen, Stockholm und Helsinki.

Folgen Sie den Booten des Nord Stream Race 2017 hier: http://bit.ly/2vsbOPc

Kopf an Kopf in Kiel's Innenförde Nord Stream Race © Lars Wehrmann
Club "Cape Crow Yacht Club" aus Schweden auf ihrer ersten Etappen nach Kopenhagen Nord Stream Race © Andrey Sheremetev

Fünf OeSV-Teams bei 49er/49erFX WM vor Porto

Nur wenige Wochen nach der EM greifen Österreichs Seglerinnen und Segler bei der WM der 49er und 49erFX Klasse nach Edelmetall. In den vergangenen Tagen setzte sich allerdings vor Porto (POR) Nebel fest, der dafür sorgte, dass man kaum trainieren konnte. Benjamin Bildstein und David Hussl nutzten die gewonnen Zeit um ihr nagelneues Boot zu taufen. Für „Miu“, zu deutsch „schönes Meer“, fungierte Lorena Abicht als Patin.
 
Frank-Abicht, Foto: © David Pichler-www.dapic.rocks

Schon in Kiel bei der EM machte das Wetter den Teilnehmern für das Medal Race einen Strich durch die Rechnung. Benjamin Bildstein und David Hussl lagen damals auf Platz fünf in aussichtsreicher Position. Doch aufgrund des Starkwindes hieß es „Leider Nein“ – keine Wettfahrt, damit auch keine Chance sich noch zu verbessern.

Auch vor Porto legte man vorläufig ein Trockentraining ein, Benjamin Bildstein: „Wir aufgrund des Nebels keine Sicht, können momentan leider gar nicht segeln. In den letzten Tagen kam das leider relativ häufig vor. Wir waren stattdessen Laufen.“

Zwei Trainingstage hat man im Kasten und konnte wichtige Erkenntnisse sammeln. „Vom Meer kommen hohe Dünungswellen herein. Damit haben wir gerechnet und kommen gegen unsere Erwartungen sehr gut damit zurecht. Wir sind sehr solide unterwegs, fühlen uns wirklich wohl, haben einen guten Speed. Bislang waren wir in den Trainings immer vorne dabei. Wir sind optimistisch, wissen, dass wir bei leichtem Wind und mit den Dünungswellen gut zurecht kommen. Was uns bis jetzt im Trainings gefehlt hat, ist Starkwind“, erzählt Benjamin Bildstein.

Bildstein/Hussl taufen neues Boot „Miu“
Direkt nach dem WM-Testevent vor Aarhus holten Benjamin Bildstein und David Hussl ihr nagelneues Boot aus Mailand ab. Am Montag kam man damit nach Porto, nutzte tags darauf das schlechte Wetter aus um den 49er zu taufen. Und man entschied sich natürlich für einen japanischen Namen, Benjamin Bildstein: „Miu ist japanisch und bedeutet schönes Meer. In Japan ist das ein häufiger Frauenname. Natürlich haben wir den Namen mit Blickrichtung Tokio 2020 ausgewählt.“

Da man mit dem neuen Boot noch nicht bei Starkwind am Wasser war, ist dies eine Unbekannte. „Das ist natürlich ein Faktor, da wir das nicht austesten konnten. Je nach Wetterbericht kann es sein, dass wir Materialänderungen vornehmen müssen und am Trimm etwas ändern müssen.“

Frank/Abicht schrittweise an Weltspitze
Während bei den Männern im 49er mit Bildstein/Hussl und Marco Baumann/Jakob Flachberger zwei Teams an den Start gehen, sind es im 49erFX bei den Frauen gleich drei. Im Vergleich zur EM vor Kiel haben sich Tanja Frank und Lorena Abicht eine klare Steigerung vorgenommen. „Wir wollen in die Gold Fleet, wissen aber, dass das nicht leicht wird. Wir arbeiten uns schrittweise an die Weltspitze heran“, so Tanja Frank.

Die wenigen Trainings am Wasser konnte man jedenfalls ideal nutzen, Tanja Frank: „Wir sind von der idealen Einstellung nicht weit entfernt.“ Am gestrigen Samstag wurden sämtliche Boote vermessen. Sonntag steht für die OeSV-Teams noch ein Ruhetag an, an dem heißt Kräfte sammeln, bevor am Montag die Weltmeisterschaften starten.
Markus Riedlmayer.

49er und 49erFX World Championships
28. August – 2. September 2017, Matosinhos, Portugal

OeSV-Teams 49erFX

- Tanja Frank/Lorena Abicht
- Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer
- Laura Schöfegger/Elsa Lovrek

OeSV-Teams 49er
- Marco Baumann/Jakob Flachberger
- Benjamin Bildstein/David Hussl

Event-Website: http://49er.org/event/2017-world-championship/?event_id=12471

Zürich-Enge und Versoix liefern sich ein packendes Duell

An der vierten und finalen Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League in Davos führt die Segler-Vereinigung Thalwil überraschend vor dem Yachtclub Kreuzlingen, dem Segel-Cub Cham und der Segler-Vereinigung Bottighofen. Cham und Bottighofen, bisher in der Gesamtwertung unter dem Strich auf Abstiegsplätzen zu finden, dürften mit diesem Exploit den Ligaerhalt schaffen. Auf den Plätzen fünf und sechs duellieren sich die beiden in der Jahreswertung führenden Clubs aus Zürich-Enge und Versoix um den Gesamtsieg.

Dank eines komfortablen Vorsprungs von sechs Punkten aus den vergangenen drei Spielrunden ist Zürich-Enge oder Versoix der Gesamtsieg kaum mehr zu nehmen. Die beiden Spitzenreiter konzentrieren sich deshalb auch primär darauf, den direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen, als um den Sieg in der Finalrunde. Wenn zwei sich streiten freuen sich die Verfolger. Am heutigen zweiten Wettkampftag konnten 11 Rennen gesegelt werden und fast ständig wechselte die Führung zwischen Thalwil, Kreuzlingen und Cham. Auch zwischen diesen Teams sind die Abstände hauchdünn und jedes Team gibt alles um die Saison 2017 mit einem Sieg in der Finalrunde abzuschliessen.

Als die Nord-Thermik kurz nach 12 Uhr einsetzte, wurde sofort gestartet. Der Yachtclub Kreuzlingen konnte den ersten Lauf des Tages gewinnen und die Führung in der Finalrunde übernehmen. Schon im nächste Rennen sicherte sich Cham mit ebenfalls einem Sieg die Führung im Zwischenklassement. Dann Schlug die Stunde der Thalwiler, die mit einem Laufsieg und zwei zweiten Plätzen die Spitze übernahmen.

Kurz nach 18 Uhr setzte dann eine Gewitterwolke mit Sturmböen und sintflutartigen Regenfällen den Regatten ein Ende. Obwohl der Spuck in 10 Minuten vorüber war, blieb nach dem Regen auch kein Wind mehr zurück.

Höchste Zeit mit dem gastgebenden Davoser Segel- und Surfclub beim Apéro und anschliessendem Fest auf sein fünfzigjähriges Jubiläum anzustossen. Am Schusstag kommt es dann zum Showdown um Sieg oder Niederlage. Ab 10:30 Uhr werden die Rennen - sofern der Wind weht - fortgesetzt. Um 16:00 Uhr folgt die Preisverteilung für die Finalrunde und die Jahreswertung. Die laufend aktualisierte Zwischenrangliste findet sich hier. Felix Somm.

Thalwil (SVT) liegt vor dem letzten Wettkampftag in Führung, Foto: © Claudia Somm/SSL
Harter Zweikampf zwischen Zürich-Enge (Boot 5) und Versoix (Boot 2), Foto: © Claudia Somm/SSL
Schlag auf Schlag folgen die Starts vor traumhafter Bergkulisse, Foto: © Claudia Somm/SSL

Samstag, 26. August 2017

Tribschenhorn (Luzern) und Cham vor Davos in Führung

Bei schönstem Bergwetter und zwei Windstärken ist das Finale der Swiss Sailing Challenge League auf dem Davosersee ein Segelfestival erster Güte. Überraschend wird die Zwischenrangliste aber nicht von den Favoriten angeführt. Der Abstiegsgefährdete Segelclub Tribschenhorn aus Luzern führt vor Cham und Bottighofen. Die Clubs am Tabellenende geben Alles für den Ligaerhalt.

Pünktlich zum ersten Start der Finalregatten um 1400 Uhr stand auch eine schöne Termik von zwei Windstärken aus Norden. So konnte publikumswirksam direkt vor dem Strandbad Davos gestartet werden. Die Winddreher forderten die Segler und die Wettfahrtleitung, die den Kurs ständig den Gegebenheiten anpasste. Jedes der sieben bisher gesegelten Rennen sah einen anderen Laufsieger. Die Abstände in der ersten Tabellenhälfte sind noch sehr eng.

Der Kampf um den Gesamtsieg der Swiss Sailing Challenge League 2017 bleibt ebenfalls spannend. Versoix zeigte zwar mit einen ersten und einem zweiten Platz seine Ambitionen, wurde aber durch einen Frühstart ins Mittelfeld zurückgeworfen. Zürich-Enge ist bislang noch nicht in Fahrt gekommen und musste wegen eines Schadens zudem für einen Lauf pausieren.

Auch der heutige zweite Tag bringt wieder perfektes Wetter und lässt wieder spannende Segelwettkämpfe in der Segelarena Davosersee erwarten. Die laufend aktualisierte Zwischenrangliste findet sich hier. Felix Somm.

Start vor Publikum vor dem Strandbad Davos, Foto © Claudia Somm/SSL
Segeln zwischen Berggipfeln, Foto © Claudia Somm/SSL
Positionskampf an der Bahnmarke - es geht um Gesamtsieg und Aufstieg
Foto © Claudia Somm/SSL

Donnerstag, 24. August 2017

Ein See, tausend Möglichkeiten

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz, doch für viele Bewohner und Besucher der Bodenseeregion sind die warmen Monate eine besonders schöne Zeit. Wer kann, verbringt nun seine freien Stunden im oder am Wasser sowie bei den zahlreichen Events, die die Region so lebens- und liebenswert machen.

Von Konstanz bis Bregenz haben wir Ihnen in der aktuellen Ausgabe unseres Kundenmagazins CLOSE UP die besten Veranstaltungen zusammengestellt, so dass Sie Ihren Aufenthalt in Friedrichshafen nach Messeschluss so angenehm wie möglich gestalten können.

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470er beschnuppern Olympiarevier

Direkt nach dem WM Test vor Aarhus ging es für David Bargehr und Lukas Mähr, nach einem Tag Pause, direkt weiter nach Japan um das Olympiarevier, drei Jahre vor den Spielen, erstmals kennenzulernen. Bekam man im Vorfeld Informationen, dass man in Fujisawa mit konstanten Bedingungen rechnen darf und Windgeschwindigkeiten um die 15 Knoten, präsentierte sich das Revier bislang ganz anders. Nach der ersten Woche in japanischen Gewässern nahm man bereits viele Erkenntnisse mit und wird noch bis 3. September das Revier genauestens erkunden.

„In den ersten Tagen fanden wir eher wenig Wind vor. Das war gleich mal eine große Herausforderung, da wir mit Wind um die 15 Knoten gerechnet haben. Man muss ein echter Allrounder sein, sowohl bei wenig, als auch bei viel Wind die Bedingungen gut lesen können. Auch beim Wasser verhält es sich nicht so, wie wir es im Vorfeld erzählt bekommen haben. Das Wasser kann flach sein, ebenso können wir hohe Dünungswellen haben“, erzählt David Brgehr.

Direkt nach dem Testevent für die WM 2018 vor Aarhus reisten er und sein Vorarlberger Kollege, Lukas Mähr, nach Japan. Eine Reise die sich schon jetzt ausgezahlt hat, Lukas Mähr: „Da sich das Revier sehr abwechslungsreich präsentiert, hat es sich ausgezahlt so früh hierherzukommen. In einer Woche haben wir schon viele verschiedene Windrichtungen und –stärken vorgefunden. Das müssen wir genau analysieren. Da rentiert es sich auch oft herzukommen, um zu schauen, was sind die Charakteristiken des Reviers. Diese gilt es genau zu erkunden und Erfahrungen zu sammeln. Es ist insgesamt weniger komplex als in Rio, daher werden sich hier sicher alle besser auf die Bedingungen einstellen.“

Bis 3. September weilt man noch mit dem zweiten 470er Team, Niko Kampelmühler/Thomas Czajka, in Japan. Zwei Schwerpunkte stehen bis dahin am Programm, wie David Bargehr erläutert: „Einerseits natürlich das Revier kennenlernen. Das bedeutet für uns zu schauen, was macht der Wind, wie dreht er, etc. Und zweitens das perfekte Setup finden um so schnell wie möglich zu segeln. Das heißt, wir müssen das Setup so einstellen, damit wir einen Speed-Vorteil haben.“

Bei der Jugend WM kommende Woche wird man zudem bis zu zwei Stunden pro Tag die Wettfahrten am Motorboot begleiten und von außen genau analysieren. Die restliche Zeit wird man selbst am Wasser verbringen.

Wie wichtig diese Vorbereitungszeit ist, unterstreicht auch OeSV-Sportdirektor Georg Fundak: „Über die erste Woche bin ich sehr erfreut. Zudem konnten wir auch unter Wettkampfbedingungen testen, konnten dabei die Seiten und die Windtaktik testen.“

Bei den Japan Championships schafften es beide Teams in die Gold Fleet. David Bargehr/Lukas Mähr verpassten nur knapp das Medal Race, da sie an der ersten Wettfahrt nicht teilnehmen konnten und somit ein klassisches Streichergebnis verzeichneten.
Markus Riedlmayer Bakk., MBA.

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: https://www.alljpn470.org
 
Copyright: David Pichler/www.dapic.rocks
Copyright: OeSV

Montag, 21. August 2017

WYC-Team segelt in Glücksburg auf Rang sieben

Auf Rang sieben ist das Team des Württembergischen Yacht-Clubs beim fünften Event der 1. Segel-Bundesliga 2017 in Glücksburg (18. bis 20. August) gesegelt. Damit erreichten Max Rieger, Marvin Frisch, Thomas Stemmer und Felix Diesch knapp das bisher beste Saisonergebnis – und kamen so dem Ziel etwas näher.

Ebenso unterschiedlich wie das Wetter – Sonne und Regen wechselten sich alle halbe Stunde ab, wie auch der Wind in manchem Rennen zwischen zwei und sechs Beaufort schwankte und erheblich drehte – waren die Tagesbilanzen der WYC-Segler. Mit vier zweiten und zwei dritten Plätzen ist das Team am Freitag ordentlich in die Regatta auf der Flensburger Förde gestartet.

Am Samstagabend standen sogar drei Laufsiege auf der Liste und der WYC rangierte an zweiter Stelle hinter dem Titelverteidiger, dem DTYC aus Tutzing. Beinahe alles klappte, die Seiten wurden richtig gewählt, beim Start war das WYC-Team den nötigen Tick vor den anderen und kam auch bei engen Bojenrundungen problemlos vorne durch.

Doch der Sonntag hatte es dann in sich. In keiner der verbleibenden vier Wettfahrten (insgesamt wurden 16 Flights gesegelt) konnte das Team sein Können aufs Wasser bringen. Was tags zuvor so flockig lief, funktionierte nicht mehr. Einmal wurde der Start verpatzt, einmal zu früh in die Mitte gewendet, einmal fehlte der Speed trotz eines guten Starts. „Heute war der Wurm drin“, resümierte Team-Senior Thomas Stemmer. Bei engen Situationen musste der WYC anderen Booten das Wegerecht gewähren und hinter diesen passieren. „Nirgends war mehr eine Lücke, um noch irgendwie durch zu kommen.“ Nach vier mehr oder weniger in den Sand gesetzten Wettfahrten fand sich das Team am Schluss auf Rang sieben wieder.

„Insgesamt sind wir schon gut gesegelt. Die Manöver haben geklappt und der Speed war gut“, sagte Stemmer. „Warum wir in der vorletzten Wettfahrt so langsam waren, konnten wir uns nicht erklären. Wir haben alles probiert“, so Steuermann Max Rieger.

Gewonnen hat den Event der Berliner Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) mit einem Punkt Vorsprung auf den NRV aus Hamburg und dem amtierenden Meister DTYC.

In der Tabelle hat sich der WYC damit von Platz 15 auf 12 verbessert. Vier Punkte muss der Verein noch gut machen beim letzten Event der Saison 2017 (Ende Oktober in Berlin), um wieder in die erste Hälfte der Tabelle zu kommen. „Das Training am Donnerstag auf der Flensburger Förde war sehr sinnvoll. Wir sind ausgeschlafen in den Event gestartet“, blickt Steuermann Max Rieger auf die diesmal frühere Anreise zurück.

Neuer Tabellenführer ist der Titelverteidiger, der DTYC, mit vier Punkten Vorsprung auf den NRV. Weitere zwei Zähler zurück rangiert der SMC Überlingen, der diesmal in Glücksburg auf Rang neun segelte.Oswald Freivogel, Präsident WYC.

Rangliste Glücksburg: 1. Liga >
Gesamtrangliste: 1. Liga >

Viel Action gab es auf der Flensburger Förde. Das Team des Württembergischen
Yacht-Clubs – von links Max Rieger, Marvin Frisch, Thomas Stemmer
und Felix Diesch – segelte beim Bundesliga-Event in Glücksburg auf Rang sieben.

Foto: © Sven Jürgensen
Das Team des Württembergischen Yacht-Clubs – Max Rieger (l.), Marvin Frisch,
Thomas Stemmer und Felix Diesch – segelte beim Bundesliga-Event auf der
Flensburger Förde vor Glücksburg auf Rang sieben. Foto: © Sven Jürgensen

Romanshorner Stadtmeiserschaft 2017

Am Samstag, 19.8.2017 um 10 Uhr begrüsste der Wettfahrtleiter Marco Bühler die Crews von 20 Teams zur Steuermannsbesprechnung für die Regatta der Romanshorner Stadtmeisterschaft 2017. Nach einer kurzen Erklärung der möglichen Regatta-Bahnen und der Flaggen für Bahnverkürzung und Ziel, begann der Countdown für die Regatta.

Um 11 Uhr erfolgte der Start der ersten Gruppe bei einem anfangs sehr schwachen Wind aus nord-, nord-west. Der Wind legte dann noch etwas zu und es schien sich ein schöner Regatta-Tag anzubahnen. Die anfangs ins Auge gefasste Bahnverkürzung wurde deshalb wieder verworfen. Der Wind allerdings spielte dann nicht mehr mit und um 15.15 Uhr hat die Wettfahrtleitung die Regatta abgebrochen.

Nach der ersten Runde wurde allerdings eine stille Wertung notiert und so konnte am Schluss dennoch eine Rangliste erstellt werden.

Nicht überraschend gewann Kai Naef auf seinem Ventilo M2 Katamaran als schnellstes Schiff das grosse blaue Band des YCRo, allerdings war dann die gesegelte Distanz zu kurz, um das Handicap des Yardsticks auszugleichen. So ging der Sieg in der 1. Startgruppe nach berechneter Zeit dann auch an Thedy Schmid auf seiner 6 mIC „Jeu du Vent“. In der 2. Startgruppe führte kein Weg an Bruno Randelli vorbei. Mit seiner Olsen 31 gewann er nach gesegelter und berechnter Zeit seine Gruppe. Stadtpokal und kleines blaues Band werden im kommenden Jahr beim KSV verbringen.

Ausserordentlich erfreulich war die Teilnahme von 14 Junioren, welche auf der gleichen Bahn als separate Startgruppe einen verkürzten Kurs als Up and Down segeln konnten. War während des ersten Laufs die Windverhältnisse wunderschön, so musste der 2. Lauf leider wegen Flaute abgebrochen werden. Toll war der Aufwand der Junioren-Trainer, vor allem die Anfänger während der Regatta von den Schlauchbooten aus zu coachen. Überlegener Sieger wurde Robin Minder vom KSV auf seinem Laser Radial.

Herzlichen Dank allen Seglern und Helfer, die zum guten Gelingen des Tages beigetragen haben.
Marco Bühler, Chef Sportkommission YCRo.

Ergebnisse: Gruppe 1 > / Gruppe 2 > / Junioren >

Bayrische Glanzleistung

Die Engadiner Winde zahlten sich für das blu26 Team Sailing Center Racing aus.

Die besondere Berglandschaft und vorwiegend schönes Wetter haben eine aussergewöhnliche Arena geboten für die 20 Crews aus Deutschland, Österreich, Montenegro, und aus der Schweiz, die sich dieses Wochenende zum 6. Fleet Race Battle in St. Moritz getroffen haben. Jedoch war es nicht der gewohnte Maloja Wind der den Ton angegeben hat, sondern viel mehr ein volatiler Nordwind der dem Team Sailing Center Racing aus Bayern, mit Skipper Julius Thomas, zur Glanzleistung verholfen hat – hingegen aller Favoriten. Mit wenig Abstand folgten Team Giachen Ün, mit Skipper Marianne Weber, auf dem zweiten und blunote, mit Skipper Reinhard Rigling, auf dem dritten Platz.

Ein Anmelderekord
Für die zahlreichen Teams bot sich das gemeinsame Essen am Freitagabend für ein Wiedersehen, oder ein Kennenlernen neuer blu26 Klassenmitglieder, besonders gut an. Alsdann wurden für die Regatta sechs blu26 Boote eingesetzt, welche vom Organisationskomitee zur Verfügung gestellt worden sind. Das Regattakomitee, unter der Leitung von Marc Knöpfel, hat eine hervorragende Arbeit geleistet in der Ausführung eines zuverlässigen Rotationsmodus, um faire Segelbedingungen für alle Teams sicherzustellen.

Ein starkes Feld
Die dynamischen up-and-down Rennen boten für die Teilnehmer sowie für die Zuschauer einen aufregenden Event mit zahlreichen messerscharfen Augenblicken. Beim gemütlichen Spaghettiplausch am Samstagabend wurden die kritischen Momente im Detail diskutiert. Insgesamt hat das Regattakomitee über beide Tage 19 Rennen durchführen können, eng begleitet vom Schiedsrichterteam auf dem Wasser. Jury Heiko Falch bestätigt, “alle Teams sind fair gesegelt. Die seltenen Regelverstösse resultierten in sofortigen Ausführungen der Strafen, und haben den Rennablauf in keiner Weise behindert”.

Bayrische Glanzleistung
Nationale und internationale Champions, Lokalhelden die den See sehr gut kennen, sowie zahlreiche ambitionierte Teams haben sich zum Cup angemeldet. Die Eintragungen haben ein aufregender Wettkampf versprochen. Mit einer Spitzenleistung hat das junge Segelteam Sailing Center Racing vom Tegernsee das Rennen gemacht hat und die Trophäe mit nach Deutschland nehmen dürfen.

Die blu26 Klassen dankt allen Helfern vor Ort und den Sponsoren, und ganz besonders dem Segel Club St. Moritz, für deren Support and der grosszügigen Gastfreundschaft für den blu26 St. Moritz Cup 2017. Ergebnis >
Blu26 Cup St. Moritz 2017, Foto: © Jürg Kaufmann - weitere Bilder >

LSC muss gegen Abstieg kämpfen

Die Mannschaft des Lindauer Segler-Clubs ist in der Segelbundesliga am fünften Spieltag in Glücksburg Letzter geworden. „Wir haben alles gegeben,“ sagte Steuermann Leonard Kubeth. „Mit unseren Resultaten wären wir seglerisch auf den drittletzten Platz gekommen. Dafür, dass wir erst in letzter Minute aufgestellt wurden und nur eine Stunde trainieren konnten, ist das gar nicht so schlecht. Wir konnten in der Segelbundesliga mithalten.“ Die Mannschaft des LSC war zu spät gemeldet worden und kassierte mit dem ersten Rennen drei Strafpunkte, ohne diese Punkte wäre der Lindauer Segler-Club in Glücksburg nicht 18., sondern 16. geworden.

"Seglerisch sind wir zufrieden," zog Yannick Netzband sein Resumee. "Wir konnten zum Schluss sogar taktisch segeln, wir waren immer im Feld dabei." Nur kräftemäßig war das Wochenende extrem zehrend. "Wir waren bei 20 bis 25 Knoten Wind vom Gewicht her ein leichtes Team. Nach dem letzten Rennen konnte ich nicht mehr."

„Die Vier können stolz auf sich sein,“ sagte Karl-Christian Bay, der erste Vorsitzende des LSC nach den Rennen. „Sie mussten mit nichts anfangen und haben sich tapfer geschlagen. Der Verein ist ihnen zu Dank verpflichtet. Der letzte Platz hat uns schmerzlich unser strukturelles Defizit vor Augen geführt. Wir haben bislang auf eine Bundesligamannschaft fokussiert und kein Reserveteam aufgebaut. Damit heißt unser Ziel für den Rest der Saison: Klassenerhalt. Für das nächste Jahr wird der LSC ein zweites Team aufbauen.“ In Glücksburg segelten für den LSC Leonard Kubeth, Yannick und Annika Netzband und Naomi Dörr. Die erste Mannschaft des LSC zeigte sich

verhindert: Veit Hemmeter, Martin Hostenkamp und Fabian Gielen haben teils aus beruflichen und privaten Gründen abgesagt, teils trainierten sie lieber für andere Regatten, Entscheidend wird jetzt der letzte Spieltag sein, Anfang November in Berlin.

In der Gesamttabelle liegt der LSC momentan als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz. Laut Ausschreibung der DSBL steigen die Plätze 15 – 18 direkt ohne Relegation in die zweite Segelbundesliga ab.

Rangliste Glücksburg: 1. Liga > / Gesamtrangliste: 1. Liga >

Naomi Dörr, Yannick Netzband, Leonard Kubeth. Verdeckt Annika Netzband.
© DSBL Wehrmann

Die Entscheidung ist gefallen!

Spannender hätte es an diesem Wochenende bei der 1. und 2. Segel-Bundesliga in Glücksburg kaum sein können (18.-20. August). Für die 2. Liga ging es um alles oder nichts, denn heute entschied sich, welche vier Clubs den Aufstieg in die 1. Liga 2018 schaffen. Die vier glücklichen Aufsteiger sind die Segler Vereinigung Itzehoe, der Flensburger Segel-Club, der Akademische SegelVerein Warnemünde und der Blankeneser Segel-Club. Für die 1. Liga war es das letzte und damit wegweisende Event vor ihrem großen Finale im November. Es gewinnt der Verein Seglerhaus am Wannsee vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Deutschen Touring Yacht-Club.

2. Segel-Bundesliga
Die Segler Vereinigung Itzehoe, der Flensburger Segel-Club, der Akademische SegelVerein Warnemünde und der Blankeneser Segel-Club zeigten in dieser Saison über fünft Events hinweg die besten Leistungen und werden dafür mit dem Aufstieg in die 1. Segel-Bundesliga 2018 belohnt.

„Unser Ziel war es, keines der Events schlechter als mit dem fünften Platz abzuschließen. Das ist uns gelungen! Damit stehen wir an der Tabellenspitze und sind total glücklich über den Aufstieg zurück in die 1. Liga“, freut sich Christian Soyka, Steuermann der Segler Vereinigung Itzehoe. Moritz Burmester, Ole Harder und Oliver Lewin vervollständigten das Team in Glücksburg, sie gewinnen die 2. Segel-Bundesliga 2017.

Ähnlich spannend wie das Ringen um den Aufstieg, gestaltete sich auch der Kampf im Tabellenkeller. Der Verbleib in der 2. Liga ist für diese sechs Clubs noch nicht gesichert, denn sie müssen sich beim DSL-Pokal den Klassenerhalt erst noch erkämpfen:
- Duisburger Yacht-Club
- Entdecker und Seefahrer Fördervereinigung
- Seglergemeinschaft Loheider See
- Segel-Club Ville
- Segler-Verein Stade
- Lübecker Segler-Verein

Gemeinsam mit Clubs aus der 1. Liga, der Regionalliga und der Juniorenliga geht es vom 13.-15. Oktober beim Pokal in Glücksburg um zwei Startplätze für die 2. Segel-Bundesliga 2018.

1. Segel-Bundesliga
In der 1. Segel-Bundesliga beendete das Team vom Verein Seglerhaus am Wannsee das Event in Glücksburg als Sieger. Platz zwei und drei belegten der Norddeutsche Regatta Verein (NRV) und der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC). Vor dem großen Finale führt der DTYC die Gesamttabelle weiter vor dem NRV und dem Segel- und Motorboot Club Überlingen an. Das Team aus Bayern hat damit weiterhin die Chance den Meistertitel zu verteidigen. Das Finale der 1. Segel-Bundesliga findet vom 01. bis 03. November in Berlin statt. Julia Egge, Deutsche Segel-Bundesliga GmbH.

Ranglisten Glücksburg: 1. Liga > / 2. Liga >
Gesamtranglisten: 1. Liga > / 2. Liga > 

© DSBL/Lars Wehrmann
Segler Vereinigung Itzehoe © DSBL/Lars Wehrmann
Verein Seglerhaus am Wannsee © DSBL/Lars Wehrmann
Flensburger Segel-Club © DSBL/Lars Wehrmann
Aufsteiger für die 1. Segel-Bundesliga 2018 © DSBL/Lars Wehrmann
Siegerehrung 1. Liga Glücksburg © DSBL/Lars Wehrmann
Siegerehrung 2. Liga Glücksburg © DSBL/Lars Wehrmann

Konstanzer Yacht Club auf Patz 6 von 18 Teams

Nach der letzten Regattaserie der 2. Segel Bundesliga in Glückburg ist der Klassenerhalt souverän gesichert und das Ziel sicher unter den ersten zehn zu sein ebenfalls erreicht. Die ersten fünf Plätze haben norddeutsche Vereine unter sich aufgeteilt (Gewinner SV Itzehoe, dann Flensburger SC, Akad.SV Warnemünde, Blankenseer SC und Schlei SC).

Das Team vom Konstanzer Yacht Club bei der 2. Segel Bundesliga in Glückburg, 18.-20. Aug 2017
Steuerfrau Caroline Schrimper auf den Schultern von `Toffi´ Hardt, Wanja Märkle-Huss (links) und Noel Beck (rechts).
Auch wenn der 14. Platz in Glücksburg nicht das beste Ergebnis der Serie ist, so ist er für uns dennoch beachtenswert gewesen, denn wir haben eine ganz neue Crew nach Glücksburg geschickt und nur Noel Beck ist aus der angestammten Mannschaft. Caroline Schrimper hat gesteuert, sie ist eine erfahrene Regattaseglerin und war ebenfalls Präsidentin unserer Jugendabteilung des SSCK (Schüler Segel Club Konstanz). Wany Märkle-Huss hat das Vorschiff übernommen und Christoph „Toffi“ Hardt ist ebenfalls ein erfahrener Regattasegler. Die Windbedingungen waren für alle anspruchsvoll, mit immer wieder durchziehenden Böenfelder mit bis zu 7 Beaufort. Auf der Rückfahrt haben die vier räsoniert und festgestellt, dass es doch immer wieder zu kleinen Abstimmungsproblemen gekommen war, die man mit mehr Übung und Erfahrung vielleicht hätte vermeiden können. Bei der grossen Leistungsdichte wird jedoch jeder kleine Fehler sofort geahndet. So gab es aber immerhin im letzten Drittel der Wettfahrten auch zwei erste Plätze, die auch diesem Team ihr eigenes Potential zeigten.

„Wir haben uns ebenfalls gefreut über den grandiosen zweiten Platz der Überlinger vom BYCÜ, die gesamthaft jetzt auf Rang 8 stehen und damit auch nächstes Jahr wieder mit von der Partie sind“. Es ist schön zu sehen, dass sich im Laufe einer solchen Saison unter vielen Team miteinander eine Vertrautheit und Freundschaft einstellt. Unsere Mannschaft betont immer wieder, dass Sie viel viel Spass miteinander haben und diese Art der Regatten sehr spannend finden. Alles geht so schnell; es sind meist sechs Wettfahrten je Tag mit jeweils nur einer Viertelstunde Dauern, Schiffe werden gewechselt, das Leistungsniveau ist hoch und alle im Team sind gleichermassen voll gefordert. „Es ist ein tolles Regattaformat“, sagte Noel Beck am Telefon auf der Rückfahrt nach Konstanz. „Nein, es ist ´obergeil´ „wird er vom Fond aus korrigiert. Abendliche Rahmenprogramme wie in Glücksburg ein Spanferkel- und Ochsengrillen sind dann auch wunderbare Abrundungen, denn der Segler lebt nicht nur vom Wind allein.

Ziele für das nächste Jahr ist es, die Basis an verfügbaren Leistungssegler auszubauen und somit über ein grösseres Reservoir an Top-Seglern auf den verschiedenen Positionen zu verfügen. Dazu braucht es auch ein intensives Training, bei dem man sich mit den anderen Bodenseeclubs vielleicht zusammentun kann. Es wird immer wieder vorkommen, dass Studien-Prüfungen oder Arbeitsumstände nicht die Teilnahme an allen Events erlauben werden und es hilft auch dem Vereinsleben wenn hier eine Durchlässigkeit besteht zu talentiertem Nachwuchs, der sich engagieren möchte. Mit Freude können wir konstatieren, dass es hier intern ein grosses Interesse gibt. Abschliessend kann man festhalten, dass der Konstanzer Yacht Club auch dieses Jahr stolz auf sein J70 Team ist und wir den sechsten Platz in der 2. Bundesliga als respektablen Erfolg sehen. Martin Rösch, KYC.
Ergebnis Glücksburg > / Gesamtergebnis >

Sonntag, 20. August 2017

Intern. Erfolg von BYCÜ-Segler am Gardasee

Vom 6. bis zum 13. August 2017 trafen sich bei der Jugend-Europameisterschaft in Riva del Garda die Europabesten unter den jungen Seglern der 420er- und der 470er-Klasse, aber es waren auch Seglerasse aus aller Welt an den Gardasee geströmt.

Unter den 55 Booten, die die Wettfahrten der olympischen Klasse der 470er erfolgreich überstanden, belegte das Schiff von Konstantin Steidle (17) vom Bodensee-Yachtclub Überlingen (BYCÜ) und Christopher Hoerr vom Segelclub Breitbrunn am Chiemsee (SCBC) in der Gesamtwertung den 24. Platz - ein hervorragendes Ergebnis in einem Feld, in das traditionell nur wirkliche Könner vorstoßen.

Mit dem 7. Platz in der U-21 Wertung in diesem Jahres-Zielwettkampf haben die beiden jungen Segler auch die Aufnahme in den deutschen Bundeskader und das German Sailing Team erreicht.

Ihre Leistung und ihr Erfolg sind umso höher zu bewerten, als die Mannschaft erst seit diesem Jahr zusammen segelt und gemeinsam nur wenige Regatten hinter sich hat. Die Clubmitglieder gratulieren. Ergebnisse >

Die beiden Bilder zeigen (an der Pinne) Konstantin Steidle, BYCÜ, und (im Trapez an der Vorschot) Christopher Hoerr (SCBC), Fotos: © Hans Steidle. Claus Weitkamp, Presse BYCÜ.

Samstag, 19. August 2017

Zum Aufstieg nach Davos

Das Finale der Swiss Sailing Challenge League findet in der Segelarena Davosersee vom 25. - 27. August statt. Zuverlässige thermische Winde und die Möglichkeit, direkt bis ans Ufer zu segeln sind beste Voraussetzungen für publikumswirksames Segelspektakel. Im Show-down um die drei Aufstiegsplätze können sich noch 6 Clubs Chancen ausrechnen. Während die beiden punktegleichen Spitzenreiter, der Segelclub Zürich-Enge und Club Nautique de Versoix kaum noch einzuholen sind, muss sich der drittplatzierte Yachtclub Kreuzlingen gegen die direkten Verfolger aus Murten, Männedorf und Thalwil verteidigen.

Der erste Startschuss ist für Freitag, 25. August um 14:00 Uhr geplant. Meistens weht der Wind aus Norden, vom Wolfgang her in Richtung Davos Dorf. In diesem Fall wird die Startlinie direkt vor dem Strandbad Davos liegen. Von da geht es zur Wendemarke am andere See-Ende beim Seebühl. Die schnellen J-70 Sportboote der Segel-Nationalliga werden diese Distanz in wenigen Minuten zurücklegen und von dort mit den grossen farbigen Gennacker-Vorsegeln in Höchstgeschwindigkeit zurück zum Strandbad surfen. In jedem Rennen wird der Davosersee so in einer Zeit von zirka 15 Minuten zweimal umrundet. Bei optimalen Wind und Wetterbedingungen können über die drei Wettkampftage bis zu 42 Rennen gesegelt werden.

Die Rennen werden beim Strandbad vom Segelexperten Stefan Zurfluh live kommentiert. Die Rennen können auch im Internet per Live-Tracking und per App auf dem Smartphone verfolgt werden. So sind die Fans vor Ort und zu Hause immer über den aktuellen Stand ihres Teams informiert.

Gekämpft wird aber nicht nur um den Aufstieg in die Swiss Sailing Super League, sondern am Ende der Tabelle auch um den Ligaerhalt. Die drei letztklassierten Clubs in der Jahreswertung steigen aus der Swiss Sailing Challenge League in die Promotion Round ab, von wo die besten drei Clubs nachrücken. Zwischenergebnis 2017 >

Felix Somm, Regattaleiter der Swiss Sailing League ist begeistert: „Spannende und schnelle Segelregatten auf dem von einem herrlichen Bergpanorama umgebenen Davosersee ist der perfekte Rahmen für das Finale der Swiss Sailing Challenge League!“

Die Regatten vor Ort werden vom Segel- und Surfclub Davos organisiert, der in diesem Jahr mit einem segelsportlichen Feuerwerk sein 50jähriges Jubiläum feiert! Felix Somm, SSL.

SVT in Aktion, Foto: © SSL
Versoix's Chancen, Foto: © SSL

Freitag, 18. August 2017

Brunnert-Grimm feiert 100 Jähriges Firmenjubiläum auf der Interboot

Weit mehr als 60 der rund 500 Aussteller und viele tausend Besucher aus der Schweiz unterstreichen jedes Jahr die Bedeutung der Interboot für die Wassersportbranche im Alpenland. „Der Markt ist stabil, Saison und Stimmung sind gut“, sagt David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbands. Im Mittelpunkt des Interesses auf der internationalen Wassersport-Ausstellung stehen vom 23. September bis 1. Oktober neben einem abwechslungsreichen Mitmach- und Rahmenprogramm sowie der ganzen Bandbreite des Wassersports auch die Neuheiten und die traditionellen Produkte der Schweizer Bootsbauer, Importeure sowie Dienstleister.

Die Interboot 2017 wird zur Plattform eines großen Firmenjubiläums. Vor einhundert Jahren wurde in Gottlieben ein Familienunternehmen als Grundstein der heutigen Brunnert-Grimm AG gegründet. Dort, wo August Bögele vor 130 Jahren in einer Schifferhütte Holzruderboote baute, bevor er Maria Olivia Grimm heiratete. Das kinderlose Paar übertrug die Werft ihrem Neffen Hermann Grimm. „Das war mein Großvater, der 1926 das erste motorisierte Holzboot, die ‚Elsy‘ dort gebaut hat“, erklärt der heutige Geschäftsführer Peter Grimm. Dieses Schmuckstück, das vom Unternehmen vor sechs Jahren vom damaligen Eigner zurückgekauft wurde, wird der Blickfang des diesjährigen Messestands werden.

Die gesamte Geschichte der Brunnert-Grimm AG, zu der 1933 der Berliner Konstrukteur Erich Brunnert geholt wurde, soll sich in historischen Bildern auf der Interboot widerspiegeln. Schließlich gehörte Hermann Grimm Junior, der Vater des heutigen Chefs, wie auch sein Landsmann Walter Boesch zu den Mitinitiatoren der Wassersportmesse, die 1962 erstmals am Bodensee stattfand. „Das hat gut funktioniert und ist bis heute so geblieben“, sagt Peter Grimm, „für uns sind Ort und Zeitpunkt schlichtweg ideal“. Bei allen Jubiläumsfeierlichkeiten wird die Brunnert-Grimm AG weder Zukunft noch Gegenwart vergessen. Der Importeur der US-amerikanischen Cobalt-Motorboote und der finnischen Marke Grandezza wird eine breite Palette beider Linien ausstellen.

Eine feste Schweizer Säule auf der Interboot ist seit langer Zeit der Auftritt der Hochmuth Bootsbau AG aus Stansstad. Auf 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden 15 verschiedene Motorboote zwischen sechs und zwölf Metern Länge gezeigt. „Vom Bowrider bis zur Flybridge-Yacht ist alles dabei, was das Herz eines Freizeitkapitäns begeistert“, so Michael Odermatt von der Hochmuth Bootsbau AG. Sie bringt vier Parker-Boote, jeweils drei Bénéteau- und Marex-Modelle sowie die Four Winns TS 242 auf die Interboot. Unter den vier Windys aus Skandinavien wird es auch eine Premiere zu bestaunen geben: „Die neue Windy 27 Solano ist ein Premium-Daycruiser, der an die große Schwester 31 Zonda angelehnt ist, die ebenfalls nach Friedrichshafen kommt,“ so Odermatt.

Mit einer Europa-Premiere wartet die Hausammann AG aus Utwil auf. Die Glastron 200 GTD ist 6,20 Meter lang und 2,55 Meter breit. Mit einem Gewicht von 1 110 Kilogramm inklusive 200-PS-Außenborder ist das Boot dafür auch ideal geeignet. Drei verschiedene Deckkonfigurationen stehen zur Auswahl: ein Einzelfahrstand sowie eine Doppelkonsole mit zwei einzelnen Windschutzscheiben oder mit einer durchgehenden Scheibe. Zudem zeigt Hausammann neben drei Motorbooten von Jeanneau noch die umweltschonende Greenline 39 Hybrid Solar in der Halle A4. „Insgesamt blicken unsere Mitglieder wieder voller Vorfreude auf die Interboot“, erklärt David Clavadetscher, „für Aussteller und Besucher aus der Schweiz ist die Messe quasi spätsommerlicher Saisonausklang und Trendsetter für die kommende Saison.“

Die Internationale Wassersport-Ausstellung ist von Samstag, 23. September bis Sonntag, 1. Oktober 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Der Interboot-Donnerstag steht ganz im Zeichen der Eidgenossen und bietet spezielle Aktionen, z. B. erhalten alle Besucherinnen aus der Schweiz an diesem Tag freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Grimms Motorbootpremiere Elsy von 1926
Hausammann GTD200 2018 DSC 8581
W2715 Klein